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Preissteigerung von 1400 % innert 10 Jahren

Was früher 40.- sfr gekostet hat, kostet heute 560.- sfr. Diese Preissteigerung entspricht 1400 %. Ich spreche vom Telefonbucheintrag. Heute ist das ein elektronisches Telefonbuch.
Jetzt möchte ich auch wisse, ob der Nutzen auch so stark gestiegen ist und welche neuen Funktionen oder Leistungen dazugekommen sind.

Analyse

Vor 10 Jahren haben meine Kollegin (Sylvia Halter – heute leitet sie www.linguazoom.ch) und ich Espace Allemand gegründet. Ein Eintrag ins Telefonbuch und in die Gelben Seiten, die damals noch gedruckt wurden aber auch schon on-line waren, kostete ungefähr 58.- sfr im ersten Jahr (46.- sfr + 23.- sfr -siehe Offerte unten). Dieser Preis galt für einen Eintrag ins Internet und ins gedruckte Buch. Der Eintrag umfasste: Name, Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse.

Angebot von Directories aus dem Jahr 2008

Angebot von Directories aus dem Jahr 2008urden, war gratis.

Wenn man einen Eintrag, der schon existiere, einer Rubrik hinzufügen wollte, bezahlte man circa 40.- sfr pro Jahr pro Rubrik für die Publikation. Das heisst, wenn ich wollte, dass meine Schule unter “Cours de langues” und “école de langues” gefunden werden kann, bezahlte ich zweimal  36.55 sfr  pro Jahr – einmal für “cours de langues” und einmal für “école de langues”.

Heute ist alles ganz anders.
Das Telefonbuch wird nicht mehr gedruckt, sondern existiert nur noch im Internet.
Man hat mehr Platz für den Eintrag, kann Bilder hinzufügen, Links, Sterne für die Bewertung. Ganz klar mehr Leistung, die dem Kunden angeboten wird. Ein Eintrag kostet 560.- sfr / Jahr. Ein kompletter Eintrag (mit Bilder, mit Farbe hinterlegt und mit einem bessern Platz auf der Liste)  kostet 1590.- sfr pro Jahr.

Aber ist das Resultat auch das gewünschte? Bekommt man, das wofür man so teuer bezahlt? Für kleine Firmen und Selbstständigerwerbende ist das keine kleine Summe!

Test

Ich habe die Probe gemacht. Ich suchte: “cours d’allemand” in “Sion”. Hier die Resultate:

1.und 2. Platz: zwei Sprachschulen in Sion
3. Platz: eine Fahrschule
4. Platz: ein Ingenieurbüro
5. Platz: eine Fahrschule
6. Platz: ein Weinhändler (ok, mit ein bisschen Alkohol spricht man vielleicht einfacher eine Fremdsprache)
7. Platz: eine Fahrschule
8. Platz: Air-Galcier
9.  und 10. Platz -zu unterst auf der Seite-: noch zwei Sprachschulen.

Wäre es für den Suchenden nicht hilfreich, er hätte alle Sprachschulen zu oberst auf der Liste?
Denkt local.ch/telsearch vielleicht, dass der Suchende seine Meinung ändert und anstatt einer Sprache plötzlich lieber Autofahren lernt oder einen Ausflug mit einem Helikopter macht?

Fazit

Für mich ist einerseits diese Preispolitik nicht nachvollziehbar: ich verstehe nicht, was so teuer daran sein kann, meine Adresse auf dem Internet zu publizieren. Andererseits bin ich unzufrieden mit den Suchresultaten: derjenige, der viel bezahlen kann erscheint oben auf der Liste – egal was gesucht wird.

PS: local.ch und search.ch haben 2015 fusioniert (deshalb der neue Namen “telserach”) und raten Sie mal, wie viel ein Eintrag auf http://www.search.ch kostet? Ja genau: 560.- sfr pro Jahr!

 

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Licht und Dunkelheit

Eigentlich ist der Dezember ja eine dunkle Jahreszeit. Die Nacht kommt früh und bleibt lang. Man könnte diese Zeit im Jahr dazu nutzen, um mehr zu Hause zu bleiben, sich auszuruhen und um Sachen zu erledigen, für die man sonst nie Zeit findet.

Nun ist es aber so, dass ich ständig daran erinnern werde, dass ich raus gehen soll. Es gibt Musik und Lichter überall, wo man hinschaut und hinhört. Da ist das Festival der Lichter, Konzerte, Bastelaktivitäten für Kinder, Weihnachtsmänner, Weihnachtsmärkte, ausserdem die verschiedenen Weihnachtsessen mit der Firma, mit dem Verein, mit der Kinderkrippe, mit Freunden, und, und, und.

Die Tage vergehen dann viel zu schnell und man erinnert sich nicht mehr, was man eigentlich gemacht hat.  Man fragt sich: wo ist die Zeit hin? Schon wieder Freitag?

Aber Achtung! Die Tage vergehen zwar, aber sie gleiten doch auch leise in uns hinein

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Was ich gerne tu, wenn ich abends Zeit habe:

aufräumen (so merke ich, wie viele schöne Sachen ich habe), etwas Neues lernen (im Moment mache ich einen Griechischkurs und mache abends gern meine Hausaufgaben), backen (Weihnachtsguezli), mit den Kindern spielen (Elfer Raus, Tschau Sepp, Schach, Geschichten erzählen, Memory).

Was machen Sie gern, wenn Sie im Winter abends Zeit haben?

Wie finden Sie Rilkes Gedicht?

 

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Nachthimmel über der Esplanade de Prieuré in Pully

Nachthimmel und Sternenfall

Der Himmel, groß, voll herrlicher Verhaltung,
ein Vorrat Raum, ein Übermaß von Welt.
Und wir, zu ferne für die Angestaltung,
zu nahe für die Abkehr hingestellt.

Wenn ich auf der Esplanade de Pireuré stehe, dann verstehe ich plötzlich diese ersten Zeilen von diesem Gedicht.

Rainer Maria Rilke der Autor (* 4. Dezember 1875 in Prag, Österreich-Ungarn; † 29. Dezember 1926 im Sanatorium Valmont bei Montreux) hat viele traurige Gedichte geschrieben. Für diesen Blog wollte ich eines, das nicht so düster war. Ich musste recht lange suchen.

Er hatte auch kein einfaches Leben! Seine Mutter war sehr traurig, weil ihre Tochter eine Woche nach der Geburt gestorben ist. Rainer Maria hiess damals noch René (der Wiedergeborene) und war der einzige Sohn. Seine Mutter behandelte ihn, als wäre er ein Mädchen. Bis zu seinem 6. Geburtstag trug er Mädchenkleider und hatte lange Haare.

Sein Vater wollte dann, dass er eine militärische Karriere machte. Er musste ein Militärschule besuchen. Der Junge aber war künstlerisch begabt und der militärische Drill und das rein männliche Umfeld traumatisierten ihn. 1891 musste er wegen Krankheit die militärische Ausbildung abbrechen. Danach fing er eine Handelsschule an. Diese musste er auch abbrechen, weil er eine Liebesbeziehung hatte mit einem Kindermädchen, das einige Jahre älter war als er.

Dank Privatkursen konnte er die Matura noch machen. Und begann dann sein Studium in Prag.

Mehr über sein Leben erfahren Sie auf Wikipedia.

In Ropraz, Romont, Rossinière, Montrichier, Pully, Veyras und Lausanne kann man diesen Sommer Texte von Rainer Maria Rilke hören und sehen. Die Vorstellung heisst “Une Chevauchée”, also “der Ritt”. Sie ist auf Französisch mit Kommentaren aus dem “off” auf Deutsch.

In Pully wird es auf der Esplanade de Prieuré aufgeführt. Und jetzt noch der zweiten Teil des Gedichtes:

Da fällt ein Stern! Und unser Wunsch an ihn,
bestürzten Aufblicks, dringend angeschlossen:
Was ist begonnen, und was ist verflossen?
Was ist verschuldet? Und was ist verziehn?

Infos über die Vorstellungen “Une Cheuvauchée” vom Théâtre itinérant TRANSVALDÉSIA:

PS: Mein Lieblingsgedicht ist der Panther.  Dieses Gedicht demonstriert Rilkes Talent zu beobachten sehr gut.

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“Ich hätte gern ein Glace.”

…. sagt ein Schweizer am Strand. Und ein Deutscher, möchte er auch “ein Glace”? Wir lösen das Rätsel weiter unten.

Eis by Fotalia

Kennen Sie schon das Variantenwörterbuch des Deutschen?
Die Österreicher sprechen ein anderes Hochdeutsch als die Deutschen. Wer schon einmal das Land besucht hat, hat es sicher gehört! In der Schweiz sprechen und schreiben wir Schweizer-Hochdeutsch. Sogar in der NZZ findet man viele Helvetismen. Helvetismen sind Wörter, die zwar Hochdeutsch sind, aber nur in der Schweiz verwendet werden. Sie stehen im Duden – ein Zeichen, dass sie offiziell zur Deutschen Sprache gehören.

Es gibt ein Wörterbuch, das die Varianten von regional unterschiedlichen Wörter im Deutschen Sprachraum auflistet. Jedes Wort kommt in diesem Buch mehrmals vor.

Viele Wörter sind 3x in diesem Buch. Einmal in der Deutschen Version, einmal der Helvetismus und auch in der Version, wie es die Österreicher sagen (Austriazismus). Hier ein Beispiel.
Der schmale Weg neben der Strasse, worauf die Fussgänger gehen, nennte man:

  • Bürgersteig (Deutsch)
  • Gehsteig (Österreich und Süddeutschland)
  • Trottoir (Schweiz)

Weil jede Bedeutung 3x drin steht ist das Variantenwörterbuch des Deutschen auch ziemlich dick.

Das Variantenwörterbuch ist für mich ein Zeichen der Toleranz. Regionale Varietäten sind nicht nur erlaubt, oft sind sie auch erwünscht und wichtig. Und sie sind es Wert, dass man sie sammelt und in ein Wörterbuch schreibt.

Also, was sagt der Deutsche am Strand, wenn er Lust auf etwas Eiskaltes hat?
“Ich bekomme ein Eis!” Merken Sie es? Nicht nur das Wort für die kalte Erfrischung ist anderes.

 

 

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Neues lernen im Alter? – Warum nicht!

Man hört es oft: Kinder lernen so schnell und einfach! Das stimmt und das hat viele Gründe, nicht nur physische. Kinder haben viel Zeit zum Lernen. Sie sind durch die Eltern perfekt betreut und haben einen personalisierten Privatunterricht, der den ganzen Tag dauert. Und sie sind hochmotiviert.

Aber auch Rentner haben Zeit, oder sie können sich die Zeit nehmen. Der Vorteil vom Lernen im Alter ist, dass viel Vorwissen und Weltwissen da ist, an dem der Lernende anknüpfen kann. Elisabeth Stern, Psychologieprofessorin an der ETH Zürich sagt: “Es gibt keine wissenschaftliche Hinweise, dass die Hirnleistung im Alter zwangsläuftig abnehmen würde – ausser jemand ist von einer Krankheit betroffen.”

Warum haben denn ältere Menschen  das Gefühl langsamer zu lernen?
Das hat oft mit der nachlassenden Seh- und Hörkraft zu tun, aber auch ganz viel mit der Zeit.
Marion Grein schreibt in ihrem Buch, dass es tatsächlich einen Altersfaktor gibt. Tendeziell wird man langsamer im Kombinieren und im Verbinden des Gelernten. Das heisst aber nur, dass das Aufnehmen von Informationen mehr Zeit braucht – nicht, dass unmöglich wird! Ältere Menschen sind im Vorteil, wenn es darum geht logisch zu denken, Zusammenhänge zu sehen und Lösungen zu finden (Neurodidaktik, M. Grein, Hueber Verlag, S. 61).

Mit 50 hat man noch so viel Leben vor sich! Es wäre doch schade, wenn das ganze Potenzial, das bis zum 50. Altersjahr aufgebaut wurde, nicht vergrössert würde! Ausserdem ist Lernen eine interessante und befriedigende Tätigkeit, wenn man sich genug Zeit dafür lässt. Mein Tipp: lassen Sie sich nicht durch das Tempo von Jüngeren unter Druck setzten!

Und noch das: Bleiben Sie fit – auch im Kopf! Sie können Ihr Gehirn trainieren. Zum Beispiel hier auf Deutsch und auch auf Französisch.

Wortschatz:

betreuen = prendre en charge/s’occuper dedas Vorwissen = la préconnaissance
das Weltwissen = savoir général/culture générale
anknüpfen an = renouer qc avec qc
wissenschaftliche Hinweise = indications scientifiques
die Hirnleistung = la performace du cerveau
nachlassen = diminuer
aufnehmen = absorber, enregistrer
das Gehirn = le cerveau
sich unter Druck setzen lassen = se laisser mettre sous pression

 

 

 

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“Zehn Leinwände unter den Sternen” (Redewendungen II)

…”zehn Leinwände unter den Sternen”? Was bedeutet denn das? Haben Sie das schon auf Französisch übersetzt? Sie werden es sofort verstehen, wenn Sie das Programm von Lausanne Estivale kennen… Auf Deutsch klingt diese Übersetzung schrecklich. Es ist oft der Fall, dass man Redewendungen nicht übersetzten kann. Manchmal klingen sie lustig, manchmal komplett absurd. Aber manchmal passen wörtliche Übersetzungen von Redewendungen aber wie die Faust auf’s Auge (venir comme le poing sur l’oeil  = venir comme un cheveu sur la soupe).

Die Open-Air-Projektionen im Park von Mon-Repos sind meine persönlichen Lieblingsprogrammpunkte von Lausanne Estivale. Die Filme beginnen im August um 21.30 Uhr. Es ist nicht nötig sich besonders zu stylen, denn in der Nacht sind alle Katzen grau (la nuit tous le chats sont gris).

Und wenn es regnet, dann ist das doch nicht die Welt (ce n’est pas la mer à boire)! Der Film wird dann einfach im Kino “Zinéma” gezeigt.
Aber Achtung: Vorsicht ist die Mutter der Porzelankiste (prudence est la mère de la sûreté), besser zu früh kommen als zu spät um einen guten Platz zu bekommen. Und noch ein Tipp: nehmen Sie eine kleine Iso-Matte mit. Denn vorsorgen ist besser als heilen (mieux vaut prévenir que guérir). Eine Antibiotikakur wegen einer Blasenentzündung (cystite) ist nicht so toll.

Obwohl bekanntlich Geld nicht stinkt (l’argent n’a pas d’odeur), freue ich mich, dass die Vorführungen gratis sind. So bleibt noch etwas übrig um ein Eis zu kaufen oder ein Getränk.

Der Film vom 29.8. heisst “Feuer und Flamme” und ist auf Schweizerdeutsch. Das ist eine gute Gelegenheit für alle Schweizerdeutsch-Lerner und -Liebhaber unsere Dialekte zu hören, sich dabei gut zu unterhalten und noch etwas über die Giesserei-Kunst aus St. Gallen zu erfahren. Man muss das Eisen schmieden, solange es heiss ist (il faut battre le fer tant qu’il est chaud): Nehmen Sie also jetzt gleich Ihre Agenda und schreiben Sie den Termin hinein!

Waren Sie noch nie an einer Vorführung von “dix toiles sous les étoiles” im Park Mon-Repos? Sind Sie noch nicht sicher, ob es Ihnen gefallen wird? Dann würde ich zum Schluss noch sagen: probieren geht über studieren (expérience passe sience)!

Waren Sie dieses Jahr schon im Open-Air-Kino? Was haben Sie gesehen? Wie hat Ihnen der Film und die Erfahrung, draussen zu sein, gefallen?

 

 

 

 

 

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2013 in review

The WordPress.com stats helper monkeys prepared a 2013 annual report for this blog.

Here’s an excerpt:

A San Francisco cable car holds 60 people. This blog was viewed about 3,000 times in 2013. If it were a cable car, it would take about 50 trips to carry that many people.

Click here to see the complete report.

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