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Die Suche nach dem Glück

 Was macht Sie glücklich?

Hector ist Psychiater und hat die ganze Zeit mit unglücklichen Menschen zu tun. Deshalb beginnt er sich zu fragen: was macht die Menschen glücklich? Er macht eine Weltreise und stellt eine Liste zusammen mit “Glücks-Lektionen”.

Lektion 15: “Glück ist, wenn man sich rundum lebendig fühlt”.

Er stellt aber auch fest, dass die Reaktion auf die Frage  “Sind Sie glücklich?” sehr überraschend sein kann. Seine Freundin zum Beispiel beginnt zu weinen, als er sie stellt, weil sie denkt, dass er sie verlassen möchte.

Hector ist die Hauptfigur aus dem Buch “Hectors Reise” von François Lelord. Eine bekannte deutsche Schriftstellerin, die das Buch gelesen hat, sagt dazu: “Wenn man das Buch gelesen hat- ich schwöre es Ihnen-, ist man glücklich.” Das Buch ist in einer einfachen Sprache geschrieben, es gibt ein Hörbuch davon und einen Film.

Eine Frage, die ich mir manchmal stelle ist: Ist es eine gute Idee, sich Fragen über das Glück zu stellen? Stehen die Fragen nicht dem Glück im Weg? Wäre ich ohne zu fragen glücklicher?

Welche Fragen zum Thema Glück stellen Sie sich? Und haben Sie Antworten gefunden?

Haben Sie schon von umserem Literaur-Café gehört? Dieses Buch wird auch vorgestellt. Nehmen Sie teil und schreiben Sie sich ein! Einschreibeformular

PS: Glück hat zwei Bedeutungen auf Deutsch:

  • la chance
  • le bonheur

Beispiele:

Wenn ich Lotto spiele, habe ich nie Glück -= avoir de la chance.
Welch ein Glück, dich getroffen zu haben! = Quel chance de t’avoir rencontré!

Glück ist, so geliebt zu werden, wie man ist. = Le bonheur c’est d’être aimé comme on est.
Ich bin glücklich. = je suis heureuse

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Alte Kleider verkaufen als “Event” verkleidet – Vide Dressing in Malley

Haben auch zu viele Kleider? Oder gehören Sie zu den Menschen, die “nie” etwas anzuziehen haben?

Am letzten Samstag war ich in Malley – Galicien an einem Vide Dressing. Ich war überrascht: Es gab einen DJ, eine Bar und die Stimmung war wie an einer Party. Das hätte ich nicht erwartet! Das hat nichts mehr zu tun mit einem staubigen Flohmarkt.

Da waren vor allem junge, coole, urbane 20- bis 35-Jährige, die Kleider verkauften oder/und kauften. Es gab vom bedruckten H&M-T-Shirts  bis zur dunkelblauen Armani-Jeans für jeden Geschmack etwas. Auch Schuhe, Schmuck und Hüte wurden an den Mann gebracht, beziehungsweise “an die Frau”.

Denn für Männer gab es nicht so viel Auswahl. 85%  Stände waren bestückt mit Kleidern und Accessoires für Frauen.

Seinen Kleidern ein zweites Leben zu schenken ist ganz selbstverständlich und offensichtlich eine gute Idee. Diesem Anlass einen Party-Charakter zu geben finde ich schlicht grandios.

Natürlich hatten wir Glück mit dem Wetter! Die Sonne brannte vom Himmel und die Bekleidung vieler jungen Frauen und Männer glich, je länger und heisser der Tag wurde, einem Disco-Outfit.

Dank diesem Ausflug nach Malley habe ich “endlich wieder etwas zum Anziehen”! Ich gehöre nämlich zu dieser Sorte Mensch, die vor einem vollen Kleiderschrank stehen und jammern: “ich habe nichts zum Anziehen!”.

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Lunchkino

Am letzten Dienstagmittag war ich im Kino. Ich war vorher noch nie an einem Wochentag (Arbeitstag!) am Mittag im Kino. Ich war überrascht wie praktisch und effizient die Kinopause war! Am Morgen habe ich früh mit der Arbeit begonnen. Kurz vor 12.00 Uhr habe ich meinen Computer ausgeschaltet und bin ins Zentrum gefahren. Der Film begann um 12.15 Uhr und dauerte bis kurz vor 14.00 Uhr. Um 14.20 Uhr sass ich wieder an meinem Schreibtisch. Mit einem klaren und freien Kopf und vielen neuen Ideen.

In Zürich gibt es das Lunchkino  schon seit 1996! Man geht in der Mittagspause hin, isst sein Sandwich und sieht einen Film. Man ist für 2 Stunden in einer total anderen Welt. Wenn man nach dem Film aus dem Kino kommt,  weiss man gar nicht mehr so recht, wo man ist. Sich auf die Arbeit konzentrieren kann am Anfang des Nachmittags ein wenig schwierig werden, je nach Film, den man gesehen hat. Das gebe ich gern zu. “Manchester by de Sea” würde ich zum Beispiel nicht als Lunchkinofilm empfehlen. Ein extrem starker und aufrührender Film.
Anstatt mit seinen Kollegen in ein lautes Restaurant sitzen und dort über die Arbeit sprechen, ist das Lunchkino wie kleine Mini-Ferien von der Arbeit.

Ich habe den Film “La bataille du Gripen” gesehen, bei dem ich sogar ein wenig mitgearbeitet habe. Zusammen mit meiner Kollegin habe ich einen Teil der Transkriptionen gemacht (Schweizerdeutsch -> Deutsch). “Das Gripenspiel” (so heisst der Film auf Deutsch. Der Titel ist ein Wortspiel: Krippenspiel – Gripenspiel)  ist ein sehr empfehlenswerter Film. Man erfährt, was bei einem Referendum hinter den Kulissen passiert, wie politische Kampagnen organisiert werden. Politik kann sehr spannend sein!

Und noch ein Tipp: den Film in der Originalsprache sehen und einen deutschen oder schweizerdeutschen Film wählen! So können Sie nebenbei noch Deutsch üben.

 

 

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Lerntipp: mit Radio hören Sprachen lernen

Während ich diesen Blog schreiben, höre ich Radio SRF3. raduio-app Ich könnte aber auch Radio Havanna hören oder Radio Mykonos! Mit meinem Smartphone geht es ganz einfach. Wie ich hört inzwischen jeder 5. Schweizer Radio über das Internet.
Ich habe die App von Radio SRF auf dem Handy. Fast jede Radiostation hat eine App oder man kann sie im Internet “live” hören.

Radio hören ist eine sehr entspannende Art eine Fremdsprache verstehen zu lernen: man hört gesprochene Sprache und wird immer wieder von Musik unterbrochen. Oder man wählt ein Programm : die Nachrichten, Musik, Hörspiele, Ratgebersendungen, Wirtschaftsnews, lustige Morgenshows, die Kinovorschau, …

Sie wollen Schweizerdeutsch verstehen lernen? Dann hören Sie doch den Wetterbericht auf Radio Bern1 in Berndeutsch oder Finanztipps in  Baseldeutsch auf Radio Basilik. Wenn Sie wenig Zeit haben können Sie eine 3-minütige Gameshow auf Radio Pilatus hören und wenn Sie viel Zeit haben ein Interview mit einer interessanten Person auf Radio Zürisee.

Meine Tipps:

  • Hören Sie Radio wie früher “live” – Sie hören, was gerade läuft.  Zum Beispiel im Auto mit dem Autoradio (SRF1) oder übers mobile Internet (Sender und Sendung  Ihrer Wahl). Man endeckt und erfährt viel Neues, Unbekanntes und Überraschendes!

  • Wählen Sie die Sendungen, die Sie interessieren und abonnieren Sie einen Podcast. Hören Sie diesen Podcast beim Joggen oder Kochen regelmässig. Gewöhnen Sie sich an die Stimme und AkzentDialekt des Moderators. Sie werden sehen: am Anfang verstehen 5 bis 20% und nach 3-4 Sendungen werden es 50 -70% oder mehr sein!

  • Wichtig ist Regelmässigkeit und dass Sie einer Sendung oder einem Sender ein paar Monate lang treu bleiben. Warum?  Weil Sie vergleichen können: wie viel habe ich am Anfang verstanden? Wie viel ist es jetzt nach 2 Monaten? Sie können Ihre Fortschritte sehen, das motiviert und macht glücklich. Sprache lernen hat viel mit Motivation zu tun (lesen Sie auch diesen Artikel (La motivation – clé de votre réussite) und dieses Interview zum Thema Motivation).

Noch mehr Empfehlungen und Beschreibungen von Radiosendern hier in diesem Artikel der Coopzeitung.

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Skiferien

Der Schnee da! Die Berge sind weiss, der Himmel blau und die Skisaison ist eröffnet.
Bald stehen die Winterferien vor der Tür, viele Schweizer verbringen diese Zeit mit Snowboard- oder Skifahren. Eine ganze Woche mit diesem Sport zu verbringen ist teuer. Wer kein Chalet in den Bergen besitzt, nahe zu den Skiorten wohnt oder gute Kontakte hat, weicht oft auf etwas billigere Regionen in der Eurozone aus.

Eine gute Wahl ist das bergige Österreich, auch genannt “Sissi’s Kaisertum“.

Auch ich verbrachte schon wunderschöne Skiferien im Tirol und ich kann es jedem nur empfehlen. Es gibt da jedoch zwei, drei Sachen, die zu wissen sind. In Österreich spricht man  Deutsch. So habe ich, ohne nachzudenken, ein Schokoladeneis mit Schlagrahm bestellt. Der Kellner war sehr höflich, verstand aber meinen Wunsch nicht. Ich beschrieb Schlagrahm als Rahm, den man schlägt. Wieder stand im Gesicht des Österreichers ein grosses Fragezeichen. Ich überlegte und bestellte Sahne, die luftig ist. Erleichtert meinte der Kellner: „Aha, die Dame möchte Schlagobers!“.

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Das alles ist Deutsch (man beachte die Artikel!):

Deutschland: die Schlagsahne
Österreich: das Schlagobers
Schweiz: der Schlagrahm

Ausser den allgemein bekannten Wiener Schnitzel und Wienerwürstchen, die in Wien übrigens “Frankfurter” heissen, gibt es andere typisch österreichische Nahrungsmittel und Gerichte, die andere Namen haben als in Deutschland oder in der Schweiz. „Apfelstrudel mit Schlag“ ist ein wunderbarer Nachtisch, den Sie unbedingt probieren sollten oder auch „Topfenpalatschinken“. Und ja, das ist trotz dem „Schinken“ eine süsse Speise. Es handelt sich hierbei nämlich ganz einfach um Crèpes gefüllt mit „Topfen“, was „Quark“ bedeutet.

Noch mehr Dialektwörter und Austriazismen gibt es auf diesem Online-Dialektlexikon:

http://my.austria.at/index.php?option=com_griassdi&view=griassdi&Itemid=276&lang=de

Und jetzt wünsche ich Ihnen noch ganz schöne Ski-Ferien!

Nadine Schefer

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Warum wir das Verb ans Ende setzen…

Guezli

Die Zeit vor Weihnachten ist wunderbar! Aber leider viel zu kurz.

Deshalb biete ich heute keinen Blog-Text, sondern einen Link zu einem Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Er ist auf Französisch (was von vielen sicher geschätzt wird!).

https://www.letemps.ch/culture/2012/09/24/voila-lallemand-met-verbe-fin

Ich wünsche Ihnen einen schöne Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr! Wir sehen uns im Januar wieder!

PS: Wo sind den alle Weihnachts-Guezli hin? Die Antwort wird mir wohl meine Waage geben…

 

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Fehlerkultur – aus Fehlern lernen

Glücklicherweise hört man heutzutage in fast jedem Kurs den Satz: “Sie dürfen Fehler machen!” oder “Machen Sie Fehler, Fehler sind erlaubt!” Trotzdem macht keiner gerne Fehler.

Espace Allemand Fehler machen

aus Fehlen lernen

Wozu sind Fehler gut?
Fehler machen klug. Das ist nicht nur ein Spruch, es ist auch eine wissenschaftlich untersuchte und erwiesene Tatsache. Was man aber zuerst lernt, wenn man einen Fehler macht ist: so ist es falsch.
In der Fachsprache nennt man das “negatives Wissen”*. Negatives Wissen ist Wissen darüber, wie etwas nicht ist oder nicht funktioniert, welche Strategie nicht zum Ziel führt oder welche Theorie falsch ist. Dieses “nicht-Wissen” hilft uns den gleichen Fehler nicht zweimal zu machen. Und es kann uns motivieren so lange zu üben, bis wir etwas ohne Fehler schaffen. Es hat also verschiedene Funktionen:

  1. Schutz
  2. Fortschritt

Denken wir an die Höhlenmenschen.  Da sitzt ein Säbelzahntiger hinter dem Busch. Oskar erkennt sofort das Knurren dieses gefährlichen Tiers. Er hat es schon einmal gehört, als er ein kleiner Junge war. Kurz darauf war sein Onkel verschwunden. Seine Familie sagt ihm, sein Onkel sei von einem Säbelzahltiger gefressen worden.
1. Schutz: Das Erinnern an einen Fehler löst im Hirn einen Alarm aus: Mein Onkel wurde von einem Säbelzahntiger gefressen und eine Minute vorher, haben wir das gleiche knurrende Geräusch gehört.
2. Fortschritt: Das Lernen aus Fehlern motiviert uns so lange zu üben, bis es gelingt: Als Kind spielte Oskar mit seinen Freunden jeden Tag “Verstecken” (cache-chache).

Fehlerkultur

Um von diesen zwei Funktionen zu profitieren, braucht es eine besondere Haltung: die Fehlerkultur.
Der Fehler ist passiert – was machen wir jetzt und was machen wir das nächste Mal, wenn wir in eine ähnliche Situation kommen?
Wichtig ist die Gelegenheit zu bekommen, es besser zu machen.
Fehlertoleranz heisst also nicht das Falsche akzeptieren! Sondern die Fehler als Hilfsmittel zum Erfolg verstehen.

Konkret heisst das für  den Lernenden:
– keine negativen Emotionen
– den Fehler schätzen und nicht verschweigen
– versuchen es besser zu machen und üben, üben, üben

Konkret heisst das für die Lehrer:
– keine negativen Emotionen
Ermutigungen und Unterstützung
– Gelegenheit bieten zur Selbstkorrektur und zum Üben

Lesen Sie hier einige lustige Fehler, die im Deutschkurs passiert sind: Le bêtisier de Espace Allemand

* Quelle und mehr Informationen hier: Grundlagenartikel von Prof. Firtz Oser, Aus Fehlern lernen

 

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