Posts Tagged Umweltschutz

Glas recyclen ist wie die deutsche Grammatik

Schwierig ist es ja nicht. Grünes Glas gehört ins grüne Loch, braunes Glas ins braune Loch und weisses also durchsichtiges Glas ins weisse Loch.
Wenn man ein rotes Glas hat oder eine Flasche einer anderen Farbe kann man diese ins grüne Loch tun. So erklärt es VetroSwiss.*
Derzeit kann man es auch an Plakatwänden lesen: es darf nur Glas in den Glascontainer. Verschlüsse und Deckel müssen vorher entfernt werden. Aber die Etiquette auf der Weinflasche? Die darf drauf bleiben.

Glas sammeln und entsorgen ist wie die deutsche Grammatik: klare Regeln und zu jeder Regel gibt es Ausnahmen!

Ungefähr 90 000 Tonnen Altglas wird in der Glashütte in St. Prex zu neuen Flaschen verarbeitet. Das entspricht 26% vom Altglas, das von uns Schweizern gesammelt wird.
60% wird ins Ausland exportiert. Also verkauft. Man kann das Glas zu einem höheren Preis verkaufen, wenn es richtig getrennt ist (siehe Regeln oben!).
Aus einem kleinen Teil nämlich 13% wird Schaumglasschrotter gemacht, das ist ein Isolationsmaterial. Und etwa 1% wird anders recycliert, zum Beispiel als ganze Flasche gesammelt, gewaschen und wiederverwendet.

Haben Sie noch Fragen zum Recycling oder zur Mülltrennung? Stellen Sie sie hier!

PS: auch Micorsoft findet Umweltschutz jetzt endlich wichtig:

Der Postillion

von: Der Postillion

*Wer mehr über das Glas-Recycling in der Schweiz wissen will, kann einen kurzen Film schauen:

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Alte Kleider verkaufen als “Event” verkleidet – Vide Dressing in Malley

Haben auch zu viele Kleider? Oder gehören Sie zu den Menschen, die “nie” etwas anzuziehen haben?

Am letzten Samstag war ich in Malley – Galicien an einem Vide Dressing. Ich war überrascht: Es gab einen DJ, eine Bar und die Stimmung war wie an einer Party. Das hätte ich nicht erwartet! Das hat nichts mehr zu tun mit einem staubigen Flohmarkt.

Da waren vor allem junge, coole, urbane 20- bis 35-Jährige, die Kleider verkauften oder/und kauften. Es gab vom bedruckten H&M-T-Shirts  bis zur dunkelblauen Armani-Jeans für jeden Geschmack etwas. Auch Schuhe, Schmuck und Hüte wurden an den Mann gebracht, beziehungsweise “an die Frau”.

Denn für Männer gab es nicht so viel Auswahl. 85%  Stände waren bestückt mit Kleidern und Accessoires für Frauen.

Seinen Kleidern ein zweites Leben zu schenken ist ganz selbstverständlich und offensichtlich eine gute Idee. Diesem Anlass einen Party-Charakter zu geben finde ich schlicht grandios.

Natürlich hatten wir Glück mit dem Wetter! Die Sonne brannte vom Himmel und die Bekleidung vieler jungen Frauen und Männer glich, je länger und heisser der Tag wurde, einem Disco-Outfit.

Dank diesem Ausflug nach Malley habe ich “endlich wieder etwas zum Anziehen”! Ich gehöre nämlich zu dieser Sorte Mensch, die vor einem vollen Kleiderschrank stehen und jammern: “ich habe nichts zum Anziehen!”.

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Umweltschutz – warum nicht auch im Büro

Umweltschutz ist ein grosses Thema in der Schweiz. Laut der Studie UNIVOX Umwelt 2012 sind die meisten Schweizer selbst aktiv dabei:

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– 93% machen mit beim Recycling

– 91% kaufen nur Elektrogeräte mit niedrigem Energieverbrauch

– 82% achten beim Kauf von Lebensmitteln darauf, woher die Produkte kommen und wie sie produziert werden (aus der Region, Bio, Fairtrade…)

– 71% möchten öfter Busse und Bahnen nutzen

So viel zum Umweltschutz zu Hause. Aber wie sieht es auf dem Arbeitsplatz aus? In Schweizer Büros gibt es noch viel Potential für aktiven Umweltschutz. Denn weil es auf der Arbeit oft stressig ist und immer so viel zu tun gibt, bleibt der Umweltschutz meistens auf der Strecke.

Dabei ist es gar nicht schwer – man muss einfach nur die gleichen Aspekte umsetzen wie im Privatleben auch, z.B.:

– Statt weissem “neuen” Papier Recyclingpapier benutzen

– Statt jede Email auszudrucken, so viele Mails wie möglich direkt am Computer bearbeiten

– Statt Papier, das man nicht mehr braucht, einfach wegzuwerfen, die Rückseite für Notizen benutzen

– Statt den Computer (oder zumindest den Monitor) rund um die Uhr eingeschaltet zu lassen, ihn nach Feierabend ausschalten

– Statt den billigsten Kaffee zu nehmen, Kaffee aus fairem Handel kaufen

– Statt mit dem Auto zu fahren, das Fahrrad, den Bus oder den Zug nehmen

Arbeiten Sie schon in einem “grünen” Büro? Wenn ja, was tun Sie dort für den Umweltschutz? Wenn nicht, was können Sie sich vorstellen dort umzusetzen? Diskutieren Sie in der Deutschstunde, oder schreiben Sie uns  – Kommentare sind wie immer herzlich willkommen!

 Worterklärungen

  • Umweltschutz m. – Der WWF engagiert sich seit vielen Jahren für den Umweltschutz.
  • laut… – hier: die Studie besagt…
  • Elektrogerät n. – Fernseher, Toaster, Waschmaschine, Kühlschrank…
  • Energieverbrauch m. – Ein 3-Liter-Auto verbraucht weniger Energie als ein 5-Liter-Auto.
  • Lebensmittel f. – Essen
  • auf der Strecke bleiben – man vergisst es
  • umsetzen – etwas realisieren; eine Theorie in die Praxis umsetzen.
  • statt – an Stelle von
  • einschalten ≠ ausschalten

Weiterlesen:

FUPS Schweiz

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Weiterbildung (I) – Umweltberater, ein Beruf mit Zukunft

Früher lief es so: Man ging zur Schule, lernte einen Beruf, fand eine Stelle, machte Karriere und arbeitete in dieser Firma bis zur Rente. Sicher, das gibt es heute auch noch – aber selten!

Heute läuft es so: Man geht zur Schule, lernt einen Beruf, findet eine Stelle, arbeitet eine Zeit lang in diesem Beruf, vielleicht auch einige Zeit im Ausland. Danach macht man eine Weiterbildung in diesem Beruf, um besser qualifiziert zu sein. Man arbeitet wieder eine Zeit lang in diesem Beruf, in einer besseren Position, und dann… ist es wieder Zeit für eine Weiterbildung – und vielleicht für einen ganz neuen Beruf!

Zum Beispiel Umweltberater. Dieser Beruf ist nicht so richtig neu, denn der WWF Schweiz bietet schon seit zwanzig Jahren die berufsbegleitende Weiterbildung Umweltberatung und -kommunikation an. Trotzdem ist dieser Beruf erst jetzt so richtig im Kommen, denn Umweltschutz liegt ja bekanntlich voll im Trend.

Der Lehrgang dauert etwas mehr als ein Jahr. Die Module heissen z.B. nachhaltiges Ressourcenmanagement, Umweltkommunikation und -sensibilisierung, Öko-Marketing und Öffentlichkeitsarbeit.

Und was genau kann man damit machen? In der Broschüre des WWF finden sich einige Beispiele von Umweltberatern und ihren vielfältigen Biografien: eine Journalistin, ein Lehrer, eine Kauffrau, ein Typograph…

Sie alle arbeiten heute im Umweltschutz: in einer NGO, bei der Stadt, an einer Uni oder in der eigenen Firma.

Umweltberater – ein Job mit vielen Facetten. Vielleicht auch ein Job für Sie?

Inspiration für die nächste Deutschstunde:

1. Machen Sie zur Zeit eine Weiterbildung, haben Sie schon mal eine gemacht oder planen Sie eine für die Zukunft? Erzählen Sie.

2. Wie wichtig ist Umweltschutz für Sie? Diskutieren Sie.

Wir freuen uns auch sehr über Kommentare!

Worterklärungen

  • Weiterbildung f. – In Weiterbildungskursen lernt man immer wieder neue Kompetenzen.
  • selten – wenig, fast nie
  • einige – ein paar, mehrere
  • anbieten – offerieren
  • berufsbegleitend – neben dem Beruf
  • Umwelt f. – alles um uns herum: die Stadt, aber auch die Natur
  • Umweltberatung f. – ein Spezialist für Umwelt, Natur, Ökologie gibt Tipps, wie eine Firma ökologischer arbeitet
  • etwas ist im Kommen – es wird bald sehr populär sein
  • bekanntlich – jeder weiss es
  • voll im Trend liegen – es ist schon sehr populär
  • Lehrgang m. – Kurs
  • nachhaltig – Eine Sache, die wir tun, ist nicht nur gut für heute, sondern auch gut für morgen (und in der Zukunft).
  • Öffentlichkeitsarbeit f. – PR, externe Kommunikation und Marketing einer Firma
  • vielfältig – viele Facetten

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Grün, grüner, am grünsten – Respekt, Lausanne!

Zur Zeit sind sie überall: die Teilnehmer der Gymnaestrada in ihren bunten Trikots – und die grünen Etiketten der Kampagne “Respect”. Diese Kampagne ist eine Kooperation der Stadt Lausanne und Gymnaestrada. Die Etiketten informieren über ein sehr aktuelles Thema: nachhaltige Entwicklung.

Nachhaltige Entwicklung, was heisst das denn eigentlich? Kurz gesagt: bei allem, was wir heute tun, sollen wir an morgen denken. Wir sollen schon heute in die Zukunft investieren, aus Respekt vor unseren Kindern und Enkeln. Wir sollen so leben, dass unsere Nachkommen später genauso gut wie wir oder noch besser leben können.

Deshalb ist es wichtig, die Umwelt zu schützen. Es ist besser, nicht so viel Müll einfach wegzuwerfen, sondern Glas und Papier zu recyceln. Es ist sinnvoll, alte Häuser so zu renovieren und neue Häuser so zu bauen, dass sie im Winter wenig Energie brauchen für die Heizung.

Nachhaltige Entwicklung ist im Trend, und Lausanne ist ganz vorne mit dabei. Der Strom in Lausanne kommt aus erneuerbaren Energien wie Sonne, Wind und Wasser, die Busse fahren elektrisch ohne Benzin. Mit den vielen Teilnehmern am Gymnaestrada wohnen im Moment ein Fünftel (!) mehr Menschen in Lausanne als normalerweise. Darum ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt, um mit den grünen Etiketten an den Umweltschutz und an ein respektvolles Miteinander zu erinnern.

 

 

Ausstellung zur nachhaltigen Entwicklung, Vallée de la Jeunesse / Quais de Vidy, bis 21. Juli

Worterklärungen:

  • Respekt! – Bravo! Ich finde gut, was du machst.
  • bunt – viele Farben
  • “nachhaltige Entwicklung” – “développement durable”
  • eigentlich – echt, tatsächlich
  • Nachkomme m. – Kind, Enkel
  • Umwelt f. – Natur; dort, wo wir leben
  • Heizung f. – Im Winter drehen wir die Heizung auf, dann ist es im Haus schön warm.
  • erneuerbare Energie ≠ fossile Energie
  • Benzin n. – Autos fahren mit Benzin oder Diesel.
  • ein fünftel – 20%
  • normalerweise – Normalerweise ist es im Sommer warm und im Winter kalt.
  • Zeitpunkt m. – Moment
  • Umweltschutz m. – WWF und Greenpeace setzen sich für den Umweltschutz ein.
  • respektvoll – höflich und tolerant
  • Miteinander n. – viele Menschen machen etwas zusammen

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