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Aï, aï, aï! C’est bientôt fini!

Ich war erst 3x. Ich möchte mindestens noch einmal gehen. Waren Sie schon dort?

Ich spreche von der Ausstellung  von Ai Weiwei im Palais de Rumine.

Die mehr als 40 Installationen vom Künstler sind im ganzen Palais de Rumine versteckt. Man geht also durch alle Ausstellungen: Musée des Beaux-Arts, musée de zoologie, musée de l’archéologie. ... Dabei entdeckt man nicht nur die Kunstwerke von Ai Weiwei sondern man lernt nebenbei ganz viel. Die Objekte von Ai Weiwei sind mit Kleber am Boden gekennzeichnet, manchmal würde man sie sonst nicht erkennen. Manche sieht man aber sofort! Zum Beispiel der grosse Papierdrache, der im Zoologischen Museum an der Decke hängt.

Eines meiner Lieblingsstücke ist das hier:

Ich finde es lustig. Es ist eine Skulptur, die aussieht als wäre sie aus der Kykladenkust aus der Zeit um 3500-2000 vor Christus. Diese pseudokykladische Skulptur hat Ai Weiwei für das Museum für kykladische Kunst in Athen geschaffen.

Was mich besonders fasziniert ist seine Wahl der Materialien. Er hat zum Beispiel ein menschliches Skelett aus Porzellan gemacht. 54 Knochen aus zerbrechlichem Porzellan. Er hatte in der Nähe eines Arbeitslagers (wo zur Zeit von Mao “Gegenrevolutionäre” gefangen gehalten wurden) im Boden ein echtes menschliches Skelett entdeckt und es ausgegraben. Dieser Fund inspirierte ihn, selber ein Skelett herzustellen. Dazu wählte er ein zerbrechliches und kostbares Material.

Haben Sie das IPhone aus schwarzem Stein gefunden, das im archäologischen Museum versteckt ist? Es macht mich nachdenklich. Wir denken, dass wir so tolle Dinge haben  – der technische Fortschritt! Vor 10’2018 Jahren (also ca 10’000 vor Chr.), als man in der Steinzeit die erste Axt hergestellt hat, hat man da das gleiche gedacht? Der Mensch, das intelligenteste Tier auf Erden?

Falls Sie noch nicht waren: die Ausstellung ist noch bis  zum 28. Januar geöffnet.

PS: Es ist übrigens die letzte Aussellung, des mcb-a im Palais de Rumine. Danach zieht das Museum auf die PLATEFORME 10 beim Bahnhof.

 

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Made in Switzerland (I) – Schweizer Design ist Weltklasse

Die Schweiz ist ein kleines Land. Sie ist ein reiches Land, ein sauberes Land. Ein Land mit wunderschöner Natur und eleganten Städten. Gut, vielleicht ist die Schweiz manchmal ein bisschen zu schön. Ein bisschen zu sauber. Vielleicht ist sie manchmal ein bisschen langweilig.

Kein bisschen langweilig ist jedoch Schweizer Design!

Aus der Schweiz kommen besonders viele international erfolgreiche Designer, Fotografen und Architekten: Le Corbusier, Herzog & de Meuron, die Gebrüder Freitag, René Burri…

Die deutsche Zeitschrift “Die Zeit” versucht in einem Artikel herauszufinden, warum das so ist. In der Schweiz gibt es eine lange Tradition für Handwerk und Technik. Ausserdem stehen Disziplin und Produktivität hoch im Kurs (Die Initiative “6 Wochen Ferien für alle” hatte keine Chance bei den Schweizern!).

“L’art pour l’art” ist nicht typisch für die Schweiz. Der Schweizer ist ein Ästhet, aber er ist auch ein “Homo Faber”. Deshalb gilt die Formel: Ästhetik + Funktionalität = Schweizer Design.

Die Schweizer Designerin und Bloggerin “Swiss Miss” lebt und arbeitet in New York. Sie erklärt in der “Zeit” den Erfolg des Schweizer Designs so:

“Ich wuchs in der Schweiz auf und war dabei von einer Ästhetik umgeben, die in anderen Ländern kaum so dicht zu finden ist. So etwas hat einen stetigen Einfluss.”

Die Schweiz kann also gar nicht schön genug sein – sie inspiriert mit ihrer Schönheit zu grossartigem Design und wird dadurch noch schöner.

Sie sind neugierig geworden auf Schweizer Design? Dann schauen Sie doch mal bei den Design Days Ende September in Renens vorbei und lassen sich inspirieren!

Design Days in Renens, vom 27.-30.09.2012

Kunst aus der Schweiz in  Renens

Worterklärungen:

  • Weltklasse f. – international erfolgreich
  • erfolgreich – Roger Federer ist Weltklasse im Tennis. Er ist international erfolgreich.
  • Handwerk n. – Bäcker, Elektriker, Schreiner, Uhrmacher… sind Handwerksberufe.
  • hoch im Kurs stehen – An der Börse steht eine Aktie hoch im Kurs, oder sie fällt im Kurs. Hier: Ich finde etwas wichtig und gut. Es steht bei mir hoch im Kurs.
  • gelten, gilt – es ist korrekt, es ist richtig
  • umgeben sein von – In einem Wald ist man umgeben von Bäumen.
  • dicht – Im Wald stehen die Bäume dicht nebeneinander, in der Stadt die Häuser.
  • stetig – immer
  • Einfluss m. – Die Landschaft inspiriert meine Arbeit. Sie hat Einfluss auf meine Arbeit.
  • grossartig = grandios

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Kunst unter freiem Himmel

Lausanne hat viele Facetten. Es ist die Hauptstadt des Kantons Waadt. Es ist die Stadt der Olympischen Spiele. Lausanne ist aber auch die Stadt der Parks. Von den vielen Parks in Lausanne ist einer schöner als der andere. Einer der schönsten, vielleicht der schönste Park in der Stadt ist Mon Repos. Dort gibt es Volieren mit exotischen Vögeln, romantische Pavillons und eine Grotte mit einem Wasserfall. Das alles sind schon gute Gründe, den Park zu besuchen.
Doch diesen Sommer gibt es siebenundzwanzig weitere Gründe, in Mon Repos spazieren zu gehen. Von April bis Oktober kann man dort Skulpturen von Schweizer Künstlern bewundern. Die meisten Kunstwerke findet man sofort: Neunzehn silberne Kanus aus Wellblech scheinen auf der Wiese zu schwimmen in Richtung Rue Bellefontaine, auf dem Weg in den Genfersee.

Einige Kunstwerke sieht man erst auf den zweiten Blick. Ein Tipp: öfter mal nach oben schauen!

Moderne Kunst ist nicht leicht zu verstehen. Manchmal ist es schwierig zu erkennen, was ein Kunstwerk ist und was nicht.

–       „Mir tun die Füsse weh. Lass uns auf die Bank setzen und ausruhen.“

–       „Aber das ist doch keine Bank, das ist eine Skulptur!“

–       „Siehst du die beiden roten Pferde hinter der Voliere? Das sind ja schöne Skulpturen!“

–       „Aber nein, das sind doch keine Skulpturen, das sind Schaukelpferde für Kinder!“

Moderne Kunst muss nicht schön sein. Sie will vor allem nachdenklich machen, wie die vielseitige Ausstellung in Mon Repos zeigt. Eines ist klar: diesen Sommer wird es im Park sicher nicht langweilig.

Aux Yeux de Tous. Skulpturen im Park Mon Repos. 2. April – 2. Oktober 2011

www.visartevaud.ch

Worterklärungen:

  • Grund, Gründe m. – Motiv, Motivation
  • Wasserfall m. – Die berühmtesten Wasserfälle der Welt sind die Niagara-Fälle in den USA
  • Kunstwerk m. – Bild, Skulptur, Installation, Sinfonie …
  • bewundern – etwas / jemanden sehr gut finden, ganz toll finden
  • die meisten – fast alle
  • scheinen + Infinitiv – aussehen wie / aussehen, als ob …
  • einige – ein paar, nicht so viele
  • öfter mal – oft, mehrmals
  • erkennen – sehen, verstehen
  • die beiden – zwei
  • Schaukelpferd n. – Kinder setzen sich darauf und schaukeln
  • nachdenklich – man denkt über etwas nach
  • vielseitig – viele Seiten, viele Aspekte
  • diesen Sommer – in diesem Sommer

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