Archive for category Plural

Griechenland – Kultur, Geschichte, und Meer (1)

Der Sommer ist da, und mit ihm die Ferienzeit. Ferienzeit ist auch Reisezeit: Haben Sie ihre Ferienreise schon gebucht? Oder sind Sie noch auf der Suche nach dem richtigen Reiseziel?

Es soll nicht zu weit weg sein – aber weit genug, um den Alltag wirklich hinter uns zu lassen. Denn wie oft haben wir im Büro vor einem Berg stressiger Arbeit gesessen und uns gewünscht, auf einer einsamen Insel zu sein…

…auf einer einsamen Insel wie Milos in Griechenland!

Milos gehört zu der Inselgruppe der Kykladen in der Südlichen Ägäis. Sie ist eine Vulkaninsel. Der letzte Ausbruch liegt zwar schon 60’000 Jahre zurück, aber der Vulkan ist immer noch aktiv. Deswegen findet man auf Milos auch viele verschiedene Gesteine und Mineralien: Obsidian, Quarz und – Gold!

Milos bekommt deshalb oft den Namen “Insel der Farben”. Denn die verschiedenen Gesteine mit ihren verschiedenen Farben geben der Insel viele verschiedene “Gesichter”, z.B. die weiße Mondlandschaft von Sarakiniko, oder die roten und gelben Felsen von Paleochori.

Doch nicht nur die Steine auf Milos sind bunt: in kleinen Orten an der Küste gibt es die Syrmata. Das sind Häuser direkt am Meer, in denen Fischer wohnen und im Winter ihre Boote unterstellen. Die Syrmata sind weiss mit bunten Balkonen und Türen – ein echter “Hingucker”!

Wenn Sie also diesen Sommer frische Farbe in ihren grauen Alltag bringen wollen: auf nach Milos!

Inspiration für die nächste Deutschstunde: 

1. Verreisen Sie diesen Sommer? Oder machen Sie Ferien in “Balkonien”? Was ist Ihr liebstes Reiseziel? Diskutieren Sie. 

2. Sie reisen auf eine einsame Insel und dürfen nur drei Dinge mitnehmen. Welche sind das?

Links zu Milos:

Wikipedia

Blog über Milos

Offizielle Webseite von Milos, auf Griechisch, Englisch, Italienisch

Worterklärungen: 

  • buchen, gebucht – eine Reise buchen, ein Hotel buchen, ein Flugticket kaufen
  • auf der Suche sein – suchen
  • einsam – allein
  • zu etwas gehören – Teil von etwas sein
  • Ausbruch m. – hier: Vulkanausbruch
  • zurückliegen – etwas liegt lange zurück = es ist vor vielen Jahren passiert
  • Gestein n. – Steine, Felsen
  • Felsen m. – großer Stein
  • Landschaft f. – Die Landschaft der Schweiz: Berge, Täler, Seen.
  • Mondlandschaft f. – Hier sieht es aus wie auf dem Mond.
  • bunt – viele Farben
  • Küste f. – Der Genfersee hat ein Ufer. Das Mittelmeer hat eine …
  • unterstellen – Wenn es regnet, stellen wir uns unter (… ein Dach, oder unter einen Schirm).
  • Hingucker n. – Etwas besonders schönes oder auffälliges, z.B. in Lausanne im Flon die Fassade des “Trophy” Sportgeschäfts
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Wie schmeckt Lausanne?

Süss… sauer… salzig… bitter… scharf… herzhaft… mild… pikant… Kann eine Stadt denn überhaupt nach etwas schmecken? Die Stadt selbst schmeckt natürlich nach nichts – aber das, was man in der Stadt essen kann! Doch wenn man essen geht, ist es nicht nur das Gericht, das einem schmeckt oder nicht: man “schmeckt” auch die Atmosphäre in einem Restaurant oder zu Hause bei Freunden. Wenn die Atmosphäre gut ist, schmeckt auch das Essen doppelt so gut.

Dieses Jahr ist die beste Gelegenheit, um den “Geschmack” von Lausanne zu kosten. Denn Lausanne ist “Stadt des Geschmacks 2012”. Deshalb kann man in diesem Sommer von Mai bis September an aussergewöhnlichen Orten in Lausanne essen oder etwas über das Essen in der Region lernen.

Ein paar Beispiele: Wie wäre es mit einem Brunch im romantischen Park Mon Repos? Das können Sie immer Sonntags im Juli tun. Wenn Sie es lieber rustikal mögen, dann ist vielleicht der Besuch des Tierparks in Sauvabelin etwas für sie. Dort werden die Tiere präsentiert und man kann bei einem kleinen Buffet regionale Produkte probieren. Aber vielleicht möchten Sie zuerst die elementare Frage klären: Was ist Geschmack? Wie funktioniert es, dass wir etwas schmecken? Dann sind Sie richtig im Atelier 3 in der Unil am 13. Juni. Dort wird alles rund um den Geschmack erklärt.

Sie haben Lust bekommen, ein exklusives Menü selbst zu kochen? Hier ist eine Auswahl von Rezepten für verschiedene Menüs aus Lausanner Restaurants. Oder Sie sagen: “Heute bleibt die Küche kalt – wir gehen essen!” Dann finden Sie hier eine Liste der Restaurants, die für “Stadt des Geschmacks” spezielle Menüs im Angebot haben.

Guten Appetit wünscht das Team von Espace Allemand!

Inspiration für die nächste Deutschstunde: Lesen sie die Adjektive aus dem ersten Satz. Süss… sauer… salzig… bitter… scharf… herzhaft… mild… pikant… Welches Adjektiv passt zu welchem Essen? Finden Sie für jedes Adjektiv mindestens zwei Beipiele. Kennen Sie noch weitere Adjektive, die den Geschmack von Essen beschreiben?

Worterklärungen:

  • schmecken – “Das Essen schmeckt gut!”
  • Gelegenheit f. – es ist möglich, etwas bestimmtes zu tun
  • kosten – hier: “Die Torte sieht lecker aus.” – “Möchtest du mal kosten?” – “Ja, gerne! Hmm, schmeckt so lecker, wie sie aussieht!”
  • Geschmack m. – Es hat einen guten Geschmack. Es schmeckt gut.
  • aussergewöhnlich – speziell, nicht normal
  • probieren – hier: kosten
  • eine Frage klären – eine Frage beantworten

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Unsere kleine Farm – auf dem Balkon!

violette Kohlrabi, Schnittlauch und anderesGemüse und Salat aus dem eigenen Garten… Für viele Menschen, die in der Stadt in einer Wohnung leben, ist das nur ein Traum. Denn wo soll man in der Stadt Gemüse anbauen? Man kann natürlich einen Schrebergarten mieten, aber das ist nicht immer praktikabel: Oft ist er weit von der Wohnung entfernt, und er ist arbeitsintensiv. Wenn man den ganzen Tag in einem Büro gearbeitet hat, möchte man abends nicht mehr viel Zeit und Arbeit in einen Garten investieren.

Doch viele Städter möchten trotzdem nicht auf frisches Gemüse aus eigenem Anbau verzichten. Seit einigen Jahren  gibt es deshalb einen neuen Trend: Urban Farming oder Urban Gardening. Dieser Trend kommt aus den USA, aber er hat sich heute in vielen Städten in Europa und natürlich auch in der Schweiz etabliert.

Die “kleinen Farmen” in der Stadt sind ganz unterschiedlich. Man findet sie auf Dächern, auf freien Flächen zwischen Häuserblocks, oder auf Balkonen. Ja, auch auf dem Balkon oder auf der Fensterbank kann man Gemüse anbauen: Salat, Tomaten und sogar Kartoffeln. Wenn man wenig Platz hat, sind Kräuter wie Basilikum, Thymian oder Rosmarin ein guter Kompromiss. Es müssen ja nicht immer Blumen sein!

In der Schweiz finden auch Universitäten die Stadtfarmen interessant. Dabei geht es nicht nur um Gemüse, sondern auch um Nutztiere. In Lausanne z.B. gibt es ein Projekt, um Bienen in der Stadt zu züchten. Das Unternehmen Urban Farmers hat in Kooperation mit der ZHAW Zürich spezielle Treibhäuser entwickelt, um auf Dächern Gemüse anzubauen und Fische zu züchten. Vielleicht kann man schon bald in der Migros Fische “aus der Region” kaufen, die auf einem Dach im Flon-Quartier geschwommen sind…

Inspirationen für die nächste Deutschstunde:

I. Schauen Sie das Video vom Urban Farming Projekt Landhof in Basel. Wie lange gibt es das Gartenprojekt schon? Wie viele Leute machen bei dem Projekt mit? Was sagen die Nachbarn zu dem Projekt? 

II. Wie finden Sie die Idee des Urban Farming? Haben Sie schon mal selbst Gemüse angebaut? Oder kaufen Sie das Gemüse lieber im Supermarkt? Diskutieren Sie.

Worterklärungen

  • Gemüse n. – Kartoffeln, Karotten, Brokkoli, Tomaten, Kürbis…
  • anbauen – In einem Garten kann man Gemüse anbauen.
  • Schrebergarten m. – kleiner Garten, Familiengarten
  • weit entfernt = nicht nah
  • Städter m. – Jemand, der in der Stadt lebt.
  • verzichten – etwas nicht haben
  • unterschiedlich = verschieden
  • Fläche f. – ein Stück Land
  • Häuserblock m. – Viele Häuser nebeneinander in der Stadt sind ein Häuserblock.
  • Fensterbank f. – Vor dem Fenster auf der … kann man Blumen hinstellen. Oder Salat anbauen!
  • Nutztier n. – Tiere, die nützlich für den Menschen sind. Kühe, Schafe, Hühner, Fische, Bienen…
  • Biene f. – Ohne Bienen hätten wir keinen Honig.
  • züchten – Tiere haben und vermehren
  • Treibhaus n. – Treibhäuser sind ganz aus Glas und haben ein warmes Klima. In Treibhäusern wächst Gemüse besonders gut.
  • schwimmen, schwamm, geschwommen – Im Genfersee schwimmen im Sommer nicht nur Fische, sondern auch Menschen!

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Mehr Ferien? Die Schweizer sagen “Nein”!

Am Sonntag haben die Schweizer abgestimmt: ein klares “Nein!” zu sechs Wochen Ferien. Seit 1984 haben die Schweizer vier Wochen Ferien. Aber heute, in der Zeit von Computer und Globalisierung, ist die Arbeit stressiger und anstrengender als früher.

Deshalb sagt die Initiative “6 Wochen Ferien für alle”, vier oder fünf Wochen Ferien genügen nicht mehr. Viele Arbeitnehmer sind oft krank, und oft ist die Diagnose: “Burnout”. Mehr Ferien sind wichtig für die Gesundheit. Wenn man öfter Ferien macht, bleibt man gesund und ist produktiver bei der Arbeit.

Die Schweizer Arbeitnehmer sehen das aber nicht so. Die Abstimmung von Sonntag hat gezeigt: vier Wochen Ferien genügen den Schweizern.

Andere Länder in Europa haben mehr Ferien als die Schweiz. In Deutschland und in Frankreich sind sechs Wochen Ferien ganz normal. Man arbeitet dort auch weniger Stunden als in der Schweiz.

International sieht es anders aus: in den USA und in Kanada haben die Menschen nur zwei oder drei Wochen Ferien und finden das ganz normal. In China ist es normal, sechs oder sieben Tage in der Woche zu arbeiten. Und Ferien? Eine Woche im Jahr genügt!

Aus der Sicht eines Amerikaners oder eines Chinesen haben die Schweizer also ganz viel Ferien!

Inspiration für die nächste Deutschstunde:

Ferien können auch stressig sein, besonders wenn man verreisen will. Schauen Sie das Video. Wohin möchte der Mann reisen und warum? Was will er bei der Reservierung ändern? Welche alternativen Flüge bietet ihm die Dame im Reisebüro an?

Worterklärungen

  • abstimmen – wählen. Wer ist dafür? Wer ist dagegen?
  • anstrengend – Die Arbeit ist anstrengend. Danach ist man sehr müde.
  • genügen – Das Essen genügt mir. Ich habe genug gegessen. Ich bin satt.
  • Arbeitnehmer m. ≠ Arbeitgeber m. Der Chef ist der Arbeitgeber.
  • aus der Sicht – aus der Perspektive
  • Reisebüro n. – Dort kann man eine Reise buchen.
  • anbieten – offerieren

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Persönlichkeiten am Genfersee (III) – Charlie Chaplin

Melone, Schnurrbart, weite Hose, zu grosse Schuhe, Spazierstock – das ist Charlie Chaplin. Sein Stil hat ihn bekannt gemacht wie eine Marke: Rolex, Apple, Lindt, Coca-Cola, Charlie Chaplin.

Charlie Chaplin war einer der ersten Superstars von Hollywood. Was viele nicht wissen: er war kein Amerikaner, sondern Brite. Das Publikum liebte Chaplins Humor und seine Komödien. 1925 war er der erste Schauspieler, der es auf die Titelseite des “Time Magazine” geschafft hat.

Chaplin hatte auch musikalisches Talent. Er hat die Filmmusik für seine eigenen Filme komponiert und gewann 1973 einen Oscar für den Soundtrack zu seinem Film “Limelight”.

Charlie Chaplin hatte neben seinen künstlerischen Talenten auch ein grosses Interesse an Politik. Politisch war Chaplin links und zeigt dies auch in seinen Filmen. Sein Film “Der grosse Diktator” ist eine faszinierende Parodie auf Hitler und Nazi-Deutschland.

Sein politisches Engagement führte dazu, dass Chaplin in der 1953 in der Zeit des Kalten Krieges kein Visum mehr für die USA bekommen hat. Deshalb zogen er und seine vierte Ehefrau Oona in die Schweiz an den Genfersee. Sie lebten lange in Vevey. Eine Statue von Chaplin steht dort am Seeufer, und zwei Hochhäuser in Corsier sind mit Bildern aus seinen Filmen bemalt. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof von Corsier.

Viele Filme von Charlie Chaplin waren Stummfilme, das heisst die Schauspieler haben nicht gesprochen. Trotzdem versteht man ganz genau, was passiert, und die Filme sind sehr lustig.

Inspirationen für die nächste Deutschstunde: 1) Schauen Sie das Video an und erzählen Sie, was passiert. Wie könnte die Geschichte weitergehen? Diskutieren Sie mit dem/der Lehrer/in und mit den anderen Deutschschülern. 2) Schauen Sie das Video noch einmal an und improvisieren Sie einen Dialog mit verschiedenen Rollen. 

Auch Kommentare hier auf dem Blog sind herzlich willkommen!

Worterklärungen

  • Persönlichkeit – bekannte Person
  • bekannt – jeder kennt es
  • Marke f. – Rolex, Apple, Lindt …
  • sondern – Ich mag keine Äpfel, sondern Bananen.
  • Brite m. – aus Grossbritannien
  • Titelseite f. – die erste Seite eines Magazins, einer Zeitung
  • es schaffen – ein Ziel erreichen
  • Talent n. – Er kann etwas besonders gut. Er hat Talent.
  • Soundtrack = Filmmusik
  • gewinnen, gewann, gewonnen – Im Lotto kann man jede Woche 1 Million Franken gewinnen… wenn man viel Glück hat!
  • dazu führen, dass – Ich lerne jeden Tag 5 neue deutsche Vokabeln. Das führt dazu, dass ich nach 30 Tagen 150 neue deutsche Wörter kenne.
  • Kalter Krieg m. – Rivalität zwischen den USA (Westen) und der UdSSR (Osten) von 1945 bis 1989
  • ziehen, zog, gezogen – Ich ziehe weg aus der Schweiz. Ich ziehe nach Deutschland.
  • Hochhaus, Hochhäuser n. – hohes Haus mit vielen Etagen
  • stumm – nicht sprechen

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Kostenlos, aber nicht umsonst

Jetzt ist es offiziell: der Sommer ist vorbei. Wenn man aus dem Haus geht, muss man eine Jacke anziehen. Es gibt Tage, an denen man keine Berge sieht, weil der Nebel über dem See so dicht ist. Die Blätter der Bäume sind bunt und die Landschaft leuchtet in vielen Farben wie ein abstraktes Gemälde.

Sicht von Sauvablin

Deshalb ist der Herbst eine gute Zeit für Spaziergänge. Die schönsten Herbstfarben sieht man unten am Seeufer in Vidy oder hoch oben in der Stadt in Sauvabelin. Doch was soll man tun, wenn das Wetter schlecht ist? Shoppen? Ins Kino? Warum nicht ins Museum! In Lausanne und Umgebung gibt es über zwanzig Museen mit verschiedenen Themen: Kunst, Architektur, Fotografie, Geschichte, Archäologie…

Der beste Tag für eine Museumstour ist der erste Samstag im Monat. Dann ist der Eintritt in fünfzehn Museen kostenlos. Im Palais de Rumine gibt es sechs Museen unter einem Dach. Man kann Gemälde und Skulpturen ansehen im Kunstmuseum, oder das Skelett eines Mammuts im Museum für Geologie. Ein sehr spezielles Museum ist das Museum für Art Brut. Dort gibt es Gemälde und Skulpturen von Künstlern, die Autodidakten sind. Einige der Künstler waren psychisch krank. Sie haben trotzdem oder gerade aus diesem Grund ein sehr faszinierendes Werk geschaffen.

Ein Besuch in den Museen der Stadt ist am ersten Samstag im Monat kostenlos, aber sicher nicht umsonst!

Museen in Lausanne und Pully

Worterklärungen

  • kostenlos = gratis
  • umsonst – Als ich zum Museum ging, war das Museum geschlossen. Ich bin umsonst dorthin gegangen. Oder: Es kostet nichts. Der Eintritt ist umsonst.
  • Nebel m. – Im Herbst gibt es oft Nebel über dem Genfersee. Im Nebel kann man nicht viel sehen.
  • dicht – Wenn der Nebel sehr dicht ist, kann man nichts mehr sehen.
  • bunt – viele Farben
  • Gemälde n. – Ein Maler malt ein Bild. Dieses Bild ist ein…
  • Museum n., pl. Museen
  • Werk n. – Alle Gemälde eines Malers sind sein…
  • schaffen – machen, tun

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Die Qual der Wahl

Es ist wieder soweit: am 23. Oktober wählt die Schweiz einen neuen National- und Ständerat. In den Strassen von Lausanne fühlt man sich im Moment wie in einem Supermarkt der Politik. Überall hängen Plakate der verschiedenen Parteien: Liberale, Linke, Grüne…
Wahlplakate in Lausanne
Die Parteien möchten natürlich so viele Wähler wie möglich bekommen. Deshalb zeigen sie auf ihren Plakaten aktuelle Themen, für die sich die Wähler interessieren: Ökologie, Immigration oder die Krankenversicherung. Jede Partei verspricht, dass sie die beste Lösung für alle Probleme hat. Leider ist es manchmal so, dass eine Partei nicht macht, was sie vor der Wahl versprochen hat. Deshalb sind einige Wähler enttäuscht von der Politik. Manche gehen deshalb gar nicht mehr wählen.

Andere gehen nicht wählen, weil es in der direkten Demokratie der Schweiz so oft Wahlen gibt. Im Kanton Waadt haben bei den Parlamentswahlen 1999 nur 31,5 % der Wahlberechtigten gewählt. Damit die Wähler nicht mehr in ein Wahlbüro gehen müssen, können sie im Kanton seit 2002 per Briefwahl wählen. Mit Erfolg: 2003 haben in der Waadt 42,7 % der Wahlberechtigten gewählt.

In Zukunft wird das Wählen in der Schweiz vielleicht noch bequemer. Die Kantone Genf, Neuenburg und Zürich testen seit einigen Jahren ein elektronisches Wahlsystem. Damit kann man über das Internet wählen. Das ist besonders praktisch für Schweizer, die im Ausland leben. 2011 können Auslandsschweizer der Kantone Aargau, Basel-Stadt, Graubünden und St. Gallen zum ersten Mal per e-Voting wählen.

Apropos e-Voting – ist das eine gute Idee oder ist es nicht sicher genug? Was ist Ihre Meinung? Wir freuen uns auf Kommentare!

Interaktive Wahlbörse des SRF mit Prognosen zur Wahl am 23. Oktober 2011

Worterklärungen

  • Qual f. – Schmerzen
  • es ist soweit – es ist Zeit für …
  • Nationalrat m. – Parlament der Schweiz
  • Plakat n. – Poster, grosses Bild
  • verschieden – nicht gleich
  • Wähler m. – bei einer Wahl wählen die Wähler eine Partei
  • Krankenversicherung f. – wenn man krank ist, zahlt die Versicherung
  • versprechen – Der Vater verspricht seiner Tochter: “Zum Geburtstag bekommst du einen Hund”.
  • enttäuscht – Die Tochter ist enttäuscht, denn sie hat keinen Hund zum Geburtstag bekommen.
  • gar nicht mehr – überhaupt nicht mehr, nicht mehr
  • oft – häufig, viele Male
  • Wahlberechtigter m. – jemand, der bei einer Wahl wählen darf
  • Wahlbüro n. – dort geht man wählen
  • Ausland n. – nicht das eigene Land

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