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Minimalist oder Sammler?

Ich habe viele Sachen. Ich habe viele Kleider, viele Bücher, viele CDs. Ich habe viele Dinge zum Dekorieren. Ich habe all diese Dinge, weil ich sie von Zeit zu Zeit brauche. Ich mag meine Sachen. Aber manchmal denke ich: „Es ist genug! Es ist zuviel!“

Dann versuche ich auszumisten. Doch reduzieren fällt mir schwer. Denn: Was ist wichtig? Was brauche ich nicht? Was könnte ich später noch einmal gebrauchen?

Wenn ich dann ausmiste, passiert oft das: Ich sortiere alte Magazine und sehe einen interessanten Artikel auf dem Titel – den muss ich natürlich erst einmal lesen. Ich sortiere meinen Kleiderschrank und finde ein schönes Kleidungsstück, das ich schon lange nicht mehr getragen habe – das muss ich erst einmal anprobieren. Undsoweiter…

Ich bin schon oft umgezogen. Jedes Mal habe ich vorher ausgemistet. Ich habe schon viele, viele Kartons mit Büchern und CDs, mit Kleidern und allen möglichen Dingen verkauft, gespendet, weggeworfen. Trotzdem habe ich immer noch viel.

Es scheint mir, als hätte ich immer gleich viele Dinge. Auch wenn ich schon oft versucht habe, weniger zu haben: schnell habe ich wieder so viel wie vorher.

Habe ich vielleicht ein Kontingent für Dinge? Und muss ich damit immer bis zum Limit gehen?

Ich kenne einige Leute, die weniger Dinge haben als ich. Ich bewundere sie. Ich hätte auch gern weniger. Denn im Herzen bin ich Minimalistin. Aber in der Realität – eine notorische Sammlerin!

Sind Sie auch ein Sammler? Oder ist Ihr Keller leer? Fällt es Ihnen leicht auszumisten? Oder geht es Ihnen so ähnlich wie mir? Diskutieren Sie in der Deutschstunde – oder schreiben Sie uns auch gerne einen Kommentar!

Worterklärungen:

  • Sammler m. – hier: Jemand, der viele Sachen hat: CDs, Bücher, Fotos, Schuhe….
  • Ding n. = Sache
  • ausmisten (ugs.) – aussortieren, wegwerfen
  • könnte – Konj. II von können
  • umziehen – in eine andere Stadt oder eine andere Wohnung ziehen
  • spenden – schenken, z.B. an das Rote Kreuz, Terre des Hommes…
  • es scheint mir – ich glaube …
  • hätte – Konj. II von haben
  • bewundern – etw./jmd. gut finden
  • Keller m. – Unter einem Haus ist oft ein …
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Frühlingsgefühle

Weg mit dem dicken Pullover, her mit der Sonnenbrille – der Frühling ist da! Mit ihm kommt der Sonnenschein zurück – und wirft sein Licht auf Dinge, die wir im Winter leichter ignorieren konnten:

– Fenster, die wir dringend mal wieder putzen müssen
– Der Inhalt unseres Kleiderschranks, von dem uns ein Drittel nicht mehr passt und ein weiteres Drittel nicht mehr gefällt
– Das Gerümpel, das sich in unserer Wohnung angesammelt hat

Frühjahrsputz

Foto: storebukkebruse, flickr creative commons

Stimmt’s? Dann ist es Zeit für einen Frühjahrsputz!

Damit wir nicht sofort wieder die Motivation verlieren, hier ein paar Tipps:

Nicht verzetteln. Nehmen Sie sich nicht zu viel vor. Pro Tag (oder Wochenende) nur ein Projekt starten, z.B. die Fenster putzen, oder den Schreibtisch aufräumen. Wenn das noch zu viel ist: Fangen Sie mit nur einer Schublade an.

Sich belohnen. Sie haben fleissig ausgemistet? Kaufen Sie sich ein, zwei besonders schöne Kleidungsstücke, machen Sie den (Sprach-, Kunst-, Sport-)kurs, den Sie schon lange machen wollten, oder laden Sie Freunde zum gemeinsamen Kochen ein.

Zu schade zum Wegwerfen? Verkaufen Sie’s auf dem Flohmarkt, zusammen mit einem Freund / einer Freundin macht das richtig Spass (hier die Termine für vide-greniers in Lausanne und Umgebung) – oder spenden Sie die Dinge einem der vielen Brockenhäuser in der Stadt.

Worterklärungen:

  • weg mit… /her mit … – nicht mehr haben wolle/haben wollen
  • dringend – man muss es sofort machen
  • Kleiderschrank m. – darin sind (alle) unsere Kleider
  • Gerümpel n. – Dinge, die kaputt sind oder die man nicht mehr braucht
  • ansammeln – es wird immer mehr und mehr
  • sich verzetteln (ugs.) – man möchte zu viele Dinge auf einmal erledigen und weiss bald nicht mehr, woran man arbeiten soll
  • Schublade f. – eine Kommode hat meistens mehrere Schubladen
  • fleissig sein – viel arbeiten
  • ausmisten – Dinge aussortieren, die man nicht mehr braucht
  • spenden – schenken

 

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