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Ein neuer Tunnel für die LEB

Die Avenue d’Echallens ist die zentrale Achse durch Lausanne nach Nordwesten. Die Avenue ist voll: Autos, Velos, Busse und die LEB teilen sich die Fahrbahn.

Wenn man als Fussgänger die Strasse überqueren will, muss man besonders aufpassen. Denn wenn man es über die Fahrbahn geschafft hat, wo Autos und Busse fahren, muss man noch die Schienen der LEB überqueren – und dort fahren auch Busse.

Mir ist es schon passiert, dass ich einen Bus nicht rechtzeitig gesehen habe. Der Busfahrer hat mich aber rechtzeitig gesehen und gehupt – zum Glück!

Im Oktober letzten Jahres hatte eine Frau nicht so viel Glück. Sie wurde beim Überqueren der Strasse von der LEB überfahren. Vielleicht erinnern Sie sich auch noch an den tragischen Unfall von 2011, als ein kleiner Junge von einem Bus überfahren wurde.

Eine traurige Bilanz für die Avenue d’Echallens. Doch das wird sich hoffentlich bald ändern. Letzte Woche hat die Stadt Lausanne beschlossen, dass der LEB-Tunnel verlängert wird bis zur Haltestelle Prilly-Union. Die Bauarbeiten sollen 2017 beginnen.

Dann verschwindet die LEB von der Strasse. Es gibt mehr Platz für Busse, Autos, Velos und Fussgänger – und hoffentlich weniger Unfälle!

Worterklärungen:

  • Fahrbahn f. – Teil einer Strasse. Dort fahren Autos, Velos, Busse, Taxis usw.
  • Fussgänger m. – Jemand, der zu Fuss unterwegs ist.
  • überqueren – von einer Seite der Strasse auf die andere Seite gehen
  • aufpassen – genau hinschauen, aufmerksam sein
  • Schiene f. – darauf fährt der Zug
  • rechtzeitig – bevor es zu spät ist
  • hupen – Wenn die Ampel grün wird und ich fahre nicht sofort los, hupt mindestens ein Auto hinter mir.
  • überfahren – Der Zug hat sie überfahren. Sie war sofort tot.
  • Unfall m. – Es war ein schwerer Unfall. Mehrere Menschen wurden verletzt.

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Minimalist oder Sammler?

Ich habe viele Sachen. Ich habe viele Kleider, viele Bücher, viele CDs. Ich habe viele Dinge zum Dekorieren. Ich habe all diese Dinge, weil ich sie von Zeit zu Zeit brauche. Ich mag meine Sachen. Aber manchmal denke ich: „Es ist genug! Es ist zuviel!“

Dann versuche ich auszumisten. Doch reduzieren fällt mir schwer. Denn: Was ist wichtig? Was brauche ich nicht? Was könnte ich später noch einmal gebrauchen?

Wenn ich dann ausmiste, passiert oft das: Ich sortiere alte Magazine und sehe einen interessanten Artikel auf dem Titel – den muss ich natürlich erst einmal lesen. Ich sortiere meinen Kleiderschrank und finde ein schönes Kleidungsstück, das ich schon lange nicht mehr getragen habe – das muss ich erst einmal anprobieren. Undsoweiter…

Ich bin schon oft umgezogen. Jedes Mal habe ich vorher ausgemistet. Ich habe schon viele, viele Kartons mit Büchern und CDs, mit Kleidern und allen möglichen Dingen verkauft, gespendet, weggeworfen. Trotzdem habe ich immer noch viel.

Es scheint mir, als hätte ich immer gleich viele Dinge. Auch wenn ich schon oft versucht habe, weniger zu haben: schnell habe ich wieder so viel wie vorher.

Habe ich vielleicht ein Kontingent für Dinge? Und muss ich damit immer bis zum Limit gehen?

Ich kenne einige Leute, die weniger Dinge haben als ich. Ich bewundere sie. Ich hätte auch gern weniger. Denn im Herzen bin ich Minimalistin. Aber in der Realität – eine notorische Sammlerin!

Sind Sie auch ein Sammler? Oder ist Ihr Keller leer? Fällt es Ihnen leicht auszumisten? Oder geht es Ihnen so ähnlich wie mir? Diskutieren Sie in der Deutschstunde – oder schreiben Sie uns auch gerne einen Kommentar!

Worterklärungen:

  • Sammler m. – hier: Jemand, der viele Sachen hat: CDs, Bücher, Fotos, Schuhe….
  • Ding n. = Sache
  • ausmisten (ugs.) – aussortieren, wegwerfen
  • könnte – Konj. II von können
  • umziehen – in eine andere Stadt oder eine andere Wohnung ziehen
  • spenden – schenken, z.B. an das Rote Kreuz, Terre des Hommes…
  • es scheint mir – ich glaube …
  • hätte – Konj. II von haben
  • bewundern – etw./jmd. gut finden
  • Keller m. – Unter einem Haus ist oft ein …

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Ein Tag mit Freunden

Foto: Jess Pac, flickr creative commons

Foto: Jess Pac, flickr creative commons

Gestern haben wir dieTaufe eines kleinen Jungen gefeiert. Der Kleine ist das dritte Kind unserer Freunde und hat noch zwei ältere Schwestern. Alle sind sehr stolz auf ihn. Es war ein schönes Fest.

Nach der Kirche fuhren wir aus der Stadt hinaus, um in einem Lokal an einem Sportplatz zu feiern. Auf der Feier waren viele Familien mit Kindern; eine Familie brachte gleich sechs ihrer acht Kinder mit! Obwohl sich nicht alle kannten, hatten die Gäste einen guten Draht zueinander. Die Stimmung war fröhlich.

Nach dem Essen spielten die Männer mit den grösseren Kindern Fussball; die Frauen passten auf die Kleineren auf und quatschten. Am Schluss liefen alle gemeinsam eine Runde um den Sportplatz herum.

Als ich wieder zu Hause war, dachte ich noch lange an die Feier und fragte mich: Warum machen wir so etwas nicht öfter?

Auch ohne offiziellen Anlass könnte man viel öfter miteinander etwas unternehmen: ein Picknick unten am See in Vidy; eine Fahrradtour durch die Lavaux; eine Wanderung durch die Dörfer oberhalb von Lausanne; oder einen Ausflug mit dem Schiff nach Frankreich.

Haben wir Sie inspiriert? Was haben Sie mit Ihren Freunden unternommen? Was war das Besondere an diesem Tag? Erzählen Sie in der Deutschstunde  – oder schreiben Sie uns einen Kommentar!

 

Worterklärungen:

  • Taufe f. – In der Kirche tauft der Priester ein Kind (oder einen Erwachsenen) mit Wasser.
  • stolz – Wenn die Kinder klein sind, sind Eltern immer stolz auf ihre Kinder. Später sind die Eltern stolz, wenn die Kinder etwas gut machen, z.B. in der Schule.
  • Lokal n. – Restaurant, Bar
  • Feier f. – Fest
  • Gast, Gäste m. – Menschen, die zu einem Fest eingeladen sind
  • mitbringen, brachte mit – Ich lade dich zu meinem Geburtstag ein. Du kannst auch einen Freund mitbringen.
  • einen guten Draht haben – sich gut verstehen
  • Stimmung f. – Atmosphäre
  • quatschen – (ugs.) reden
  • Schluss m. – Ende
  • offizieller Anlass – Hochzeit, Taufe, Geburtstag, Jubiläum…
  • unternehmen, unternommen – etwas machen
  • Dorf, Dörfer n. – kleiner Ort
  • Ausflug f.- Exkursion
  • besonders – speziell

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Ein Firmenjubiläum – Früchte ernten und miteinander teilen

Am Freitag, dem 30. August hat eine kleine Schar Kunden, Lehrer und Freunde zusammen das 5-jährige Jubiläum von Espace Allemand auf der Esplanade de Prieuré in Pully gefeiert.

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Es gab Käse, Wein und vor allem viele Früchte: Aprikosen, Äpfel, Trauben, Melonen. Es wurde eine Rede gehalten (klicken Sie hier um die Rede auf französisch zu lesen) und alle haben sich davor und danach recht gut unterhalten. Das Wetter hätte besser nicht sein können.

Ein gelungenes Fest!

Namentlich möchte ich allen Mitarbeitenden von Espace Allemand danken:

Ursula, Gérald, Walter, Nutsara, Julia, Ursina, Nadine, Selina und Madeleine

Irene  mit Blumenstrauss von Sylvia

Ich freue mich auf die nächsten Jahre mit euch, liebe Kolleginnen, liebe Kollegen und mit Ihnen, liebe Kundinnen, liebe Kunden.

PS: Wer vergessen  hat ein Buchzeichen mitzunehmen, soll hier doch einen Kommentar schreiben oder mich per E-Mail kontaktieren. Ich schicke Ihnen gerne ein Buchzeichen per Post! Klicken Sie auf das Bild um es zu vergrössern.

Buchzeichen / marque page

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Die Muttersprache – Ein Stück Heimat

Sie gibt uns ein Gefühl der Vertrautheit, sie ist ein Stück Heimat in der Fremde, sie ist Teil unserer Identität – die Muttersprache. Der Begriff “Muttersprache” sagt schon vieles: Wir kennen diese Sprache von klein auf; unsere Mutter hat uns in dieser Sprache Schlaflieder gesungen; die ersten Worte, die wir sprachen, waren in dieser Sprache.

Die Schweiz ist schon immer ein multikulturelles Land. Man spricht hier viele Sprachen: Schweizerdeutsch mit Hunderten verschiedenen Dialekten, Französisch, Italienisch, Rätoromanisch – plus die Sprachen der Einwanderer: (Hoch-)Deutsch, Englisch, Portugiesisch, Spanisch, Serbisch, Türkisch, Griechisch…

Grafik: wikipedia, Marco Zanoli

Grafik: wikipedia, Marco Zanoli

Viele Kinder in der Schweiz wachsen deshalb von Anfang an zweisprachig auf. Oft haben sie Eltern aus verschiedenen Kulturen, Mutter und Vater sprechen zwei Sprachen mit ihnen. Sie haben also eine Muttersprache und eine “Vatersprache”. Aber auch die Deutschschweizer Kinder wachsen zweisprachig auf: Zu Hause sprechen sie Mundart, aber in der Schule im Unterricht müssen sie Hochdeutsch sprechen.

Es ist essentiell für die eigene Identität, dass die Muttersprache akzeptiert und geschätzt wird. Darum ist es wichtig, die Muttersprache von Kindern zu fördern, im Kindergarten und in der Schule. Denn wenn sie ihre Muttersprache beherrschen und gerne sprechen, fällt es ihnen auch leichter, eine zweite und noch mehr Sprachen zu lernen.

Später lernen wir meistens weitere Fremdsprachen, am Gymnasium, im Studium oder für den Beruf. Aber selbst wenn wir eine Fremdsprache gut beherrschen, weil wir lange Zeit im Ausland gelebt haben oder immer noch dort leben: Unsere Muttersprache bleibt immer unsere erste Sprache, die Sprache des Gefühls, die Sprache des kleinen Kindes in uns.

Links zum Thema:

“Muttersprache hoch im Kurs” – Deutsche Welle, 21.02.2012

“Muttersprache braucht Wertschätzung” – NZZ, 21.02.2012

Inspiration für die nächste Deutschstunde:

1. Was ist Ihre Muttersprache? Welche Beziehung haben Sie zu ihr (gerne mögen, ambivalent, selten sprechen…)? 

2. Welche Sprachen sprechen / lernen Sie? Wie geht es Ihnen, wenn Sie (im Ausland) diese Sprachen sprechen?

Diskutieren Sie in der Stunde. Wir freuen uns auch sehr über Kommentare!

Worterklärungen:

  • Vertrautheit f. – wir kennen etwas sehr gut, wir fühlen uns wohl damit
  • Heimat f. – hier bin ich zu Hause
  • die Fremde f. – hier: Ausland, fremdes Land
  • von klein auf – seit der frühen Kindheit
  • Schlaflied n. – ein Lied zum Einschlafen für kleine Kinder
  • Mundart f. – Dialekt
  • schätzen, geschätzt – hier: etwas gut finden
  • geschätzt wird – Passiv
  • fördern – Lea kann gut tanzen. Ihre Eltern fördern dieses Talent: Lea geht in eine Tanzschule.
  • beherrschen – hier: eine Sprache perfekt sprechen
  • weitere – noch mehr

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Griechenland – Geburtsort der Olympischen Spiele (3)

Es ist wieder soweit: Am Freitag haben die Olympischen Sommerspiele in London eröffnet. Zwei Wochen spannende Wettbewerbe in 26 verschiedenen sportlichen Disziplinen liegen vor uns.

Die ersten Olympischen Spiele fanden 776 v. Chr. in Olympia auf dem Peloponnes in Griechenland statt. Doch politische Konflikte zwischen Römern und Griechen waren der Anfang vom Ende der antiken Olympischen Spiele. 393 n. Chr. gab es die letzten Spiele auf dem Peloponnes. Danach waren sie lange Zeit vergessen – bis Archäologen das antike Olympia 1766 wiederentdeckten.

Der Franzose Pierre de Coubertin hatte 1880 die Idee für neue Olympische Spiele, als Symbol des Friedens und der internationalen Verständigung. 1894 gründete er das Internationale Olympische Kommittee (IOC). 1896 fanden die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit in Athen statt.

Die Spiele von Athen waren ein grosser Erfolg. Mit 250 Athleten und 60.000 Zuschauern waren sie das grösste Sportereignis seit der Antike. Sie finden bis heute alle vier Jahre in verschiedenen Ländern statt.

Viele Informationen zu Olympia findet man im Olympischen Museum in Lausanne-Ouchy. Leider ist das Museum bis Ende 2013 wegen Renovierung geschlossen. Deshalb gibt es in den Sommermonaten ein temporäres “schwimmendes” Museum auf dem Schiff “Helvétie”. Der Eintritt ist frei.

Das Museum organisiert auch ein spezielles Programm zu den Olympischen Spielen 2012. Man kann z.B. die Spiele auf einer grossen Leinwand am Quai d’Ouchy live anschauen. Am 1. August, dem Schweizer Nationalfeiertag, gibt es ausserdem eine Tanzperformance an der Fontaine Olympique, um 19.15 Uhr und um 21.30 Uhr.

Inspiration für die nächste Deutschstunde: 

Schauen Sie das Video. 

1. Welchen “Rekord” machte Eric Moussambani bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney?

2. Warum wollte das Italienische Wasserballteam bei der Olympiade 1920 nicht spielen?

Worterklärungen:

  • Geburtsort m. – Der Ort, an dem man geboren ist.
  • eröffnen – Zum ersten Mal öffnen, z.B. ein Supermarkt.
  • spannend = nicht langweilig
  • Wettbewerb m. – Mehrere Personen machen bei einem Wettbewerb mit. Der Beste gewinnt.
  • stattfinden, stattfand, stattgefunden – Am 1. August finden rund um den Genfersee Feuerwerke statt.
  • v. Chr. / n. Chr. – vor / nach Christus
  • wiederentdecken – wiederfinden
  • Verständigung f. – Kommunikation
  • Neuzeit ≠ Antike
  • Zuschauer m. – Publikum
  • Sportereignis n. – Olympiade, Athletissima, Lausanne Marathon…

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Unsere kleine Farm – auf dem Balkon!

violette Kohlrabi, Schnittlauch und anderesGemüse und Salat aus dem eigenen Garten… Für viele Menschen, die in der Stadt in einer Wohnung leben, ist das nur ein Traum. Denn wo soll man in der Stadt Gemüse anbauen? Man kann natürlich einen Schrebergarten mieten, aber das ist nicht immer praktikabel: Oft ist er weit von der Wohnung entfernt, und er ist arbeitsintensiv. Wenn man den ganzen Tag in einem Büro gearbeitet hat, möchte man abends nicht mehr viel Zeit und Arbeit in einen Garten investieren.

Doch viele Städter möchten trotzdem nicht auf frisches Gemüse aus eigenem Anbau verzichten. Seit einigen Jahren  gibt es deshalb einen neuen Trend: Urban Farming oder Urban Gardening. Dieser Trend kommt aus den USA, aber er hat sich heute in vielen Städten in Europa und natürlich auch in der Schweiz etabliert.

Die “kleinen Farmen” in der Stadt sind ganz unterschiedlich. Man findet sie auf Dächern, auf freien Flächen zwischen Häuserblocks, oder auf Balkonen. Ja, auch auf dem Balkon oder auf der Fensterbank kann man Gemüse anbauen: Salat, Tomaten und sogar Kartoffeln. Wenn man wenig Platz hat, sind Kräuter wie Basilikum, Thymian oder Rosmarin ein guter Kompromiss. Es müssen ja nicht immer Blumen sein!

In der Schweiz finden auch Universitäten die Stadtfarmen interessant. Dabei geht es nicht nur um Gemüse, sondern auch um Nutztiere. In Lausanne z.B. gibt es ein Projekt, um Bienen in der Stadt zu züchten. Das Unternehmen Urban Farmers hat in Kooperation mit der ZHAW Zürich spezielle Treibhäuser entwickelt, um auf Dächern Gemüse anzubauen und Fische zu züchten. Vielleicht kann man schon bald in der Migros Fische “aus der Region” kaufen, die auf einem Dach im Flon-Quartier geschwommen sind…

Inspirationen für die nächste Deutschstunde:

I. Schauen Sie das Video vom Urban Farming Projekt Landhof in Basel. Wie lange gibt es das Gartenprojekt schon? Wie viele Leute machen bei dem Projekt mit? Was sagen die Nachbarn zu dem Projekt? 

II. Wie finden Sie die Idee des Urban Farming? Haben Sie schon mal selbst Gemüse angebaut? Oder kaufen Sie das Gemüse lieber im Supermarkt? Diskutieren Sie.

Worterklärungen

  • Gemüse n. – Kartoffeln, Karotten, Brokkoli, Tomaten, Kürbis…
  • anbauen – In einem Garten kann man Gemüse anbauen.
  • Schrebergarten m. – kleiner Garten, Familiengarten
  • weit entfernt = nicht nah
  • Städter m. – Jemand, der in der Stadt lebt.
  • verzichten – etwas nicht haben
  • unterschiedlich = verschieden
  • Fläche f. – ein Stück Land
  • Häuserblock m. – Viele Häuser nebeneinander in der Stadt sind ein Häuserblock.
  • Fensterbank f. – Vor dem Fenster auf der … kann man Blumen hinstellen. Oder Salat anbauen!
  • Nutztier n. – Tiere, die nützlich für den Menschen sind. Kühe, Schafe, Hühner, Fische, Bienen…
  • Biene f. – Ohne Bienen hätten wir keinen Honig.
  • züchten – Tiere haben und vermehren
  • Treibhaus n. – Treibhäuser sind ganz aus Glas und haben ein warmes Klima. In Treibhäusern wächst Gemüse besonders gut.
  • schwimmen, schwamm, geschwommen – Im Genfersee schwimmen im Sommer nicht nur Fische, sondern auch Menschen!

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Das Ende der ersten Halbzeit

Damit haben weder seine Fans, noch Lucio Dalla gerechnet: das Konzert, das er vergangenen Mittwoch in Montreux gegeben hat, war sein letztes Konzert. Er starb am nächsten Morgen nach dem Frühstück an einem Herzinfarkt. Er wurde 68 Jahre alt.

Lucio Dalla zeigte schon als kleiner Junge musikalisches Talent. Mit sieben Jahren spielte er Akkordeon, mit dreizehn Jahren Klarinette. Seine Karriere startete er in einer Jazzband. In den 60er Jahren gab er Konzerte mit bekannten Jazz-Musikern wie Chet Baker oder Charlie Mingus. Später machte er eine Solokarriere als Sänger und Komponist.

Lucio Dalla war praktizierender Katholik und christliche Werte wie die Nächstenliebe waren ihm sehr wichtig. Er hatte ein Herz für die Armen. Jedes Jahr an Neujahr hat er die Obdachlosen seiner Heimatstadt Bologna in ein gutes Restaurant eingeladen.

Lucio Dalla glaubte daran, dass das Leben nach dem Tod weitergeht. Er sagte einmal: “Ich glaube nicht an den Tod. Er ist nur das Ende der ersten Halbzeit.”

Inspiration für die nächste Deutschstunde:

1) Welche Werte sind Ihnen wichtig? Disziplin, Gerechtigkeit, Pflichterfüllung, Nächstenliebe, Ehrlichkeit, Bescheidenheit … Nennen Sie drei Werte, die für Sie wichtig sind. Warum sind sie Ihnen wichtig?

2) Woran glauben Sie? Gibt es ein Leben nach dem Tod? Oder ist alles zu Ende, wenn wir sterben? Diskutieren Sie.

Wie immer freuen wir uns auch über Kommentare!

Worterklärungen:

  • erste Halbzeit – im Sport z.B. beim Fussball, gibt es eine erste und eine zweite Halbzeit
  • weder…noch – Im Supermarkt kaufe ich weder Äpfel noch Birnen. Ich kaufe Bananen.
  • mit etwas rechnen – glauben, dass etwas passiert
  • geben, gab, gegeben – Musiker geben Konzerte.
  • sterben, starb, gestorben – Das ist 100% sicher: jeder von uns wird eines Tages sterben.
  • Herzinfarkt m. – Daran sterben viele Menschen, besonders Männer.
  • Wert m. – Das, was uns im Leben wichtig ist. Werte sind z.B. Disziplin, Ehrlichkeit, Gerechtigkeit…
  • Nächstenliebe f. – Man soll zu allen anderen Menschen so gut sein wie zu sich selbst.
  • ein Herz für etwas / jemand haben – Etwas / jemanden besonders mögen.
  • Obdachloser m. – Jemand, der kein Haus oder eine Wohnung hat.
  • Heimatstadt f. – Die Stadt, aus der ich komme.
  • einladen – Ich lade dich ein. Ich zahle die Rechnung.

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Bezahlbare Wohnung, dringend gesucht

Sind Sie neu in der Westschweiz? Oder wohnen Sie schon länger am Genfersee und wollen gerne in eine andere Wohnung umziehen? Dann kennen Sie sicher das Problem: Es gibt nur sehr wenige freie Wohnungen, und diese sind meistens sehr teuer. Im April 2010 gab es in Lausanne 74 765 Apartments. Davon waren nur 75 (!) frei.

Lausanne und die Region am Genfersee sind so schön, dass ganz viele Menschen hier wohnen wollen. Deshalb sind die Mieten in den letzten Jahren sehr stark gestiegen. Wenn man viel Geld verdient und jeden Preis bezahlen kann, ist es relativ leicht, eine Wohnung zu finden. Aber es ist fast unmöglich, eine günstige Wohnung zu finden, wenn man nicht so viel Geld für die Miete ausgeben kann.

Es ist leichter, eine neue Wohnung zu finden, wenn man schon eine Wohnung hat. Denn es gibt immer mehr Annoncen wie diese: “Tausche 2-Zimmer-Wohnung in Lausanne gegen 2-Zimmer-Wohnung in Morges.”

Für Studenten ist die Situation besonders schwierig. Deshalb haben Unil und EPFL in diesem Sommer eine Kampagne lanciert. Sie haben die grünen Postkarten “Logez un-e étudiant-e” überall in der Stadt verteilt, um auf die Situation aufmerksam zu machen und Zimmer für Studenten zu finden.

Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? War es schwierig, eine Wohnung in Lausanne oder der Region zu finden? Wir freuen uns auf Ihren Kommentar.

Kampagne von Unil und EPFL

Worterklärungen:

  • bezahlbar – Man kann es bezahlen. Es ist nicht zu teuer.
  • dringend – jetzt, sofort
  • geben, gab, gegeben
  • davon – von diesen
  • Miete f. – Eine Wohnung kostet jeden Monat …
  • steigen, stieg, gestiegen – Man steigt 224 Stufen auf den Turm der Lausanner Kathedrale.
  • verdienen – Man arbeitet, um Geld zu verdienen.
  • Preis m. – Wieviel kostet das Brot? Der Preis ist 3,40 CHF.
  • unmöglich ≠ möglich
  • ausgeben – bezahlen
  • günstig – nicht teuer
  • tauschen – Ich gebe dir etwas, wenn du mir etwas gibst.
  • verteilen – Es ist überall.
  • aufmerksam machen – zeigen

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Prominente am Genfersee (II) – Nana Mouskouri

Als ich noch ahnungslos und klein war,
da fragte ich: “Mutter, was wird geschehen?
Werde ich schön sein? Werde ich reich?”
Sie sprach: “Wir werden sehen!

Was sein soll, wird sein.
Was immer geschieht, geschieht,
weil keiner die Zukunft sieht.
Que sera, sera.”

Nana Mouskouri – “Que sera sera”

Als Nana Mouskouri ein kleines Mädchen war, lebte sie mit ihren Eltern und ihrer Schwester Jenny in Athen. Die ganze Familie hat immer gerne und viel gesungen. Nana und Jenny waren so talentiert, dass beide auf das Konservatorium gegangen sind. Aber trotzdem hat Nana damals sicher nicht gedacht, dass sie später eine  berühmte Sängerin werden wird.

Am Konservatorium studierte Nana Mouskouri Klavier und klassischen Gesang. Sie wollte aber keine Opernsängerin werden. Jazz und Chansons waren ihre Leidenschaft. Deshalb ging Nana Anfang der 1960er Jahre nach Paris. Das war die richtige Entscheidung. Paris war der Durchbruch für ihre Karriere. Die Stadt inspirierte auch Nanas Stil: schwarze Brille, schwarze glatte Haare, schwarze Kleidung.

Nana Mouskouri singt ihre Lieder in mehreren Sprachen, was ein weiteres Geheimnis ihres Erfolges ist. Sie hat über 250 Millionen CDs verkauft und ist deshalb die erfolgreichste Sängerin nach Madonna. Aber Nana kann mehr als nur singen: sie kandidierte für Griechenland im europäischen Parlament und war UNICEF-Botschafterin.

Nana Mouskouri lebt seit über 40 Jahren in der Nähe von Genf am Genfersee.

Worterklärungen:

  • ahnungslos – naiv
  • geschehen – passieren
  • studieren, studierte (Prät.) – lernen. Studenten studieren an einer Universität.
  • klassischer Gesang m. – Gesang zu klassischer Musik, z.B. in der Oper.
  • etwas werden wollen – einen Beruf haben wollen
  • Opernsängerin f. – Sängerin an der Oper.
  • Leidenschaft f. – Passion f.
  • gehen, ging, gegangen
  • der Durchbruch für die Karriere – plötzlich grossen Erfolg haben
  • das Geheimnis ihres Erfolges – warum jemand erfolgreich ist
  • Erfolg m. – Succès m.
  • erfolgreich sein – etwas sehr gut machen, und alle finden es gut
  • über – hier: mehr als

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