Archive for category Technologie

Deutsch lernen mit Kindle und Audible

„Max Frisch im Original lesen – ein Traum! Leider ist dafür mein Deutsch nicht gut genug…“

Haben Sie so etwas auch schon öfter gedacht? Kein Wunder… Denn bisher war es sehr mühsam, ein fremdsprachiges Buch zu lesen. Das Wörterbuch lag immer mit auf dem Tisch. Ständig mussten wir ein Wort nachschlagen.

Aber so macht Lesen keinen Spass! Bald haben wir das Buch weggelegt und – wenn uns die Geschichte wirklich interessiert hat – die übersetzte Version gekauft.

Doch dank E-Book-Readern wie Kindle ist es heute möglich, unkompliziert fremdsprachige Bücher zu lesen – auch ohne perfekte Sprachkenntnisse.

 

„Aber ich verstehe doch trotzdem nicht alle Wörter!“

Kein Problem: Wenn Sie ein Wort markieren, zeigt das integrierte Wörterbuch die Definition des Wortes auf dem Display.

Kindle App Wörterbuch

Falls Sie das Wort trotzdem nicht verstehen: Mit einem Klick öffnet sich Google und übersetzt das Wort. Ein Klick zurück – und Sie sind wieder in Ihrem E-Book!

Kindle App Übersetzer

 

Mit der Whispersync-Funktion kann man Bücher synchron mit Kindle lesen und als Audible-Hörbuch hören. Wir können einfach zwischen Lesen und Hören wechseln – oder wir lesen und hören das Buch parallel (siehe auch Video unten).

Dies verstärkt den Lern-Effekt: Wenn wir parallel lesen und hören, wird unser Gehirn doppelt stimuliert – so lernen wir effektiver.

Gleichzeitig verbessern wir unsere Aussprache, weil wir beim Lesen den Text von einem Muttersprachler hören. Leider ist die Auswahl der kompatiblen Bücher auf deutsch aktuell noch sehr begrenzt. Das wird sich aber hoffentlich bald ändern!

Sie möchten am liebsten sofort mit einem E-Book beginnen? So funktioniert es in 5 Schritten:

1. Wählen Sie im amazon Kindle-Shop ein E-Book, das Sie gerne lesen möchten. Wenn Sie das Buch auch hören wollen, achten Sie darauf, dass das Buch auch als Whispersync-Version existiert, z.B. „Der Schimmelreiter“ von Theodor Storm, “Homo Faber” von Max Frisch, “Siddharta” von Hermann Hesse etc.

Kindle Shop Schimmelreiter

2. Laden Sie das E-Book auf Ihren Kindle oder auf die Kindle App auf Ihrem iPhone/Smartphone.

3. Laden Sie ebenfalls das Audible-Hörbuch herunter. Falls Sie die App neu installieren: Audible können Sie für 30 Tage gratis testen.

4. Öffnen Sie das E-Book, markieren Sie ein Wort und aktivieren Sie das Wörterbuch für Deutsch.

5. Und nun: Viel Spass beim Lesen (und Hören)!

Tipp: Sie mögen klassische Literatur? amazon bietet viele Literatur-Klassiker gratis als E-Book an – einige gibt es auch in Kombination mit Hörbuch.

Worterklärungen:

  • mühsam – viel Arbeit
  • ständig – sehr oft
  • nachschlagen – in einem Wörterbuch nach einem Wort schauen
  • doppelt – zweimal
  • gleichzeitig – simultan
  • begrenzt – limitiert
  • auf etwas achten – genau hinschauen

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Safari durch die Stadt – Ein Plädoyer für das Flanieren

Dank Smartphone brauchen wir heute keine Angst mehr zu haben, uns in einer fremden Stadt oder einem unbekannten Stadtteil zu verlaufen. Mit GPS und Navi wissen wir auf einen Blick, wo wir sind. Wenn wir irgendwo hin wollen, finden wir die Adresse sofort. Das ist gut – aber es ist auch ein bisschen schade.

Denn so geht uns die Spontanität verloren. Wir verpassen die kleinen Abenteuer des Alltags, wenn wir fremdes Terrain betreten. Wir brauchen niemanden mehr nach dem Weg zu fragen. Wir entdecken nicht mehr zufällig den kleinen Plattenladen, die gemütliche Pizzeria, die romantische Bank neben einem Brunnen. Wir gehen nur noch gezielt von A nach B, um keine Zeit zu verlieren auf dem Weg zu unserem Termin.

Nutzen wir doch die schönen warmen Frühlingstage, um unsere täglichen Wege einmal anders zu gehen – oder ganz neue Wege zu betreten. Lernen wir (wieder) das Flanieren!

Hier sind fünf Tipps, wie Sie beim Flanieren Ihre Stadt neu entdecken können – und dabei auch mehr Zeit für sich selbst gewinnen:

1. Schalten Sie das Smartphone in den Flugmodus. Jetzt! Für mindestens eine Stunde.

2. Setzen sie sich in den Bus (die Metro) und fahren Sie drei (fünf, sieben…) Stationen in die andere Richtung als Sie es normalerweise tun. Erkunden Sie die Gegend: Ist es dort grün oder gibt es viel Beton? Große oder kleine Straßen? Welche Leute wohnen dort (Familien, Studenten…)? Sie können auch ein “Entdecker-Tagebuch” führen und ihre Beobachtungen aus verschiedenen Stadtvierteln notieren.

3. Sprechen Sie Passanten an, um mehr über das Quartier zu erfahren. Fragen Sie nach der nächsten Metrostation, einem guten Café, einem Blumenladen…

4. Setzen Sie sich auf eine Bank (einen Brunnen, eineTreppe) und schauen Sie für zehn (fünfzehn, zwanzig…) Minuten dem Leben auf der Straße zu. Beobachten Sie einfach, oder machen Sie sich Notizen in Ihr Tagebuch.

5. Flanieren Sie doch auch mal auf deutsch, z.B. in Bern oder Basel. Fragen Sie auch hier Passanten nach dem Weg oder einem Tipp für ein Restaurant – und machen Sie sich Ihre Notizen auf deutsch! Das macht das Abenteuer gleich noch etwas „exotischer“, und ganz nebenbei haben Sie etwas für Ihre Sprachkenntnisse getan.

Und wenn Sie Ihr Smartphone doch lieber eingeschaltet lassen: Inzwischen gibt es auch Apps, die Sie beim Flanieren begleiten und kreative Optionen geben für Ihre individuelle Entdeckungstour, z.B. Dérive (Englisch/Französisch) oder Drift (Englisch).

Worterklärungen:

unbekannt – man kennt es nicht

Stadtteil m. – Quartier, Stadtviertel

verlaufen – Ich weiss nicht mehr, wo ich bin. Ich habe mich verlaufen.

Navi n. – ugs. Navigations-App

etwas geht uns verloren – wir verlieren etwas, wir haben es nicht mehr

betreten – gehen

entdecken – etwas finden, was man noch nicht kennt

erkunden – genau anschauen

Tagebuch n. – Journal

Beobachtung f. – das, was ich gesehen habe

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Motivierter Lernen mit Augmented Reality (1)

Die Realität – ist das, was wir vor uns sehen, oder? Natürlich nicht! Nur weil wir etwas nicht sehen oder wissen, heisst das ja nicht, das es nicht existiert.

Genau darauf basiert das Prinzip der „Augmented Reality“ (AR). AR-Apps liefern uns Informationen, die wir normalerweise nicht parat haben, wenn wir ein Buch lesen oder durch eine fremde Stadt gehen.

Auf Reisen können wir mit dem Smartphone und der Google Übersetzer App Schilder in einer fremden Sprache scannen und haben sofort die Übersetzung auf dem Display. Oder wir machen mit dem Wikitude World Browser ein Foto von einer Sehenswürdigkeit und haben sofort alle Infos z.B. zum Schiefen Turm von Pisa oder zur Mona Lisa.

Auch Kinder sind fasziniert von AR-Apps. Sie lernen z.B. mit einer interaktiven Landkarte etwas über Geografie, Tiere und die Kultur eines Landes (siehe Video unten).

Und auch zum (Sprachen) Lernen bietet AR neue kreative Möglichkeiten:

Die Personen im Übungsbuch (z.B. von Hueber) werden dank AR lebendig. In kurzen Videoclips sehen wir ihnen in ihrem Alltag zu. Wir begleiten sie zum Einkaufen, in die Schule oder zur Arbeit. Anstatt ihre Dialoge nur zu lesen, hören wir sie sprechen!

AR hat viele positive Effekte: Wir sind motivierter beim Lernen. Das, was wir lernen, wird „greifbar“ und wir können es uns besser merken. So erweitert die „erweiterte Realität“ auch unseren Motivations-Horizont.

Doch man kann AR auch kritisch sehen: die Bilder, die wir normalerweise beim Lesen in unserer Imagination „malen“, werden uns jetzt fertig präsentiert. Alle Informationen sind sofort auf dem Handy verfügbar – wir müssen nicht mehr aktiv in einem Lexikon nachschauen oder jemanden fragen. Ja, AR macht uns interaktiv – aber nur noch mit dem Smartphone, nicht mit anderen Menschen.

Trotzdem hat AR viel Potential, mit dem wir effektiver und motivierter z.B. eine Fremdsprache lernen können.

Haben Sie schon Erfahrungen gemacht mit AR? Mit Wikitude oder der Übersetzer App? Finden Sie AR eine tolle Innovation oder sehen Sie es skeptisch? Wir sind gespannt auf Ihren Kommentar! 

Worterklärungen:

  • genau – exakt
  • liefern – geben
  • fremd – man kennt es nicht
  • auf Reisen – unterwegs in einer fremden Stadt, einem fremden Land
  • Schild n. – darauf steht etwas geschrieben
  • Sehenswürdigkeit f. – touristische Attraktion
  • Landkarte f. – darauf kann man alle Strassen, Städte, Flüsse etc. sehen
  • Möglichkeit f. – Option
  • erweitern – grösser machen
  • toll – (ugs.) sehr gut

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Neues lernen im Alter? – Warum nicht!

Man hört es oft: Kinder lernen so schnell und einfach! Das stimmt und das hat viele Gründe, nicht nur physische. Kinder haben viel Zeit zum Lernen. Sie sind durch die Eltern perfekt betreut und haben einen personalisierten Privatunterricht, der den ganzen Tag dauert. Und sie sind hochmotiviert.

Aber auch Rentner haben Zeit, oder sie können sich die Zeit nehmen. Der Vorteil vom Lernen im Alter ist, dass viel Vorwissen und Weltwissen da ist, an dem der Lernende anknüpfen kann. Elisabeth Stern, Psychologieprofessorin an der ETH Zürich sagt: “Es gibt keine wissenschaftliche Hinweise, dass die Hirnleistung im Alter zwangsläuftig abnehmen würde – ausser jemand ist von einer Krankheit betroffen.”

Warum haben denn ältere Menschen  das Gefühl langsamer zu lernen?
Das hat oft mit der nachlassenden Seh- und Hörkraft zu tun, aber auch ganz viel mit der Zeit.
Marion Grein schreibt in ihrem Buch, dass es tatsächlich einen Altersfaktor gibt. Tendeziell wird man langsamer im Kombinieren und im Verbinden des Gelernten. Das heisst aber nur, dass das Aufnehmen von Informationen mehr Zeit braucht – nicht, dass unmöglich wird! Ältere Menschen sind im Vorteil, wenn es darum geht logisch zu denken, Zusammenhänge zu sehen und Lösungen zu finden (Neurodidaktik, M. Grein, Hueber Verlag, S. 61).

Mit 50 hat man noch so viel Leben vor sich! Es wäre doch schade, wenn das ganze Potenzial, das bis zum 50. Altersjahr aufgebaut wurde, nicht vergrössert würde! Ausserdem ist Lernen eine interessante und befriedigende Tätigkeit, wenn man sich genug Zeit dafür lässt. Mein Tipp: lassen Sie sich nicht durch das Tempo von Jüngeren unter Druck setzten!

Und noch das: Bleiben Sie fit – auch im Kopf! Sie können Ihr Gehirn trainieren. Zum Beispiel hier auf Deutsch und auch auf Französisch.

Wortschatz:

betreuen = prendre en charge/s’occuper dedas Vorwissen = la préconnaissance
das Weltwissen = savoir général/culture générale
anknüpfen an = renouer qc avec qc
wissenschaftliche Hinweise = indications scientifiques
die Hirnleistung = la performace du cerveau
nachlassen = diminuer
aufnehmen = absorber, enregistrer
das Gehirn = le cerveau
sich unter Druck setzen lassen = se laisser mettre sous pression

 

 

 

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Schöne neue Plastik-Welt

Eine Welt ohne Kunststoff? Das können wir uns heute kaum noch vorstellen. Autos, Handys, Verpackungen, Kleidung, Schuhe… – die meisten Dinge unseres Alltags enthalten Kunststoff.

Kunststoff hat viele positive Eigenschaften: günstig, leicht, wasserdicht, robust. Kein anderes Material ist so vielseitig. Auch seine Energiebilanz ist besser als die von z.B. Holz, Glas oder Papier, wie eine österreichische Studie von 2010 zeigt.

Aber wir kennen auch seine negativen Aspekte: Kunststoff wird aus Erdöl hergestellt und ist extrem langlebig. Bis zu 600 Jahre (!) verändert er sich nicht.

Man kann viele Kunststoffe (PET, PE, PVC…) recyceln. Das ist aber kompliziert und teuer. Alternativ werden sie zusammen mit anderem Müll sie in Müllverbrennungsanlagen in Wärme und Strom verwandelt.

Leider landet ein grosser Teil des weltweiten Plastikmülls weder im Recycling oder in der Müllverbrennungsanlage, sondern in der Landschaft – oder im Meer. Jedes Jahr gelangen bis zu 13 Millionen Tonnen Kunststoff in die Ozeane, so eine Studie der Zeitschrift Science.

Aktivisten wie der Niederländer Boyan Slat experimentieren mit diversen Methoden, das Plastik wieder aus dem Meer herauszuholen (siehe Video). Textilfirmen wie adidas und G-Star präsentieren Kollektionen, die aus recyceltem Meeresplastik produziert sind.

Recycling ist gut – aber noch besser ist es natürlich, gar nicht so viel Plastikmüll zu produzieren. Und das können Sie konkret dafür tun:

1. Beim Einkaufen eine Stofftasche mitnehmen und im Supermarkt, aber auch bei Globus, Manor & Co. konsequent „Nein“ sagen zur Gratis-Plastiktüte.

2. Obst, Gemüse, Käse lose kaufen (z.B. auf dem Wochenmarkt Mittwochs und Samstags im Zentrum von Lausanne) und eine eigene Verpackung mitbringen: Glas, Tupperbox…

3. Nachfüllpackungen kaufen z.B. von Kosmetika, Shampoo, Waschmittel, Flüssigseife.

4. Leitungswasser trinken statt Wasser in Plastikflaschen zu kaufen

5. Kleidung aus Naturmaterialien (Baumwolle, Wolle, Seide…) kaufen

Worterklärungen:

  • Kunststoff m. – Plastik, Nylon, Polyester etc.
  • vorstellen – Vorstellung = Imagination
  • enthalten – es ist darin
  • Eigenschaft f. – Charakteristik
  • günstig – nicht teuer
  • vielseitig – es hat viele Facetten
  • Erdöl n. – fossile Energiequelle
  • Müll m. – Das, was kaputt ist, oder das, was wir nicht mehr brauchen.
  • Müllverbrennungsanlage – Unser Müll wird dorthin transportiert und verbrannt. Daraus kann man Energie gewinnen.
  • verwandeln – transformieren
  • gelangen – in etwas hineinkommen
  • lose – ohne Verpackung

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Das war 2014 – ein (etwas anderer) Jahresrückblick

FeuerwerkHaben Sie sich auch schon gute Vorsätze überlegt für das Neue Jahr? Moment mal… es sind ja genau die gleichen wie letztes Silvester!

Einer meiner Vorsätze für nächstes Jahr ist es, Spanisch zu lernen. Besuche ich dafür einen Kurs in einer Sprachschule? Oder ist ein Online-Sprachkurs für mich das richtige? Optimal wäre es natürlich, die Sprache dort zu lernen, wo sie gesprochen wird.

Genau das tun viele Migranten, die in die Schweiz zum Arbeiten kommen. Doch Anfang Februar beschloss die Schweiz ein Limit bei der Zuwanderung. Es ist nun nicht mehr so einfach, als EU-Europäer in der Schweiz zu leben und zu arbeiten.

Dabei setzt die Deutschschweiz auf internationalen Wettbewerb: das Frühfranzösisch ist in einigen Kantonen schon abgeschafft. Stattdessen steht Englisch in der Primarschule auf dem Lehrplan. Einige finden das gut, andere finden es nicht gut. Aber solange Romands und Deutschschweizer miteinander diskutieren, ist alles im grünen Bereich – selbst wenn sie es auf Englisch tun!

Der Zeitgeist von heute ist schnell, vernetzt, immer erreichbar. Smartphone und Tablet waren gestern. Die Zukunft heisst Smart Watch, sagen Firmen wie Apple. Wir fragen uns: Brauchen wir das wirklich? Die Schweizer Uhrenindustrie bleibt gelassen. Denn „echte“ Uhren sind zeitlos.

Die Hälfte der börsenkotierten Schweizer Firmen sind Familienunternehmen. Sie sind essentiell für die Wirtschaft des Landes. Ihre grösste Herausforderung ist es, gute Nachfolger zu finden für ihre Direktionsetagen. Die geplante Frauenquote von 30% wird ihre Suche nicht leichter machen…

Habe ich Freude an meiner Arbeit? Oder will ich im Neuen Jahr eine andere Stelle suchen? Welche Ziele habe ich, welche Prioritäten? Was erwarte ich vom Leben? Viele Fragen, viele Optionen. Aber wir haben die Wahl: Ein glückliches, erfülltes Leben ist vor allem eine persönliche Entscheidung. Wenn ich will, dann kann ich auch. Zum Beispiel zufrieden sein mit dem, was ich bin und was ich habe.

Was waren Ihre persönlichen Highlights 2014? Was hat Sie inspiriert, was hat Sie bewegt? Diskutieren Sie in der nächsten Deutschstunde oder schreiben Sie uns. Wir freuen uns auf Ihren Kommentar!

Worterklärungen:

  • Jahresrückblick m. – Retrospektive
  • Vorsatz m. – Nächstes Jahr will ich mehr Sport treiben und Spanisch lernen.
  • beschliessen, beschloss – Das Parlament beschliesst ein neues Gesetz.
  • auf etwas setzen – Beim Roulette setze ich auf Rot. Ich glaube, dass Rot gewinnt.
  • internationaler Wettbewerb – Firmen auf der ganzen Welt konkurrieren miteinander.
  • abschaffen – eliminieren
  • Lehrplan m. – das, was die Kinder in der Schule lernen sollen
  • vernetzt – Durch das Internet sind wir global vernetzt.
  • erreichbar sein – Auf meinem Handy kann man mich immer überall anrufen.
  • gelassen – nicht gestresst
  • Hälfte f. – 50 %
  • Herausforderung f. – Ich will eine neue Sprache lernen. Das ist eine grosse Herausforderung.
  • Nachfolger m. – Jemand, der den Job macht, wenn ich ihn nicht mehr mache.
  • erfüllt – Mein Leben ist voller Dinge, Aktivitäten und Menschen, die mich glücklich machen. Mein Leben ist erfüllt.
  • zufrieden – Ich bin zufrieden mit dem, was ich habe. Ich will nichts anderes.

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Biogas aus Mais

Mais ist populär. Seit einigen Jahren gibt es auch in Deutschland immer mehr Felder mit dem südamerikanischen Getreide. Wenn man im Sommer auf dem Land unterwegs ist, sieht man oft fast nichts mehr von der Landschaft, weil der Mais so hoch ist.

Man fragt sich: Essen die Deutschen plötzlich so gerne Mais?

Nein. Der Mais wird zu „Öko-Strom“.

Für die Landwirte ist es lukrativ, eine Biogasanlage zu haben und sie mit Mais zu „füttern“, denn  der Anbau wird subventioniert.

Für den Anbau von Kartoffeln, Gemüse oder Getreide gibt es keine Subventionen. Deshalb entscheiden sich viele Landwirte für die Produktion von Biogas. So wird es bald immer weniger regionale Produkte in Deutschland zu kaufen geben.

Alternativ kann man Biogas auch aus organischen Abfällen produzieren. Schweizer Biogasanlagen z.B. funktionieren nur mit Abfällen.

Mais ist in vielen Ländern Afrikas und Südamerikas ein Grundnahrungsmittel. Die Menschen dort verfüttern Mais nicht einmal an Tiere – er ist viel zu wertvoll! Für sie ist es unvorstellbar, dass jemand Mais anbaut, um daraus Energie zu gewinnen.

Strom aus regenerativen Ressourcen ist eine gute Sache. Aber darf man dafür Lebensmittel anbauen? Was meinen Sie? Diskutieren Sie in der nächsten Deutschstunde oder schreiben Sie uns auch gerne einen Kommentar.

Worterklärungen:

  • Feld n. – Dort bauen die Landwirte Weizen, Kartoffeln, … und Mais an.
  • Getreide n. – Weizen, Dinkel, Roggen, Hafer… Man braucht Getreide, um daraus Brot, Müsli, Pasta zu machen.
  • unterwegs – Man kann zu Fuss unterwegs sein, oder mit dem Fahrrad, dem Auto, dem Zug…
  • füttern – Den Tieren etwas zu essen geben.
  • Anbau m. – In den Lavaux wird viel Wein angebaut. Das Klima ist ideal dafür.
  • Landwirt m. – Bauer
  • Lebensmittel n. – Das, was wir essen.
  • Biogasanlage f. – Eine technische Anlage, die Biogas produziert.
  • Grundnahrungsmittel n. – Das, was wir jeden Tag essen: Brot, Milch, Öl…
  • unvorstellbar – Man kann es sich nicht vorstellen. Es ist unmöglich.
  • Abfall m. – Das, was wir wegwerfen.

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Swatch oder Smart Watch?

Foto: Ben Grantham, flickr creative commons

Foto: Ben Grantham, flickr creative commons

Letzten Dienstag präsentierte Apple ein neues Produkt: eine intelligente Uhr, die Apple Watch. Sie ist schick, sie ist innovativ und soll 2015 auf den Markt kommen.

Aber braucht man so etwas wirklich, eine Smart Watch? Die Apple Watch funktioniert nur zusammen mit dem Smartphone, und das hat man ja sowieso immer dabei.

Wenn man die Uhrzeit wissen will, hat man das Handy schnell aus der Tasche geholt – eine Armbanduhr ist heute eigentlich überflüssig. Wird die Apple Watch daran etwas ändern?

Schweizer Uhrenmacher haben (noch) keine Angst vor der Konkurrenz aus Kalifornien. Hublot-Chef Jean-Claude Biver findet sie sogar gut: Mit der Smart Watch gewöhnen sich junge Leute wieder daran, eine Armbanduhr zu tragen – und greifen irgendwann hoffentlich zu einer „richtigen“ Uhr.

Das funktioniert vielleicht für Luxusmarken wie Hublot, deren Uhren viel mehr sind als nur Chronographen. Solche Uhren sind Statussymbole und Schmuckstücke. Sie sind wertvoll und werden oft in einer Familie von Generation zu Generation weitergegeben.

In dieser Liga kann die Apple Watch nicht mitspielen. Sie ist auch nur ein Computer und nach ein paar Jahren technisch veraltet. Es käme ja auch keiner auf die Idee, seinem Enkel den Laptop zu schenken, mit dem Opa damals die Masterarbeit geschrieben hat – denn der wäre nur noch etwas für das Museum.

Aber für Swatch, den Pionier der Lifestyle-Uhren, könnte die Apple Watch gefährlich werden. Denn auch wenn „Swatch“ für „Second Watch“ steht: Keiner wird eine zweite Lifestyle-Uhr am Handgelenk tragen.

Radiobeitrag Bayerischer Rundfunk: „Wer trägt heutzutage noch Armbanduhr?“

Inspiration für die nächste Deutschstunde:

Hören Sie den Radiobeitrag. Haben Sie eine Armbanduhr? Tragen Sie sie? Wäre eine Smart Watch für sie interessant? Diskutieren Sie in der Deutschstunde – oder schreiben Sie uns auch gerne einen Kommentar.

Worterklärungen:

  • schick – sieht gut aus
  • Armbanduhr f. – Hublot produziert teure Armbanduhren, Swatch produziert günstige Armbanduhren.
  • eigentlich – wirklich, in der Realität
  • überflüssig – man braucht es nicht
  • sich gewöhnen – An alles, was neu und fremd ist, muss man sich gewöhnen. Wenn man sich daran gewöhnt hat, kennt man es gut.
  • Schmuckstück n. – Juwelen, Ringe, Ketten, Ohrringe, Uhren…

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Lernen to Talk – Sprechen ist alles

Es braucht Zeit, um eine neue Sprache zu lernen. Man braucht Geduld und viel Motivation. Manchmal hat man das Gefühl, überhaupt nicht voran zu kommen. Man sagt (oder denkt) Sätze wie:

“Warum gibt es keine Software, um die Sprache einfach in meinem Gehirn zu installieren?”

“Mir fehlt wohl das Sprachen-Gen.”

“Ich glaub’, das lerne ich nie…”

Dann traut man sich endlich mal, die Fremdsprache im Alltag zu sprechen – und das Gegenüber versteht nicht, was man sagen will. Dabei hatte man so lange geübt!

Kommt Ihnen irgendwas davon bekannt vor? Genau. Ein kleiner Trost (oder ein grosser): Sie sind nicht allein. Und dank Internet, Handy & Co. gibt es heute ganz viele Helferlein, um das Sprachenlernen ein bisschen einfacher – und lustiger – zu machen.

Denn ein ganz wichtiger Punkt dabei ist die Motivation. Welche Gründe Sie auch haben, eine Fremdsprache zu lernen (Beruf, Schule, Studium, Auslandsaufenthalt…) – ohne Spass an der Sache ist es sehr viel schwieriger, dabei Erfolg zu haben.

Mickey Mangan ist Amerikaner und hatte das Ziel, in einem Jahr Deutsch zu lernen. Er ging nach Deutschland und besuchte einige Wochen einen Sprachkurs. Danach reiste er im Land herum, wohnte mal hier, mal dort – und sprach die ganze Zeit viel mit Deutschen, die er spontan auf der Strasse traf. Fehler hin, Fehler her.

Er hat die Konversationen mit einer Digitalkamera gefilmt und die ziemlich witzigen Ergebnisse ins Netz gestellt: Viel Spass mit der “Lernen to Talk Show”!

Worterklärungen:

  • Gehirn n. – das, was man im Kopf hat
  • sich trauen – Mut haben, etwas zu tun
  • Gegenüber n. – hier: die Person, mit der man spricht
  • Auslandsaufenthalt m. – man verbringt einige Zeit im Ausland
  • ..hin, …her – ob so oder so: es ist egal

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Siri oder die Zukunft der Sprache

“Wird es am Wochenende kalt in Rom?”

“Nein, 12° in Rom, Italien scheint nicht allzu kalt.”

“Und in Neapel?”

“Es fühlt sich nicht so an – 16° in Neapel, Italien.”

Wer unterhält sich hier? Zwei Freundinnen, die zusammen verreisen wollen und überlegen, welche Kleidung sie einpacken sollen? Nein. Es ist eine Frau – und ihr iPhone. Nein, sie telefoniert nicht. Sie spricht mit dem Telefon. Denn mit der neuen Funktion Siri kann man mit dem iPhone sprechen – und es antwortet.

Siri antwortet auf Fragen und erledigt Aufgaben: Sie macht Termine, schreibt Emails, stellt den Wecker, macht Anrufe… Fast wie eine echte Assistentin – aber nur fast. Denn auch wenn Apple davon träumt – Siri kann keinen Menschen ersetzen. Sie ist eine Software und nur so intelligent, wie die Programmierer sie programmiert haben.

Mit Siri zu sprechen ist ein bisschen so, als würde man mit jemandem sprechen, der unsere Sprache als Fremdsprache lernt. Damit Siri uns versteht, müssen wir klare und einfache Sätze sagen. Siri lernt von uns neue Wörter, z.B. wer “meine Freundin” im Adressbuch ist. Wir lernen aber auch von ihr, unsere Sätze auf reine Informationen zu reduzieren, damit die Software optimal funktioniert.

Eine Funktion wie Siri setzt neue Standards in der Handynutzung (*). Aber hoffentlich nicht für unsere Sprache! Denn sonst sprechen wir irgendwann so miteinander:

Mann: Wasche die Wäsche!

Frau: Das kann ich nicht beantworten. Aber wenn du möchtest, kann ich im Web danach suchen.

Mann: Reinige die schmutzige Kleidung!

Frau: Ich habe verstanden, Mann. Ich kaufe neue Kleidung!

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Inspiration für die nächste Deutschstunde: 

Nutzen Sie ein Smartphone? Wie finden Sie eine Funktion wie Siri? Glauben Sie, dass das die Zukunft der Kommunikation mit dem Computer ist? Diskutieren Sie. 

Wir freuen uns auch über Kommentare!

Worterklärungen:

  • scheinen – hier: Man glaubt, dass etwas so ist.
  • erledigen – Das alles muss ich heute erledigen: Einkaufen, die Wäsche waschen, eine Email schreiben…
  • ersetzen – Die Batterie ist leer. Ich ersetze sie durch eine volle.
  • würde…sprechen – Konjunktiv II
  • schmutzig ≠ sauber
  • reinigen – waschen, sauber machen

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(* Für andere Smartphones gibt es ähnliche Funktionen, z.B. Alicoid für Android-Handys)

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