Archive for category Präteritum

Geld oder Liebe

“Der Name ist Bond. James Bond.” Diesen Satz kennen fast alle Menschen. Auch den Mann, der ihn immer wieder spricht, kennen wir alle ziemlich gut. Aber hätten Sie gewusst, dass der berühmteste Geheimagent der Welt ein halber Schweizer ist?

Die Mutter von 007 hiess Monique Delacroix und kam aus dem Kanton Waadt. Leider starb sie zusammen mit ihrem Mann Andrew Bond bei einem Skiunfall in Chamonix, als James noch ein Kind war.

Ian Fleming, der Schriftsteller und “Vater” von James Bond, hat vieles aus seiner eigenen Biografie in die Erzählungen des Superagenten einfliessen lassen. Ian Fleming flog von der britischen Eliteschule Eton – James Bond auch. Ian Fleming studierte an der Universität Genf – genau wie James Bond.

Die besten Geschichten schreibt das Leben, so sagt man: spannende, romantische, oder auch tieftraurige Geschichten. Die Geschichte, die sich in den dreissiger Jahren am Genfersee abspielte, begann romantisch, blieb spannend, und endete traurig.

Ian Fleming, der junge reiche Student aus England, lernte in Genf die Schweizerin Monique Panchaud de Bottens kennen. Sie verliebten sich ineinander, und die Familie von Monique war sicher, dass die beiden heiraten. Aber Flemings Familie war nicht glücklich über diese Romanze. Seine Mutter stellte ihn vor die Wahl: entweder Monique, oder das Vermögen aus England.

Ian Fleming wählte das Geld und trennte sich von Monique. Moniques Vater war sehr wütend darüber. Deswegen zahlte Fleming sein gesamtes Privatvermögen an die enttäuschte Familie Panchaud de Bottens. Aber kann man ein gebrochenes Herz mit Geld heilen? Mit einer neuen Geschichte vielleicht…

James Bond 007 “Skyfall”, zur Zeit in Schweizer Kinos.

Worterklärungen:

  • hätte – Konjunktiv II von “haben”
  • sterben, starb, gestorben
  • Skiunfall m. – Skilaufen kann gefährlich sein. Weil man sehr schnell unterwegs ist, sind Unfälle manchmal tödlich.
  • Erzählung f. – Geschichte
  • etwas einfliessen lassen – etwas in eine Geschichte einbauen
  • von der Schule fliegen – Man darf nicht mehr in die Schule gehen, weil man sich schlecht benommen hat.
  • tieftraurig – sehr traurig
  • beginnen, begann, begonnen
  • bleiben, blieb, geblieben
  • vor die Wahl stellen – man muss sich entscheiden
  • Vermögen n. – viel Geld
  • sich trennen – nicht mehr zusammen sein

Pistole von James Bond

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Motivation ist alles!

Wenn wir motiviert sind, läuft die Arbeit gut. Wenn die Motivation fehlt, fällt die Arbeit schwer und wir sind nicht sehr produktiv.

So ging es mir heute. Ich hatte schon einen Blog angefangen zu schreiben. Aber das Thema (Raucherzonen auf Schweizer Bahnhöfen) hat mich überhaupt nicht motiviert. Und wenn mich das Thema nicht motiviert, wie soll ich dann unsere Leser motivieren?

Ich dachte an die Leser aus der Schweiz, die das Thema schon in- und auswendig kennen. Sie sehen den Blog und rollen mit den Augen:

“Oh nein, nicht schon wieder! Ist der Rauch auf den Bahnsteigen nicht schon schlimm genug? Muss ich jetzt auch noch in der Deutschstunde darüber diskutieren?”

Oder sie denken:

“Sollen die Raucher auf dem Bahnsteig doch rauchen. Ich stelle mich einfach woanders hin.”

Ich dachte an die Bahnhöfe in Deutschland, wo es Raucherzonen gibt. Dort gibt es keine Diskussion mehr. Aber man muss sich auch woanders hinstellen, wenn man den Rauch nicht einatmen will.

Ich dachte an den Rauch, und daran, dass ich überhaupt keine Motivation habe, über den Rauch nachzudenken.

Dann versuchte ich, etwas zu finden, was mich motiviert. Das war:

  • ein Stück dunkle Schokolade
  • eine Tasse Kaffee
  • Blumen umpflanzen im Garten

Als ich mit der Arbeit im Garten fertig war, hatte ich wieder neue Motivation zum Schreiben – und wenn Sie bis hierher gelesen haben, hatten Sie offensichtlich die Motivation zum Lesen!

Was motiviert Sie? Morgens beim Aufstehen, auf der Arbeit, oder beim Deutschlernen? Diskutieren Sie in der Deutschstunde, oder schreiben Sie uns einen Kommentar. 

Und wenn Ihnen die Motivation fehlt: ein Stück Schokolade oder ein bisschen frische Luft helfen bestimmt.

Worterklärungen:

  • Raucherzone f. – Hier dürfen Raucher Zigaretten rauchen.
  • etwas läuft gut – es ist leicht, es ist einfach
  • etwas fällt schwer – es ist schwierig
  • gehen, ging, gegangen – Heute geht es mir gut. Gestern ging es mir schlecht.
  • in- und auswendig kennen – etwas ganz genau kennen.
  • Bahnsteig m. – Im Bahnhof steht man auf dem Bahnsteig und wartet, bis der Zug kommt.
  • schlimm – sehr schlecht
  • woanders – an einen anderen Ort
  • an etwas denken – über etwas nachdenken
  • umpflanzen – Der Blumentopf ist zu klein. Ich muss die Pflanze in einen grösseren Topf pflanzen.
  • offensichtlich – Es ist logisch, es ist klar.

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Griechenland – Geburtsort der Olympischen Spiele (3)

Es ist wieder soweit: Am Freitag haben die Olympischen Sommerspiele in London eröffnet. Zwei Wochen spannende Wettbewerbe in 26 verschiedenen sportlichen Disziplinen liegen vor uns.

Die ersten Olympischen Spiele fanden 776 v. Chr. in Olympia auf dem Peloponnes in Griechenland statt. Doch politische Konflikte zwischen Römern und Griechen waren der Anfang vom Ende der antiken Olympischen Spiele. 393 n. Chr. gab es die letzten Spiele auf dem Peloponnes. Danach waren sie lange Zeit vergessen – bis Archäologen das antike Olympia 1766 wiederentdeckten.

Der Franzose Pierre de Coubertin hatte 1880 die Idee für neue Olympische Spiele, als Symbol des Friedens und der internationalen Verständigung. 1894 gründete er das Internationale Olympische Kommittee (IOC). 1896 fanden die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit in Athen statt.

Die Spiele von Athen waren ein grosser Erfolg. Mit 250 Athleten und 60.000 Zuschauern waren sie das grösste Sportereignis seit der Antike. Sie finden bis heute alle vier Jahre in verschiedenen Ländern statt.

Viele Informationen zu Olympia findet man im Olympischen Museum in Lausanne-Ouchy. Leider ist das Museum bis Ende 2013 wegen Renovierung geschlossen. Deshalb gibt es in den Sommermonaten ein temporäres “schwimmendes” Museum auf dem Schiff “Helvétie”. Der Eintritt ist frei.

Das Museum organisiert auch ein spezielles Programm zu den Olympischen Spielen 2012. Man kann z.B. die Spiele auf einer grossen Leinwand am Quai d’Ouchy live anschauen. Am 1. August, dem Schweizer Nationalfeiertag, gibt es ausserdem eine Tanzperformance an der Fontaine Olympique, um 19.15 Uhr und um 21.30 Uhr.

Inspiration für die nächste Deutschstunde: 

Schauen Sie das Video. 

1. Welchen “Rekord” machte Eric Moussambani bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney?

2. Warum wollte das Italienische Wasserballteam bei der Olympiade 1920 nicht spielen?

Worterklärungen:

  • Geburtsort m. – Der Ort, an dem man geboren ist.
  • eröffnen – Zum ersten Mal öffnen, z.B. ein Supermarkt.
  • spannend = nicht langweilig
  • Wettbewerb m. – Mehrere Personen machen bei einem Wettbewerb mit. Der Beste gewinnt.
  • stattfinden, stattfand, stattgefunden – Am 1. August finden rund um den Genfersee Feuerwerke statt.
  • v. Chr. / n. Chr. – vor / nach Christus
  • wiederentdecken – wiederfinden
  • Verständigung f. – Kommunikation
  • Neuzeit ≠ Antike
  • Zuschauer m. – Publikum
  • Sportereignis n. – Olympiade, Athletissima, Lausanne Marathon…

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Griechenland – Land der Ikonen (2)

Wenn man an griechische Kunst denkt, denkt man zuerst an antike Tempel und Statuen. Diese Statuen zeigen Personen aus der griechischen Götterwelt oder Athleten, z.B. Zeus, Minotaurus, oder der Diskuswerfer des Myron. Aber es gibt noch eine andere Seite der griechischen Kunst: die Ikonenmalerei.

Die Ikonen sind nicht einfach nur schöne Bilder. Die orthodoxen Christen glauben, dass Ikonen besondere Bilder sind. Wenn man eine Ikone betrachtet, gibt es eine spirituelle  Verbindung zwischen dem Betrachter und dem Heiligen auf der Ikone. In jeder orthodoxen Kirche gibt es eine Ikonostase. Das ist eine Wand, an der viele Ikonen hängen. Häufige Motive der Ikonen sind Jesus, Maria, Engel und Propheten.

Die Ikonenmalerei ist nicht einfach nur Malerei. Sie ist ein religiöses Handwerk. Deshalb spricht man auch von “Hagiographie”, “Ikonenschreiben”. Die meisten Ikonen sind Kopien von einem traditionellen Motiv. Es gibt feste Regeln, um eine Ikone zu malen:

– das Motiv ist zweidimensional

– der Hintergrund ist golden

– die Ikone muss mit dem Namen des Heiligen beschriftet sein

Katholische Kirchen sind voller Heiligenstatuen. Das ist in den orthodoxen Kirchen anders. Dort gibt es keine Statuen von Heiligen; es gibt nur Ikonen. Das liegt daran, dass es im antiken Griechenland viele Statuen von Göttern gab. Als Griechenland christlich wurde, wollte man die Tradition der Statuen beenden – und erfand die Ikonen!

Sie sind neugierig auf griechisch-orthodoxe Kirchen und Ikonen, haben aber keine Zeit (oder kein Geld) für eine Reise nach Griechenland? Dann schauen Sie doch einfach in der griechisch-orthodoxen Kirche in der Avenue Florimont in Lausanne vorbei.

Wenn Sie die Ikonenmalerei selbst ausprobieren möchten: im Atelier St. Luc nahe Place Chauderon gibt es regelmäßig Kurse in Ikonenmalerei.

Inspiration für die nächste Deutschstunde: 

Schauen Sie das Video über russische Ikonenmalerei. 

1. Welche Bedeutung haben Ikonen für die Studentinnen?

2. Ist die Ikonenmalerei in Russland ein Beruf mit Zukunft? Warum?

Worterklärungen:

  • Gott, Götter m. – Im Monotheismus gibt es einen Gott; im Polytheismus gibt es viele Götter.
  • besonders – speziell
  • betrachten – ansehen, anschauen
  • Verbindung f. – Mutter und Kind haben eine sehr enge …
  • Betrachter m. – Wenn ich ein Bild anschaue, bin ich ein …
  • häufig – oft
  • Handwerk n. – Berufe im Handwerk: Bäcker, Uhrmacher, Elektroinstallateur…
  • fest ≠ locker
  • beschriftet – In der Schweiz sind die Verpackungen im Supermarkt in mindestens drei Sprachen beschriftet: Deutsch, Französisch und Italienisch.
  • geben, gab, gegeben – In der Deutschen Sprache gibt es regelmäßige und unregelmäßige Verben.
  • erfinden, erfand, erfunden – Die Schweiz ist berühmt für ihre Erfindungen und Innovationen, z.B. das Schweizermesser oder die Schokolade.

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Zu viele Deutsche in der Schweiz?

Die Schweiz ist beliebt bei den Deutschen. Jedes Jahr machen über zwei Millionen Deutsche Urlaub hier. Das ist mehr als ein Viertel aller Touristen, die in die Schweiz kommen. Vielen Deutschen gefällt die Schweiz so gut, dass sie ganz hierher ziehen, um zu leben und zu arbeiten.

276 000 Deutsche leben in der Schweiz. Insgesamt sind es 1,7 Millionen Ausländer, die hier leben. Die Deutschen (14,9%) sind zusammen mit den Italienern (16,3%) und den Portugiesen (12%) unter den “Top 3” der Einwanderer. Die meisten Deutschen wohnen und arbeiten in der Deutschschweiz – zu viele?

Die SVP-Politikerin Natalie Rickli sagte vor kurzem in einem TV-Interview, dass “zu viele Deutsche im Land” leben. In der Deutschschweiz ist das schon lange ein Diskussionsthema. Deshalb wurde jetzt eine Umfrage gemacht. Das Ergebnis: 58% der befragten Schweizer finden die Zahl der Deutschen in der Schweiz in Ordnung. 36% finden, es sind zu viele.

Die Organisation Schweiz Tourismus kritisiert Frau Rickli: einige deutsche Touristen haben ihren Urlaub in der Schweiz abgesagt, weil sie sich nicht mehr willkommen fühlen. Das ist schlecht, weil die Deutschen wichtig sind für den Schweizer Tourismus. Dieser hat zur Zeit sowieso schon genug Schwierigkeiten wegen des starken Frankens.

Ein anderer Aspekt: Deutschland ist beliebt bei den Schweizern. 26% ihrer Ferien im Ausland machen die Schweizer in Deutschland. Deutschland ist mit Frankreich und den USA auch ein beliebtes Land zum Auswandern. Ende 2011 lebten und arbeiteten 79 050 Schweizer in Deutschland.

Die Schweiz ist keine Insel. Sie ist nicht isoliert. Sie gehört zwar nicht zur EU, aber sie liegt trotzdem mitten in Europa. Deshalb ist es normal, dass auch die Schweiz an der Mobilität und Migration in Europa teilhat.

Was meinen Sie? Leben zu viele Deutsche in der Schweiz? Oder ist es gut für die Schweiz, dass so viele Menschen mit verschiedenen Nationalitäten hier leben? Diskutieren Sie in der Deutschstunde. Wir freuen uns auch über Kommentare – schreiben Sie uns!

Worterklärungen

  • beliebt sein – viele Leute mögen es/jemanden
  • Urlaub m. = Ferien
  • Ausländer m. – Jemand, der aus einem anderen Land kommt.
  • Einwanderer / Auswanderer m. – Ich wandere aus Deutschland aus und in die Schweiz ein, um dort zu leben.
  • vor kurzem – vor ein paar Tagen, vor ein paar Stunden
  • Umfrage f. – Man fragt viele Leute nach ihrer Meinung zu einem Thema.
  • Ergebnis n. = Resultat
  • absagen – annullieren
  • Schwierigkeiten f. – Probleme
  • teilhaben – ein Teil von etwas sein

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Das Ende der ersten Halbzeit

Damit haben weder seine Fans, noch Lucio Dalla gerechnet: das Konzert, das er vergangenen Mittwoch in Montreux gegeben hat, war sein letztes Konzert. Er starb am nächsten Morgen nach dem Frühstück an einem Herzinfarkt. Er wurde 68 Jahre alt.

Lucio Dalla zeigte schon als kleiner Junge musikalisches Talent. Mit sieben Jahren spielte er Akkordeon, mit dreizehn Jahren Klarinette. Seine Karriere startete er in einer Jazzband. In den 60er Jahren gab er Konzerte mit bekannten Jazz-Musikern wie Chet Baker oder Charlie Mingus. Später machte er eine Solokarriere als Sänger und Komponist.

Lucio Dalla war praktizierender Katholik und christliche Werte wie die Nächstenliebe waren ihm sehr wichtig. Er hatte ein Herz für die Armen. Jedes Jahr an Neujahr hat er die Obdachlosen seiner Heimatstadt Bologna in ein gutes Restaurant eingeladen.

Lucio Dalla glaubte daran, dass das Leben nach dem Tod weitergeht. Er sagte einmal: “Ich glaube nicht an den Tod. Er ist nur das Ende der ersten Halbzeit.”

Inspiration für die nächste Deutschstunde:

1) Welche Werte sind Ihnen wichtig? Disziplin, Gerechtigkeit, Pflichterfüllung, Nächstenliebe, Ehrlichkeit, Bescheidenheit … Nennen Sie drei Werte, die für Sie wichtig sind. Warum sind sie Ihnen wichtig?

2) Woran glauben Sie? Gibt es ein Leben nach dem Tod? Oder ist alles zu Ende, wenn wir sterben? Diskutieren Sie.

Wie immer freuen wir uns auch über Kommentare!

Worterklärungen:

  • erste Halbzeit – im Sport z.B. beim Fussball, gibt es eine erste und eine zweite Halbzeit
  • weder…noch – Im Supermarkt kaufe ich weder Äpfel noch Birnen. Ich kaufe Bananen.
  • mit etwas rechnen – glauben, dass etwas passiert
  • geben, gab, gegeben – Musiker geben Konzerte.
  • sterben, starb, gestorben – Das ist 100% sicher: jeder von uns wird eines Tages sterben.
  • Herzinfarkt m. – Daran sterben viele Menschen, besonders Männer.
  • Wert m. – Das, was uns im Leben wichtig ist. Werte sind z.B. Disziplin, Ehrlichkeit, Gerechtigkeit…
  • Nächstenliebe f. – Man soll zu allen anderen Menschen so gut sein wie zu sich selbst.
  • ein Herz für etwas / jemand haben – Etwas / jemanden besonders mögen.
  • Obdachloser m. – Jemand, der kein Haus oder eine Wohnung hat.
  • Heimatstadt f. – Die Stadt, aus der ich komme.
  • einladen – Ich lade dich ein. Ich zahle die Rechnung.

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Ein Tag für Verliebte

Die einen lieben ihn, die anderen sind von ihm genervt – am 14. Februar ist Valentinstag. Wenn man verliebt ist, findet man es schön, in den Geschäften überall Herzen zu sehen: Pralinenschachteln in Herzform, und rote Rosen, die man zum Valentinstag verschenken kann. Denn wenn man verliebt ist, sieht man sowieso überall nur Herzen und rote Rosen, oder?

Wenn man nicht verliebt ist, ist einem der Valentinstag egal. Vielleicht macht er einen sogar etwas traurig, weil man zur Zeit niemanden hat, dem man ein Valentinsgeschenk machen könnte.

Der Valentinstag hat eine lange christliche Tradition. Sein Name kommt wahrscheinlich von dem römischen Priester Valentin aus dem 3. Jahrhundert. Damals war das Christentum in Rom verboten und man durfte auch nicht christlich heiraten. Valentin traute aber trotzdem verliebte Paare und schenkte ihnen Rosen. Deswegen haben die Römer Valentin hingerichtet.

Der Valentinstag wird weltweit in verschiedenen Ländern unterschiedlich gefeiert. In England und Amerika verschickt man Liebesgedichte und Grusskarten. In Deutschland und in der Schweiz verschenkt man Blumen und Schokolade. Schokolade verschenkt man auch in Japan – aber nur die Frauen. Sie schenken sie nicht nur ihrem Freund oder Ehemann, sondern auch ihrem Chef!

Aus Italien kommt ein besonderer Valentinsbrauch, den man seit einigen Jahren auch in Frankreich und in Deutschland sieht. Verliebte hängen ein Schloss mit ihren Initialen an ein Brückengeländer. Danach werfen sie den Schlüssel ins Wasser. Das Schloss ohne Schlüssel ist ein Symbol für die ewige Liebe des Paares. Romantisch!

Was ist Ihre Meinung? Ist der Valentinstag eine nette Tradition? Ist er Ihnen egal? Oder sind Sie genervt von den vielen Herzen und roten Rosen? Wir freuen uns auf Kommentare!

Inspiration für die nächste Deutschstunde: 

1) Lesen Sie das Liebesgedicht “Klärchens Lied” von Johann Wolfgang Goethe. Lesen Sie es auch laut vor.

2) Goethe beschreibt verschiedene Stimmungen: Glück, Traurigkeit, Unsicherheit. Ordnen Sie die Adjektive den verschiedenen Stimmungen zu. Welche anderen Adjektive kennen Sie noch?

Worterklärungen

  • genervt sein – etwas total blöd finden
  • Pralinenschachtel f. – Karton mit Pralinen
  • Herzform f. – sieht aus wie ein Herz
  • zur Zeit – im Moment, jetzt
  • ein Geschenk machen – etwas schenken
  • wahrscheinlich – es ist nicht 100% sicher, aber xx% wahrscheinlich
  • verboten – illegal
  • Priester m. – Der Priester feiert den Gottesdienst in der Kirche.
  • trauen – verheiraten. Bei der Hochzeit traut der Priester das Paar in der Kirche.
  • hinrichten – töten
  • weltweit – auf der ganzen Welt
  • verschieden = unterschiedlich – nicht gleich
  • verschicken – mit der Post schicken
  • Liebesgedicht n. – Gedicht über die Liebe
  • Grusskarte f. – Geburtstagskarte, Glückwunschkarte, Postkarte…
  • nicht nur…sondern auch – Im Supermarkt kaufe ich nicht nur Karotten, sondern auch Bananen.
  • Brauch m. – Tradition
  • Schloss n. – An der Tür ist ein Schloss, das man mit dem Schlüssel abschliessen kann.
  • Brückengeländer n. – Die Brücke hat ein Geländer, damit man nicht ins Wasser fällt.

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