Archive for category Umwelt

Wenn Essen im Müll landet…(II)

Ein grosser Teil der Lebensmittel, die im Müll landen, kommen aus dem Detailhandel. Supermärkte werfen komplette Packungen weg, auch wenn nur ein Teil davon kaputt oder verdorben ist: Obst, Gemüse, Getränke, Waschmittel.

Viele Menschen, besonders jüngere Leute, finden das absurd. Aus Protest gegen diese Verschwendung ist eine Bewegung entstanden, die aus den USA nach Europa kam: “Mülltaucher” gehen in den Müllcontainern der Supermärkte “gratis einkaufen”.

Dieses “Containern” ist nur dann legal, wenn die Container auf der Strasse stehen. Stehen sie auf dem Areal des Supermarktes, ist es nicht erlaubt, dort Müll herauszuholen. Manche Supermärkte schliessen auch ihre Container ab, damit  dort niemand “einkauft”.

Die “Mülltaucher” sagen, dass sie sich natürlich Lebensmittel im Supermarkt kaufen könnten. Sie suchen nur aus Protest gegen das System in den Containern nach Essen. Trotzdem bleibt es eine Methode für Grossstadt-Guerrilleros – denn nicht jeder findet es toll, nachts im Müll zu wühlen.

Alternativ zum Wegwerfen versuchen Supermärkte wie Migros oder Coop, die Produkte, die sie nicht mehr verkaufen können, an soziale Projekte zu spenden, wie z.B. die “Schweizer Tafel”. Dort können Menschen mit wenig Geld sehr günstig einkaufen – ganz legal.

  • verdorben – hier: Lebensmittel, die man nicht mehr essen kann
  • Getränk n. – etwas zum Trinken
  • Verschwendung f. – Ich habe mehr eingekauft, als ich essen kann. Wenn das Essen dann verdorben ist, werfe ich es weg. Was für eine Verschwendung!
  • Bewegung f. – hier: soziale Bewegung, Initiative
  • Taucher m. – Im Genfersee kann man bis 310 m tief tauchen.
  • erlaubt – man darf etwas tun
  • spenden – schenken
  • günstig – nicht teuer
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Wenn Essen im Müll landet…(I)

Wir leben im Überfluss: Jedes Jahr landen weltweit etwa 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel im Müll, ein Drittel der globalen Lebensmittelproduktion. Allein die Schweizer werfen pro Jahr 1 Million Tonnen Lebensmittel weg. Erschreckende Zahlen.

Aber man kennt das ja: viel eingekauft, und dann doch keine Zeit gehabt zum Kochen. Stress im Job, schnell ins Restaurant, die spontane Einladung zum Essen bei Freunden.

Und wenn man dann endlich doch Zeit und Lust hat, zu Hause zu kochen, stellt man fest, dass das Gemüse, die Crème Fraîche und der Salat nicht mehr gut sind – und wirft sie weg.

Die meisten Menschen tun das nicht gerne. Eine deutsche Studie hat gezeigt, dass zwei Drittel der befragten Personen ein schlechtes Gewissen haben, wenn sie Essen wegwerfen. Aber was soll man machen, wenn die Lebensmittel verdorben sind?

Prävention ist die Devise: weniger einkaufen, oder selbst spontan Freunde zum Essen einladen, wenn man zuviel eingekauft hat. Statt den Pizzaservice anzurufen, lieber selbst zusammen eine Pizza backen – z.B. eine kreative Quattro Stagioni mit allen Zutaten, die man gerade im Haus hat.

Der WWF Schweiz hat eine schöne Animation zum Thema auf seiner Webseite. Einfach auf die Grafik klicken!

Grafik WWF

Worterklärungen

  • Überfluss m. – zu viel haben
  • Lebensmittel n. – Essen: Brot, Käse, Obst, Gemüse, Fisch…
  • im Müll landen – Ich werfe etwas weg. Es landet im Müll.
  • erschreckend – ein kleiner Schock
  • feststellen – Sehen und verstehen.
  • schlechtes Gewissen – Ich habe etwas Dummes getan. Danach habe ich ein schlechtes Gewissen.
  • verdorben – hier: Lebensmittel, die man nicht mehr essen kann
  • Zutat f. – Zutaten für eine Pizza: Mehl, Wasser, Öl, Hefe, Tomaten, Käse, Oregano…

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Weiterbildung (I) – Umweltberater, ein Beruf mit Zukunft

Früher lief es so: Man ging zur Schule, lernte einen Beruf, fand eine Stelle, machte Karriere und arbeitete in dieser Firma bis zur Rente. Sicher, das gibt es heute auch noch – aber selten!

Heute läuft es so: Man geht zur Schule, lernt einen Beruf, findet eine Stelle, arbeitet eine Zeit lang in diesem Beruf, vielleicht auch einige Zeit im Ausland. Danach macht man eine Weiterbildung in diesem Beruf, um besser qualifiziert zu sein. Man arbeitet wieder eine Zeit lang in diesem Beruf, in einer besseren Position, und dann… ist es wieder Zeit für eine Weiterbildung – und vielleicht für einen ganz neuen Beruf!

Zum Beispiel Umweltberater. Dieser Beruf ist nicht so richtig neu, denn der WWF Schweiz bietet schon seit zwanzig Jahren die berufsbegleitende Weiterbildung Umweltberatung und -kommunikation an. Trotzdem ist dieser Beruf erst jetzt so richtig im Kommen, denn Umweltschutz liegt ja bekanntlich voll im Trend.

Der Lehrgang dauert etwas mehr als ein Jahr. Die Module heissen z.B. nachhaltiges Ressourcenmanagement, Umweltkommunikation und -sensibilisierung, Öko-Marketing und Öffentlichkeitsarbeit.

Und was genau kann man damit machen? In der Broschüre des WWF finden sich einige Beispiele von Umweltberatern und ihren vielfältigen Biografien: eine Journalistin, ein Lehrer, eine Kauffrau, ein Typograph…

Sie alle arbeiten heute im Umweltschutz: in einer NGO, bei der Stadt, an einer Uni oder in der eigenen Firma.

Umweltberater – ein Job mit vielen Facetten. Vielleicht auch ein Job für Sie?

Inspiration für die nächste Deutschstunde:

1. Machen Sie zur Zeit eine Weiterbildung, haben Sie schon mal eine gemacht oder planen Sie eine für die Zukunft? Erzählen Sie.

2. Wie wichtig ist Umweltschutz für Sie? Diskutieren Sie.

Wir freuen uns auch sehr über Kommentare!

Worterklärungen

  • Weiterbildung f. – In Weiterbildungskursen lernt man immer wieder neue Kompetenzen.
  • selten – wenig, fast nie
  • einige – ein paar, mehrere
  • anbieten – offerieren
  • berufsbegleitend – neben dem Beruf
  • Umwelt f. – alles um uns herum: die Stadt, aber auch die Natur
  • Umweltberatung f. – ein Spezialist für Umwelt, Natur, Ökologie gibt Tipps, wie eine Firma ökologischer arbeitet
  • etwas ist im Kommen – es wird bald sehr populär sein
  • bekanntlich – jeder weiss es
  • voll im Trend liegen – es ist schon sehr populär
  • Lehrgang m. – Kurs
  • nachhaltig – Eine Sache, die wir tun, ist nicht nur gut für heute, sondern auch gut für morgen (und in der Zukunft).
  • Öffentlichkeitsarbeit f. – PR, externe Kommunikation und Marketing einer Firma
  • vielfältig – viele Facetten

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Unsere kleine Farm – auf dem Balkon!

violette Kohlrabi, Schnittlauch und anderesGemüse und Salat aus dem eigenen Garten… Für viele Menschen, die in der Stadt in einer Wohnung leben, ist das nur ein Traum. Denn wo soll man in der Stadt Gemüse anbauen? Man kann natürlich einen Schrebergarten mieten, aber das ist nicht immer praktikabel: Oft ist er weit von der Wohnung entfernt, und er ist arbeitsintensiv. Wenn man den ganzen Tag in einem Büro gearbeitet hat, möchte man abends nicht mehr viel Zeit und Arbeit in einen Garten investieren.

Doch viele Städter möchten trotzdem nicht auf frisches Gemüse aus eigenem Anbau verzichten. Seit einigen Jahren  gibt es deshalb einen neuen Trend: Urban Farming oder Urban Gardening. Dieser Trend kommt aus den USA, aber er hat sich heute in vielen Städten in Europa und natürlich auch in der Schweiz etabliert.

Die “kleinen Farmen” in der Stadt sind ganz unterschiedlich. Man findet sie auf Dächern, auf freien Flächen zwischen Häuserblocks, oder auf Balkonen. Ja, auch auf dem Balkon oder auf der Fensterbank kann man Gemüse anbauen: Salat, Tomaten und sogar Kartoffeln. Wenn man wenig Platz hat, sind Kräuter wie Basilikum, Thymian oder Rosmarin ein guter Kompromiss. Es müssen ja nicht immer Blumen sein!

In der Schweiz finden auch Universitäten die Stadtfarmen interessant. Dabei geht es nicht nur um Gemüse, sondern auch um Nutztiere. In Lausanne z.B. gibt es ein Projekt, um Bienen in der Stadt zu züchten. Das Unternehmen Urban Farmers hat in Kooperation mit der ZHAW Zürich spezielle Treibhäuser entwickelt, um auf Dächern Gemüse anzubauen und Fische zu züchten. Vielleicht kann man schon bald in der Migros Fische “aus der Region” kaufen, die auf einem Dach im Flon-Quartier geschwommen sind…

Inspirationen für die nächste Deutschstunde:

I. Schauen Sie das Video vom Urban Farming Projekt Landhof in Basel. Wie lange gibt es das Gartenprojekt schon? Wie viele Leute machen bei dem Projekt mit? Was sagen die Nachbarn zu dem Projekt? 

II. Wie finden Sie die Idee des Urban Farming? Haben Sie schon mal selbst Gemüse angebaut? Oder kaufen Sie das Gemüse lieber im Supermarkt? Diskutieren Sie.

Worterklärungen

  • Gemüse n. – Kartoffeln, Karotten, Brokkoli, Tomaten, Kürbis…
  • anbauen – In einem Garten kann man Gemüse anbauen.
  • Schrebergarten m. – kleiner Garten, Familiengarten
  • weit entfernt = nicht nah
  • Städter m. – Jemand, der in der Stadt lebt.
  • verzichten – etwas nicht haben
  • unterschiedlich = verschieden
  • Fläche f. – ein Stück Land
  • Häuserblock m. – Viele Häuser nebeneinander in der Stadt sind ein Häuserblock.
  • Fensterbank f. – Vor dem Fenster auf der … kann man Blumen hinstellen. Oder Salat anbauen!
  • Nutztier n. – Tiere, die nützlich für den Menschen sind. Kühe, Schafe, Hühner, Fische, Bienen…
  • Biene f. – Ohne Bienen hätten wir keinen Honig.
  • züchten – Tiere haben und vermehren
  • Treibhaus n. – Treibhäuser sind ganz aus Glas und haben ein warmes Klima. In Treibhäusern wächst Gemüse besonders gut.
  • schwimmen, schwamm, geschwommen – Im Genfersee schwimmen im Sommer nicht nur Fische, sondern auch Menschen!

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2012 – In Europa geht das Licht aus

… das Licht der “normalen” Glühbirnen. Die EU-Kommission verbietet ab September 2012 den Verkauf von normalen Glühlampen. Danach kann man  auch in der Schweiz nur noch Energiesparlampen kaufen. Energiesparlampen… sparen Energie. Sie verbrauchen weniger Strom als normale Glühbirnen und gehen nicht so schnell kaputt. Deshalb sind sie gut für das Klima und gut für die Umwelt, sagt die EU.

Aber Energiesparlampen haben nicht nur Vorteile, sie haben auch Nachteile:

– Energiesparlampen enthalten giftiges Quecksilber. Wenn eine Lampe herunterfällt und zerbricht, soll man aus dem Zimmer gehen und das Fenster öffnen. Kaputte Lampen darf man auch nicht in den normalen Müll werfen.

– Die Produktion einer Energiesparlampe verbraucht zehnmal mehr Energie als die Produktion einer normalen Glühlampe.

Es ist also nicht klar, ob Energiesparlampen besser sind als normale Glühlampen. Viele Menschen sind deshalb verärgert über das Verbot. Sie sagen, es geht bei dem Verbot gar nicht um das Klima oder um die Umwelt, sondern nur um den Profit für die Hersteller der Energiesparlampen.

Was ist Ihre Meinung? Wie finden Sie das Verbot für Glühlampen? Ist es gut, dass die EU so viel reguliert? Oder reguliert sie zuviel? Wir freuen uns auf Kommentare!

Worterklärungen:

  • Birne f. – Die Stars unter den Birnen sind “Birne Helene” und “Williams Christ”
  • Glühbirne f. – Thomas Edison erfand 1878 die Glühbirne. Die Glühbirne gibt elektrisches Licht.
  • Glühlampe f. = Glühbirne
  • verbieten, verboten – “Ich verbiete es! Du darfst es nicht tun!”
  • verbrauchen – = consommer
  • Strom m. = Elektrizität f.
  • kaputt sein, kaputt gehen – Es funktioniert nicht mehr.
  • Umwelt f. – Natur, Tiere, andere Menschen.
  • Vorteil m. ≠ Nachteil m.
  • enthalten – Cola enthält sehr viel Zucker. Deshalb ist sie ungesund.
  • giftig – Es macht krank.
  • Quecksilber n. – flüssiges Metall
  • zerbrechen – Wenn ein Glas herunterfällt, zerbricht es.
  • Hersteller m. – Produzent

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