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Swatch oder Smart Watch?

Foto: Ben Grantham, flickr creative commons

Foto: Ben Grantham, flickr creative commons

Letzten Dienstag präsentierte Apple ein neues Produkt: eine intelligente Uhr, die Apple Watch. Sie ist schick, sie ist innovativ und soll 2015 auf den Markt kommen.

Aber braucht man so etwas wirklich, eine Smart Watch? Die Apple Watch funktioniert nur zusammen mit dem Smartphone, und das hat man ja sowieso immer dabei.

Wenn man die Uhrzeit wissen will, hat man das Handy schnell aus der Tasche geholt – eine Armbanduhr ist heute eigentlich überflüssig. Wird die Apple Watch daran etwas ändern?

Schweizer Uhrenmacher haben (noch) keine Angst vor der Konkurrenz aus Kalifornien. Hublot-Chef Jean-Claude Biver findet sie sogar gut: Mit der Smart Watch gewöhnen sich junge Leute wieder daran, eine Armbanduhr zu tragen – und greifen irgendwann hoffentlich zu einer „richtigen“ Uhr.

Das funktioniert vielleicht für Luxusmarken wie Hublot, deren Uhren viel mehr sind als nur Chronographen. Solche Uhren sind Statussymbole und Schmuckstücke. Sie sind wertvoll und werden oft in einer Familie von Generation zu Generation weitergegeben.

In dieser Liga kann die Apple Watch nicht mitspielen. Sie ist auch nur ein Computer und nach ein paar Jahren technisch veraltet. Es käme ja auch keiner auf die Idee, seinem Enkel den Laptop zu schenken, mit dem Opa damals die Masterarbeit geschrieben hat – denn der wäre nur noch etwas für das Museum.

Aber für Swatch, den Pionier der Lifestyle-Uhren, könnte die Apple Watch gefährlich werden. Denn auch wenn „Swatch“ für „Second Watch“ steht: Keiner wird eine zweite Lifestyle-Uhr am Handgelenk tragen.

Radiobeitrag Bayerischer Rundfunk: „Wer trägt heutzutage noch Armbanduhr?“

Inspiration für die nächste Deutschstunde:

Hören Sie den Radiobeitrag. Haben Sie eine Armbanduhr? Tragen Sie sie? Wäre eine Smart Watch für sie interessant? Diskutieren Sie in der Deutschstunde – oder schreiben Sie uns auch gerne einen Kommentar.

Worterklärungen:

  • schick – sieht gut aus
  • Armbanduhr f. – Hublot produziert teure Armbanduhren, Swatch produziert günstige Armbanduhren.
  • eigentlich – wirklich, in der Realität
  • überflüssig – man braucht es nicht
  • sich gewöhnen – An alles, was neu und fremd ist, muss man sich gewöhnen. Wenn man sich daran gewöhnt hat, kennt man es gut.
  • Schmuckstück n. – Juwelen, Ringe, Ketten, Ohrringe, Uhren…
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Lernen to Talk – Sprechen ist alles

Es braucht Zeit, um eine neue Sprache zu lernen. Man braucht Geduld und viel Motivation. Manchmal hat man das Gefühl, überhaupt nicht voran zu kommen. Man sagt (oder denkt) Sätze wie:

“Warum gibt es keine Software, um die Sprache einfach in meinem Gehirn zu installieren?”

“Mir fehlt wohl das Sprachen-Gen.”

“Ich glaub’, das lerne ich nie…”

Dann traut man sich endlich mal, die Fremdsprache im Alltag zu sprechen – und das Gegenüber versteht nicht, was man sagen will. Dabei hatte man so lange geübt!

Kommt Ihnen irgendwas davon bekannt vor? Genau. Ein kleiner Trost (oder ein grosser): Sie sind nicht allein. Und dank Internet, Handy & Co. gibt es heute ganz viele Helferlein, um das Sprachenlernen ein bisschen einfacher – und lustiger – zu machen.

Denn ein ganz wichtiger Punkt dabei ist die Motivation. Welche Gründe Sie auch haben, eine Fremdsprache zu lernen (Beruf, Schule, Studium, Auslandsaufenthalt…) – ohne Spass an der Sache ist es sehr viel schwieriger, dabei Erfolg zu haben.

Mickey Mangan ist Amerikaner und hatte das Ziel, in einem Jahr Deutsch zu lernen. Er ging nach Deutschland und besuchte einige Wochen einen Sprachkurs. Danach reiste er im Land herum, wohnte mal hier, mal dort – und sprach die ganze Zeit viel mit Deutschen, die er spontan auf der Strasse traf. Fehler hin, Fehler her.

Er hat die Konversationen mit einer Digitalkamera gefilmt und die ziemlich witzigen Ergebnisse ins Netz gestellt: Viel Spass mit der “Lernen to Talk Show”!

Worterklärungen:

  • Gehirn n. – das, was man im Kopf hat
  • sich trauen – Mut haben, etwas zu tun
  • Gegenüber n. – hier: die Person, mit der man spricht
  • Auslandsaufenthalt m. – man verbringt einige Zeit im Ausland
  • ..hin, …her – ob so oder so: es ist egal

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Siri oder die Zukunft der Sprache

“Wird es am Wochenende kalt in Rom?”

“Nein, 12° in Rom, Italien scheint nicht allzu kalt.”

“Und in Neapel?”

“Es fühlt sich nicht so an – 16° in Neapel, Italien.”

Wer unterhält sich hier? Zwei Freundinnen, die zusammen verreisen wollen und überlegen, welche Kleidung sie einpacken sollen? Nein. Es ist eine Frau – und ihr iPhone. Nein, sie telefoniert nicht. Sie spricht mit dem Telefon. Denn mit der neuen Funktion Siri kann man mit dem iPhone sprechen – und es antwortet.

Siri antwortet auf Fragen und erledigt Aufgaben: Sie macht Termine, schreibt Emails, stellt den Wecker, macht Anrufe… Fast wie eine echte Assistentin – aber nur fast. Denn auch wenn Apple davon träumt – Siri kann keinen Menschen ersetzen. Sie ist eine Software und nur so intelligent, wie die Programmierer sie programmiert haben.

Mit Siri zu sprechen ist ein bisschen so, als würde man mit jemandem sprechen, der unsere Sprache als Fremdsprache lernt. Damit Siri uns versteht, müssen wir klare und einfache Sätze sagen. Siri lernt von uns neue Wörter, z.B. wer “meine Freundin” im Adressbuch ist. Wir lernen aber auch von ihr, unsere Sätze auf reine Informationen zu reduzieren, damit die Software optimal funktioniert.

Eine Funktion wie Siri setzt neue Standards in der Handynutzung (*). Aber hoffentlich nicht für unsere Sprache! Denn sonst sprechen wir irgendwann so miteinander:

Mann: Wasche die Wäsche!

Frau: Das kann ich nicht beantworten. Aber wenn du möchtest, kann ich im Web danach suchen.

Mann: Reinige die schmutzige Kleidung!

Frau: Ich habe verstanden, Mann. Ich kaufe neue Kleidung!

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Inspiration für die nächste Deutschstunde: 

Nutzen Sie ein Smartphone? Wie finden Sie eine Funktion wie Siri? Glauben Sie, dass das die Zukunft der Kommunikation mit dem Computer ist? Diskutieren Sie. 

Wir freuen uns auch über Kommentare!

Worterklärungen:

  • scheinen – hier: Man glaubt, dass etwas so ist.
  • erledigen – Das alles muss ich heute erledigen: Einkaufen, die Wäsche waschen, eine Email schreiben…
  • ersetzen – Die Batterie ist leer. Ich ersetze sie durch eine volle.
  • würde…sprechen – Konjunktiv II
  • schmutzig ≠ sauber
  • reinigen – waschen, sauber machen

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(* Für andere Smartphones gibt es ähnliche Funktionen, z.B. Alicoid für Android-Handys)

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Ein guter Ruf zählt – auch im Internet

Haben Sie sich schon einmal selbst gegoogelt? Wenn Sie sich auf eine neue Stelle bewerben, können Sie sicher sein, dass Ihr potentieller Chef das tun wird. Denn heute zählt nicht mehr allein der CV. Auch die Informationen, die man über Sie im Internet findet, entscheiden darüber, ob Sie als Kandidat für einen Job interessant sind.

Ein guter Ruf ist heute in der virtuellen Welt genauso wichtig wie in der realen Welt. Kommentare in einem Forum, Artikel auf einem Blog, Fotos auf Facebook: Das Internet vergisst nichts!

Deshalb ist es essentiell, vorsichtig zu sein mit den Daten, die man im Internet veröffentlicht. Man kann Daten natürlich wieder löschen. Aber das funktioniert leider nur begrenzt. Wenn man z.B. bei Facebook eine Nachricht löscht, bleibt sie trotzdem intern gespeichert.

Das Internet ist aber auch eine gute Möglichkeit für Selbst-Marketing. Im Web kann man schnell und günstig ein positives Image aufbauen. LinkedIn und Xing lassen sich gut für berufliche Kontakte nutzen.

Eine eigene Webseite, ein Blog oder ein Twitter-Account sind dann besonders nützlich, wenn man ein Experte für etwas ist (Mode, Architektur, Essen…), oder wenn man ein eigenes Unternehmen hat.

Online-Reputation wird in den nächsten Jahren immer wichtiger. Deshalb gibt es heute schon Firmen, die sich darauf spezialisiert haben. In Frankreich gibt es sogar eine Versicherung gegen Diffamierung im Internet – sicher gibt es sie bald auch in der Schweiz.

Inspiration für die nächste Deutschstunde:

 1. Nutzen Sie Online-Portale wie Facebook oder LinkedIn für Selbst-Marketing? Finden Sie, dass ein Online-Profil heute wichtig für die Karriere ist? 

2. Schauen Sie das Video. Facebook speichert Daten auch dann, wenn der Nutzer sie schon gelöscht hat. Warum ist das für Facebook so wichtig? Für wen könnten die Daten auch interessant sein? 

Was meinen Sie dazu? Diskutieren Sie. Wir freuen uns auch sehr über Kommentare!

Worterklärungen:

  • guter Ruf = gute Reputation
  • etwas zählt = es ist wichtig
  • Stelle f. = Arbeitsstelle
  • entscheiden – Ich muss mich entscheiden: Ja oder Nein.
  • vorsichtig – Bevor ich etwas tue, denke ich darüber nach. Ich bin vorsichtig.
  • Daten f. – Das Internet ist voller Daten: Informationen, Fotos, Videos …
  • löschen ≠ speichern – Das Foto ist gut: speichern. Das Foto ist schlecht: löschen!
  • Nachricht f. – Eine SMS ist eine Nachricht.
  • beruflich – “Was machst du beruflich?” – “Ich bin Ärztin / Lehrerin / Sekretärin …”
  • begrenzt = limitiert
  • Unternehmen n. = Firma f.
  • Versicherung f. – Große Versicherungen in der Schweiz: z.B. Baloise, AXA Winterthur, Groupe Mutuel, Swisslife…

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2012 – In Europa geht das Licht aus

… das Licht der “normalen” Glühbirnen. Die EU-Kommission verbietet ab September 2012 den Verkauf von normalen Glühlampen. Danach kann man  auch in der Schweiz nur noch Energiesparlampen kaufen. Energiesparlampen… sparen Energie. Sie verbrauchen weniger Strom als normale Glühbirnen und gehen nicht so schnell kaputt. Deshalb sind sie gut für das Klima und gut für die Umwelt, sagt die EU.

Aber Energiesparlampen haben nicht nur Vorteile, sie haben auch Nachteile:

– Energiesparlampen enthalten giftiges Quecksilber. Wenn eine Lampe herunterfällt und zerbricht, soll man aus dem Zimmer gehen und das Fenster öffnen. Kaputte Lampen darf man auch nicht in den normalen Müll werfen.

– Die Produktion einer Energiesparlampe verbraucht zehnmal mehr Energie als die Produktion einer normalen Glühlampe.

Es ist also nicht klar, ob Energiesparlampen besser sind als normale Glühlampen. Viele Menschen sind deshalb verärgert über das Verbot. Sie sagen, es geht bei dem Verbot gar nicht um das Klima oder um die Umwelt, sondern nur um den Profit für die Hersteller der Energiesparlampen.

Was ist Ihre Meinung? Wie finden Sie das Verbot für Glühlampen? Ist es gut, dass die EU so viel reguliert? Oder reguliert sie zuviel? Wir freuen uns auf Kommentare!

Worterklärungen:

  • Birne f. – Die Stars unter den Birnen sind “Birne Helene” und “Williams Christ”
  • Glühbirne f. – Thomas Edison erfand 1878 die Glühbirne. Die Glühbirne gibt elektrisches Licht.
  • Glühlampe f. = Glühbirne
  • verbieten, verboten – “Ich verbiete es! Du darfst es nicht tun!”
  • verbrauchen – = consommer
  • Strom m. = Elektrizität f.
  • kaputt sein, kaputt gehen – Es funktioniert nicht mehr.
  • Umwelt f. – Natur, Tiere, andere Menschen.
  • Vorteil m. ≠ Nachteil m.
  • enthalten – Cola enthält sehr viel Zucker. Deshalb ist sie ungesund.
  • giftig – Es macht krank.
  • Quecksilber n. – flüssiges Metall
  • zerbrechen – Wenn ein Glas herunterfällt, zerbricht es.
  • Hersteller m. – Produzent

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