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Schöne Wörter

Haben Sie ein Lieblingswort?

Meine Lieblingswörter auf Schweizerdeutsch und Französisch sind

“Chrüsimüsi” und “loufoque”.

Chrüsimüsi tönt genau so wie seine Bedeutung: Durcheinander. Aber es tönt klein, süss  (mit “i” und “ü”) und nicht so bedrohlich und kalt (mit “u” und “ch”) wie seine deutsche Übersetzung.

“Loufoque” tönt für mich überhaupt nicht wie “verrückt” sondern eher wie “leicht”. Etwas aus Watte und Schaum wäre für mich “loufoque”. Trotzdem oder genau deshalb ist es auch mein Lieblingswort. Nicht alles ist so, wie es scheint!

Mein absolutes Lieblingsspiel ist das “Wörterbuch-Spiel”.

Das geht so: man nimmt ein Wörterbuch in einer Sprache, die alle gut oder weniger gut sprechen, das ist egal. Ein Spieler sucht ein Wort aus, das niemand kennt. Alle anderen Spieler müssen nun die Bedeutung des Wortes erklären, so wie sie im Wörterbuch stehen würde.

Nehmen wir das Wort “hantig”. Niemand weiss, was es bedeutet, aber Spieler 1 sagt: “hantig” kommt von Hand und bedeutet, etwas passt in eine Hand. Zum Beispiel ein hantiger Koffer.

Spieler 2 meint: “hantig” kommt aus dem Englischen und man benutzt es für Tiere, die man jagen darft. Die Rehe sind im Herbst hantig, wir dürfen sie dann jagen.

Spieler 3 behauptet: “hantig” ist kein Adjektiv, wie viele meinen, sondern ein Nomen! Der Hantig. Es ist eine Kreatur, die es nur in Finnland gibt. Der Hantig ist sehr gefährlich, weil er sehr wild ist und lange Zähne hat.

Ende der Runde: Der Spieler mit dem Wörterbuch liest die richtige Bedeutung vor: “hantig” ist ein Adjektiv und bedeutet “scharf”, “bitter” oder “zänkisch”, “unwillig”. Es wird in Österreich und Bayern benützt.

Derjenige, der die beste Erklärung gesagt hat oder  der Spieler, der die richtige Bedeutung erraten hat, hat die Runde gewonnen und darf ein neues Wort aussuchen.

Welches sind Ihre Lieblingswörter? Schreiben Sie mir einen Kommentar!

Und welches Spiel mit Wörter spielen Sie gerne?

 

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Lerntipp: mit Radio hören Sprachen lernen

Während ich diesen Blog schreiben, höre ich Radio SRF3. raduio-app Ich könnte aber auch Radio Havanna hören oder Radio Mykonos! Mit meinem Smartphone geht es ganz einfach. Wie ich hört inzwischen jeder 5. Schweizer Radio über das Internet.
Ich habe die App von Radio SRF auf dem Handy. Fast jede Radiostation hat eine App oder man kann sie im Internet “live” hören.

Radio hören ist eine sehr entspannende Art eine Fremdsprache verstehen zu lernen: man hört gesprochene Sprache und wird immer wieder von Musik unterbrochen. Oder man wählt ein Programm : die Nachrichten, Musik, Hörspiele, Ratgebersendungen, Wirtschaftsnews, lustige Morgenshows, die Kinovorschau, …

Sie wollen Schweizerdeutsch verstehen lernen? Dann hören Sie doch den Wetterbericht auf Radio Bern1 in Berndeutsch oder Finanztipps in  Baseldeutsch auf Radio Basilik. Wenn Sie wenig Zeit haben können Sie eine 3-minütige Gameshow auf Radio Pilatus hören und wenn Sie viel Zeit haben ein Interview mit einer interessanten Person auf Radio Zürisee.

Meine Tipps:

  • Hören Sie Radio wie früher “live” – Sie hören, was gerade läuft.  Zum Beispiel im Auto mit dem Autoradio (SRF1) oder übers mobile Internet (Sender und Sendung  Ihrer Wahl). Man endeckt und erfährt viel Neues, Unbekanntes und Überraschendes!

  • Wählen Sie die Sendungen, die Sie interessieren und abonnieren Sie einen Podcast. Hören Sie diesen Podcast beim Joggen oder Kochen regelmässig. Gewöhnen Sie sich an die Stimme und AkzentDialekt des Moderators. Sie werden sehen: am Anfang verstehen 5 bis 20% und nach 3-4 Sendungen werden es 50 -70% oder mehr sein!

  • Wichtig ist Regelmässigkeit und dass Sie einer Sendung oder einem Sender ein paar Monate lang treu bleiben. Warum?  Weil Sie vergleichen können: wie viel habe ich am Anfang verstanden? Wie viel ist es jetzt nach 2 Monaten? Sie können Ihre Fortschritte sehen, das motiviert und macht glücklich. Sprache lernen hat viel mit Motivation zu tun (lesen Sie auch diesen Artikel (La motivation – clé de votre réussite) und dieses Interview zum Thema Motivation).

Noch mehr Empfehlungen und Beschreibungen von Radiosendern hier in diesem Artikel der Coopzeitung.

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Wahlen und Abstimmungen in Amerika und in der Schweiz

Trump, Trump und nochmal Trump. Clinton, Clinton und wieder Clinton. Man hört und liest fast nur noch von ihnen.

Ich fühle mich, als hätte ich eine „Trumpvergiftung“ , „Clintonitis“ oder beides zusammen.
Die Zeitungen sind „vertrumpt“, im Fernsehen sieht man Frau Clintons Gesicht überall.

Die Artikel über H. Clinton und D. Trump sind oft nicht sehr informativ. Man kann es schon an der Schlagzeile erkennen:

Zugegeben es geht uns auch etwas an, wenn in Amerika die wichtigsten Wahlen des Landes stattfinden. Doch sollten unsere Journalisten nicht vergessen, dass es auch hier wichtige Informationen gibt, die man verbreiten soll!

Wir hatten inzwischen einen Abstimmungssonntag. Joseph Gordon-Levitt sagte am Zürich Film Festival „Es ist wirklich super toll, dass ihr in der Schweiz abstimmen könnt!“ (https://www.bluewin.ch/de/entertainment/tv/zff/artikel-2016/zurich-film-festival-snowden-interview-gordon-levitt.html)

Das finden wir wahrscheinlich alle. Aber warum gehen dann nur so wenige wirklich abstimmen?
Im Kanton Glarus waren es 33% die für oder gegen das neue Nachrichtendienstgesetz abgestimmt haben.
Der Kanton Schaffhausen liegt wie immer mit 61.7% an der einsamen Spitze. Das muss daran liegen, dass das Nicht-Abstimmen mit einer Busse von 6.- sfr bestraft wird.
Aber für knapp 40% der Stimmbevölkerung ist auch das kein Grund an die Urne zu gehen.

Zurzeit ist der Kanton Schaffhausen der einzige Kanton mit einer solchen Busse.

Was meinen Sie? Würden mehr Leute abstimmen, wenn es eine schweizweite Busse gäbe? Sollte die Busse höher sein?

Wie sonst könnte man die Leute motivieren?

Diskutieren Sie mit! Hier im Blog oder mit Ihrem Deutschlehrer oder Ihrer Deutschlehrerin!

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Neues lernen im Alter? – Warum nicht!

Man hört es oft: Kinder lernen so schnell und einfach! Das stimmt und das hat viele Gründe, nicht nur physische. Kinder haben viel Zeit zum Lernen. Sie sind durch die Eltern perfekt betreut und haben einen personalisierten Privatunterricht, der den ganzen Tag dauert. Und sie sind hochmotiviert.

Aber auch Rentner haben Zeit, oder sie können sich die Zeit nehmen. Der Vorteil vom Lernen im Alter ist, dass viel Vorwissen und Weltwissen da ist, an dem der Lernende anknüpfen kann. Elisabeth Stern, Psychologieprofessorin an der ETH Zürich sagt: “Es gibt keine wissenschaftliche Hinweise, dass die Hirnleistung im Alter zwangsläuftig abnehmen würde – ausser jemand ist von einer Krankheit betroffen.”

Warum haben denn ältere Menschen  das Gefühl langsamer zu lernen?
Das hat oft mit der nachlassenden Seh- und Hörkraft zu tun, aber auch ganz viel mit der Zeit.
Marion Grein schreibt in ihrem Buch, dass es tatsächlich einen Altersfaktor gibt. Tendeziell wird man langsamer im Kombinieren und im Verbinden des Gelernten. Das heisst aber nur, dass das Aufnehmen von Informationen mehr Zeit braucht – nicht, dass unmöglich wird! Ältere Menschen sind im Vorteil, wenn es darum geht logisch zu denken, Zusammenhänge zu sehen und Lösungen zu finden (Neurodidaktik, M. Grein, Hueber Verlag, S. 61).

Mit 50 hat man noch so viel Leben vor sich! Es wäre doch schade, wenn das ganze Potenzial, das bis zum 50. Altersjahr aufgebaut wurde, nicht vergrössert würde! Ausserdem ist Lernen eine interessante und befriedigende Tätigkeit, wenn man sich genug Zeit dafür lässt. Mein Tipp: lassen Sie sich nicht durch das Tempo von Jüngeren unter Druck setzten!

Und noch das: Bleiben Sie fit – auch im Kopf! Sie können Ihr Gehirn trainieren. Zum Beispiel hier auf Deutsch und auch auf Französisch.

Wortschatz:

betreuen = prendre en charge/s’occuper dedas Vorwissen = la préconnaissance
das Weltwissen = savoir général/culture générale
anknüpfen an = renouer qc avec qc
wissenschaftliche Hinweise = indications scientifiques
die Hirnleistung = la performace du cerveau
nachlassen = diminuer
aufnehmen = absorber, enregistrer
das Gehirn = le cerveau
sich unter Druck setzen lassen = se laisser mettre sous pression

 

 

 

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Lern-Motivation: Warum es toll ist, Deutsch zu lernen

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Foto: Thomas8047, flickr

Motivation ist essentiell, um beim Lernen erfolgreich zu sein.

Wenn ich motiviert bin, setze ich mich gerne morgens vor der Arbeit hin und lerne zehn Minuten Vokabeln. Wenn ich motiviert bin, lese ich die aktuellen Nachrichten auf nzz.ch oder zeit.de, auch wenn das Lesen länger dauert.

Wenn ich motiviert bin, plane ich für die Ferien eine Reise an die Nordsee oder einen Wochenendtrip nach Zürich – ich nutze jede Chance, um Deutsch zu sprechen.

Leider sind wir nicht immer so motiviert. Wenn wir schon länger Deutsch lernen, stagniert unsere Motivation von Zeit zu Zeit. Wir haben das Gefühl, nicht besser zu werden. Wir finden das Lernen mühsam. Wir fragen uns: Warum lerne ich überhaupt Deutsch?

Hier sind 10 Gründe, um Sie wieder für das Deutsch-Lernen zu begeistern:

1. Mit Deutschkenntnissen im CV sind Sie beruflich im Vorteil.

2. Auch mit einer eigenen Firma profitieren Sie von Ihren Deutschkenntnissen: Es wird einfacher, Geschäfte mit Kunden oder Firmen in der Deutschschweiz oder Deutschland zu machen, wenn Sie die Sprache sprechen.

3. Sie träumen von einem Leben in Berlin, Wien oder Zürich? Wenn Sie Deutsch sprechen, wird aus dem Traum vielleicht schon bald Realität!

4. Lernen Sie andere Kulturen kennen: Nicht nur in Deutschland, der Schweiz und Österreich –  auch in Luxemburg, in Ost-Belgien und Regionen von Namibia spricht man Deutsch.

5. Freundschaft kennt keine Sprachbarrieren! Auf Reisen, aber auch über das Internet (mylanguageexchange.com) können Sie interessante Leute kennenlernen und neue (Brief-) Freundschaften schliessen.

6. Lesen Sie grosse Literatur im Original: Von Goethe über Schiller bis Dürrenmatt und Frisch – die Auswahl ist riesig.

7. Egal, ob Sie Klassik-Fan sind oder Rap lieben: Deutschsprachige Musik hat in allen Genres viel zu bieten.

8. Wenn Sie Deutsch können, haben Sie Zugang zu mehr Informationen: auf deutschsprachigen Internetseiten, in Zeitschriften und Büchern.

9. Deutsch lernt nicht jeder – es ist etwas Besonderes…

10. … obwohl Deutsch die meistgesprochene Sprache Europas ist, mit über 100 Mio. Muttersprachlern!

Und welche Gründe haben Sie? Diskutieren Sie in der Deutschstunde oder schreiben Sie uns!

Worterklärungen:

  • toll – sehr gut, super
  • erfolgreich – Er ist sehr erfolgreich in seinem Beruf. Nach nur drei Jahren ist er Chef seiner Abteilung!
  • mühsam – schwierig
  • überhaupt – generell
  • begeistern – Ich begeistere mich fürs Velo fahren. Velo fahren ist meine Passion.
  • im Vorteil sein – eine bessere Position haben
  • bald – in kurzer Zeit
  • Auswahl f. – Selektion
  • riesig – gigantisch
  • Zugang haben – man kann dorthin gehen, man kann etwas bekommen
  • besonders – speziell
  • meistgesprochen – die Majorität der Menschen in Europa spricht Deutsch

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Wie erhöhe ich meine Motivation zum Lernen?

Irene Tsikonis, Espace Allemand

Irene Tsikonis, Espace Allemand

Ein Gespräch mit Irene Tsikonis, Ausbilderin mit eidg. Fachausweis

Motivation ist essentiell für unseren Erfolg: bei der Arbeit, beim Sport und auch beim Lernen einer Sprache. Leider ist die Motivation nach ein paar Wochen nicht mehr so hoch wie zu Beginn des Sprachkurses.

Was kann ich tun, um mich wieder neu zum Lernen zu motivieren?

Da gibt es viele Tricks und Tipps!
Für einen kurzfristigen Motivationsschub – z.B. um die 15 neuen Wörter auf die Kärtchen zu schreiben, oder den Lückentext fertig zu machen – können Schokolade oder eine Kaffeepause als Belohnung ganz nützlich sein.

Wer sich langfristig motivieren will, soll sich die Wichtigkeit und den Sinn vor Augen führen. Warum hatte ich mich (damals) entschieden das zu lernen? Was bringt es mir später? Stellen Sie sich ganz konkret vor, was sie mit dem Wissen machen werden. Wenn Sie Deutsch lernen, stellen Sie sich ganz konkret eine Situation vor: Sie sprechen mit ihrem Chef über etwas Wichtiges und können ganz gut sagen, was Ihre Meinung ist. Der Chef respektiert Sie und ist von Ihrer Meinung (und Deutschkenntnissen) beeindruckt. Träumen Sie ruhig ein bisschen!

Positiver Stress oder Herausforderungen können auch motivieren. Langeweile beim Lernen ist sehr schlecht. Setzen Sie sich Ziele, die Sie herausfordern und die einen direkten Bezug zu Ihrem Fernziel haben: Die E-Mail an den Kollegen in Zürich auf Deutsch schreiben. Einen Ausflug nach Luzern planen und dort mit der Kioskfrau, mit dem Billettkontrolleur (fragen Sie ihn, wann der Zug ankommt, auch wenn Sie es schon wissen!) und mit dem Kellner im Restaurant Deutsch sprechen.

Das A und O beim Fremdsprachen lernen ist der Wortschatz. Aber Vokabeln lernen ist oft monoton. Wie kann ich mich motivieren, trotzdem regelmässig Vokabeln zu lernen?

Regelmässig ist ein gutes Stichwort. Lernen soll geplant sein. Jeden zweiten Tag immer zur gleichen Uhrzeit eine halbe Stunde einplanen für Deutsch wäre ideal.

Damit es nicht langweilig wird: Variieren Sie die Übungen. 

Wenn Sie im Deutschkurs keine „interessanten“ Hausaufgaben bekommen haben, machen Sie lieber etwas anderes, anstatt nichts! Sie müssen zum 50. Mal einen Lückentext mit Verben ausfüllen? Anstatt den Lückentext auszufüllen, schreiben Sie selber einen Text mit den gleichen Verben! Wenn ein Text zu schwierig ist, schreiben Sie einfach Sätze. Ihre Lehrerin wird begeistert sein! 

Wenn Sie gern mit Kärtchen lernen, können Sie abwechselnd mit Kärtchen im Internet auf www.Quizlet.com lernen und mit Ihren Papierkärtchen. So wird es Ihnen bestimmt nicht langweilig!

Foto: Yvain Genevay / Le Matin

Foto: Yvain Genevay / Le Matin

Sie unterrichten seit 11 Jahren Deutsch. Was sind Ihre Top 3 Motivations-Strategien für Ihre Schüler?

1. Sinnvolle und realitätsnahe Ziele setzen und so zu Erfolgserlebnissen kommen

2. Abwechslung

3. Planvoll vorgehen: Regelmässig in den Kurs gehen und regelmässig zu Hause Hausaufgaben machen.

Was motiviert Sie persönlich am meisten?

Für mich ist wichtig, dass ich das Erlernte sofort gebrauchen kann. Ich bin eine praktische Person. Ich möchte immer etwas machen, handeln, aktiv sein und involviert sein. Das verschafft mir Erfolgserlebnisse und spornt mich an.

Lob und eine entspannte Atmosphäre helfen mir regelmässig zu lernen, auch dann, wenn ich gerade nicht so grosse Lust dazu habe.

Worterklärungen:

  • kurzfristig – für eine kurze Zeit
  • Motivationsschub m. – neue Motivation
  • Belohnung f. – Ich habe letzte Woche in der Metro ein Portemonnaie gefunden und es zur Polizei gebracht. Von der Besitzerin des Portemonnaies bekam ich gestern eine Belohnung von 50 Franken!
  • langfristig – für eine lange Zeit
  • Wichtigkeit f., Sinn m. – Die Firma, für die ich arbeite, hat viele Kunden in Deutschland. Ich muss oft geschäftlich nach Deutschland reisen. Es ist wichtig und sinnvoll, dass ich Deutsch lerne.
  • beeindruckt sein – etwas sehr gut finden
  • Herausforderung f. – eine schwierige Aufgabe
  • Langeweile f. – Monotonie, keine Motivation
  • regelmässig – jeden Tag zur gleichen Zeit, jeden Mittwoch, jeden 1. Samstag im Monat etc.
  • Erfolgserlebnis n. – Gestern war ich in Bern und habe nur Deutsch gesprochen: im Restaurant, am Bahnhof und in der Buchhandlung. Alle haben mich sofort verstanden und ich selbst musste nur einmal nachfragen. Das war ein echtes Erfolgserlebnis!
  • Abwechslung f. – Variation
  • anspornen – motivieren
  • Lob n. – Kompliment

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Job oder Beruf?

„Was sind Sie von Beruf?“ oder „Was machen Sie beruflich?“ Sie haben diese Frage sicher schon oft gehört und oft auch selbst gestellt. Denn wenn wir jemanden kennenlernen, fragen wir zuerst nach seinem oder ihrem Namen – und dann nach seinem oder ihrem Beruf.

Der Beruf sagt viel über eine Person. Das, was wir machen, ist Teil unserer Identität. Wir verbringen einen Grossteil unserer Zeit auf der Arbeit. Unsere Arbeit ist sinnvoll: Wir helfen mit, dass es unserer Firma gutgeht. Vielleicht helfen wir mit unserer Arbeit auch direkt anderen Menschen, z.B. als Lehrer oder als Krankenschwester.

Vielleicht haben wir auch „nur“ einen Job, der uns nicht viel Spass macht. Vielleicht finden wir sinnlos, was wir tun. Wir verdienen damit Geld und können davon leben. Auch das ist sinnvoll – aber wir haben wenig Motivation für unsere Arbeit.

Foto: PO3 Stephen Gonzalez, flickr creative commons

Foto: PO3 Stephen Gonzalez, flickr creative commons

Einige Menschen wissen schon als Kinder, was sie werden wollen. Andere wissen es auch dann noch nicht, wenn sie schon erwachsen sind. Sie arbeiten in verschiedenen Jobs, um herauszufinden, was am besten zu ihnen passt. Vielleicht haben sie auch einfach zu viele verschiedene Interessen und Talente für einen einzigen Beruf!

Der Schweizer Journalist Mathias Morgenthaler macht seit vielen Jahren Interviews mit Menschen, für die Ihre Arbeit eine „Berufung“ ist. Diese Menschen lieben das, was sie tun und sind ganz sicher, dass ihre Arbeit perfekt für sie ist: Sie sind in ihrem Element, wie ein Fisch im Wasser.

Inspiration für die nächste Deutschstunde: Was ist Ihr Traumberuf? Arbeiten Sie schon in diesem Beruf? Was ist Ihnen wichtig bei der Arbeit (sinnvolle Arbeit, gutes Team und Kollegen, Geld…)? Diskutieren Sie in der Deutschstunde, oder schreiben Sie uns auch gerne einen Kommentar.

Worterklärungen:

  • Beruf m. – unsere Arbeit, Profession
  • Grossteil – ein grosser Teil
  • sinnvoll ≠ sinnlos
  • Krankenschwester f. – Im CHUV arbeiten viele Krankenschwestern und Krankenpfleger.
  • was man werden will = in welchem Beruf man arbeiten will
  • einzig – nur eines

 

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