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Wie will ich leben?

Matterhorn bei Sonnenaufgang

Matterhorn bei Sonnenaufgang

In vielen Firmen gibt es einmal im Jahr ein Mitarbeitergespräch oder eine Evaluation. Wir sprechen mit unserem Chef über Ziele, die wir schon erreicht haben und über neue Ziele, die wir uns setzen. Was ist gut gelaufen, was kann man verbessern? Was sind meine Stärken, was sind meine Potentiale?

Die regelmässige Evaluation ist sinnvoll für unseren Job. Und privat? Es ist auch gut, wenn wir unser Leben von Zeit zu Zeit “evaluieren”. Damit wir unsere aktuelle Position kennen, unsere Ziele, unsere Stärken und Defizite, unsere Wünsche.

Was ist mir wichtig? Was motiviert mich? Welche Ziele möchte ich erreichen? Wovon träume ich?

Vielleicht bleiben die Antworten auf diese Fragen ein Leben lang gleich. Vielleicht haben wir immer wieder neue Antworten: weil wir älter werden, oder weil wir jemandem begegnen, der uns inspiriert, anders zu denken.

Wie sieht also heute unsere Vorstellung vom Leben aus: Ein eigenes Haus, eine Familie mit Kindern. Karriere machen als Angestellter in einer Firma. Selbst eine Firma gründen und der eigene Chef sein.

Oder: Einige Zeit in der Entwicklungshilfe arbeiten. Mit der transsibirischen Eisenbahn durch Russland fahren. Surfen lernen an der Australischen Goldküste. Das Matterhorn besteigen.

Vielleicht haben wir auch ganz andere Ziele und Wünsche: mehr Zeit für Familie, Freunde und die Dinge, die wir gerne tun. Gesundheit, für uns oder für Menschen, die uns nahe sind.

Was ist Ihnen wichtig im Leben? Welche Ziele haben Sie heute? Welche hatten Sie vor 10 (5, 15…) Jahren? Haben Sie sie erreicht? Sind Ihnen heute noch die gleichen Dinge wichtig? Diskutieren Sie in der Deutschstunde, oder schreiben Sie uns auch gerne einen Kommentar.

Worterklärungen:

Mitarbeitergespräch n. – Evaluation
erreichen – Ich bin am Ziel. Ich habe es erreicht.
verbessern – besser machen
regelmässig – jeden Tag, jeden Monat, jedes Jahr…
sinnvoll – es ist gut
Wunsch m. – das, was wir wollen
begegnen – treffen, kennenlernen
Vorstellung f. – Imagination
Entwicklungshilfe f. – Rotes Kreuz, Ärzte ohne Grenzen etc.

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Zwischen Tür und Angel (Redewendungen II)

Die Arbeit im Büro kann manchmal ganz schön monoton sein. Gut, dass man auch mal vom Schreibtisch aufstehen kann, um sich einen Kaffee oder Tee zu holen – und um beim Smalltalk zwischen Tür und Angel auf andere Gedanken zu kommen.

A: „Hast du die neue Kollegin schon kennengelernt? Sie hat ganz schön was auf dem Kasten: zwei Diplome, fünf Jahre Forschung in Südamerika, und jetzt die rechte Hand vom Chef – und das mit nur 32 Jahren!“

B: „Eine echte Bilderbuchkarriere.. Aber „Hallo“ sagen kann sie nicht. Der Erfolg ist ihr wohl zu Kopf gestiegen!“

A: „Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Ich habe gehört, sie hat sehr hart gearbeitet für ihre Karriere. Leider hat sie ihre Sozialkompetenzen nur im Schneckentempo entwickelt.“

B: „Apropos Schneckentempo: Ich habe noch einiges zu erledigen. Meine Arbeit stapelt sich bis an die Decke. Sehen wir uns in der Mittagspause?“

Worterklärungen: 

  • zwischen Tür und Angel – im Vorbeigehen
  • etwas auf dem Kasten haben – klug sein, viele Kompetenzen haben
  • rechte Hand sein – wichtiger Assistent
  • Bilderbuchkarriere f. – eine Karriere par excellence
  • zu Kopf steigen – man denkt, man ist besser als die anderen
  • kein Meister vom Himmel – für den Erfolg muss man hart arbeiten
  • Schneckentempo n. – sehr sehr langsam
  • erledigen – machen
  • stapeln – viele Dinge übereinander legen

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