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Lernen mit Bewegung

Foto: See-ming Lee, flickr creative commons

Foto: See-ming Lee, flickr creative commons

Obwohl es offiziell noch Winter ist, liegt der Frühling an manchen Tagen schon in der Luft. Wenn das Wetter schön ist und die Sonne scheint, hat man Lust rauszugehen und Sport zu treiben.

„Hm“, denken Sie jetzt vielleicht, „das würde ich ja gern – aber ich muss noch für meinen Deutschkurs lernen…“ Und lernen – das tut man im Sitzen am Schreibtisch, oder?

Wir sitzen heute viel: bei der Arbeit im Büro und danach zur Entspannung zu Hause auf dem Sofa. Wir haben schon oft gehört (und selbst gespürt), dass zu viel sitzen nicht gesund für unseren Körper ist. Aber hat es auch einen Einfluss auf unser Gehirn?

Den hat es tatsächlich. Neurowissenschaftler haben in verschiedenen Studien herausgefunden, dass körperlich fitte Menschen auch geistig fitter sind.

Durch Bewegung wird das Gehirn besser durchblutet und mit Sauerstoff versorgt. Regelmässiger Sport wie Joggen, Inline Skaten oder Velo fahren aktiviert außerdem die Produktion von Serotonin im Gehirn. Serotonin macht nicht nur glücklich, es macht auch leistungsfähiger.

5 Tipps, wie Sie effektiver lernen mit Bewegung:

1.   Nehmen Sie Ihre Deutsch-Lektionen mit zum Sport. Beim Joggen oder Spazierengehen können Sie z.B. Podcasts aus dem Deutschschweizer Radio oder Deutschen Welle auf Ihrem mp3-Player hören.

2.  Machen Sie regelmässig kleine Lernpausen, in denen Sie sich bewegen. Das Video unten zeigt einige Übungen, die Sie gut am Schreibtisch machen können.

3.  Tauschen Sie Ihren Schreibtischstuhl doch mal gegen einen Gymnastikball oder einen ergonomischen Hocker für aktives Sitzen.

4.  Wenn Sie einen Tandem-Partner haben, um Deutsche Konversation zu üben: Treffen Sie sich anstatt im Café im Park, um eine Runde zu joggen, oder machen Sie zusammen eine Velotour.

5.  Denken oder sagen Sie z.B. im Haushalt doch öfter mal auf Deutsch, was Sie gerade tun. So bekommt die Hausarbeit einen zweiten Sinn und macht gleich wieder mehr Spass.

Keine Zeit für regelmässigen Sport? Tipps für mehr Bewegung im Alltag finden Sie hier.

Worterklärungen:

  • Bewegung f. – Aufstehen, Herumlaufen, Rennen, Schwimmen…
  • spüren – fühlen
  • Einfluss m. – Wenn wir gut schlafen, sind wir am nächsten Tag fit. Der Schlaf hat einen Einfluss darauf, wie es uns geht.
  • Neurowissenschaftler m. – Spezialist für das Gehirn
  • herausfinden – Wann fährt ein Zug nach Bern morgen früh? Vielleicht kann ich es über das Internet herausfinden.
  • Sauerstoff m. – O2
  • versorgen – Ich bin gut versorgt. Ich bekomme alles, was ich brauche
  • leistungsfähig – Ich kann viel arbeiten.
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Minimalist oder Sammler?

Ich habe viele Sachen. Ich habe viele Kleider, viele Bücher, viele CDs. Ich habe viele Dinge zum Dekorieren. Ich habe all diese Dinge, weil ich sie von Zeit zu Zeit brauche. Ich mag meine Sachen. Aber manchmal denke ich: „Es ist genug! Es ist zuviel!“

Dann versuche ich auszumisten. Doch reduzieren fällt mir schwer. Denn: Was ist wichtig? Was brauche ich nicht? Was könnte ich später noch einmal gebrauchen?

Wenn ich dann ausmiste, passiert oft das: Ich sortiere alte Magazine und sehe einen interessanten Artikel auf dem Titel – den muss ich natürlich erst einmal lesen. Ich sortiere meinen Kleiderschrank und finde ein schönes Kleidungsstück, das ich schon lange nicht mehr getragen habe – das muss ich erst einmal anprobieren. Undsoweiter…

Ich bin schon oft umgezogen. Jedes Mal habe ich vorher ausgemistet. Ich habe schon viele, viele Kartons mit Büchern und CDs, mit Kleidern und allen möglichen Dingen verkauft, gespendet, weggeworfen. Trotzdem habe ich immer noch viel.

Es scheint mir, als hätte ich immer gleich viele Dinge. Auch wenn ich schon oft versucht habe, weniger zu haben: schnell habe ich wieder so viel wie vorher.

Habe ich vielleicht ein Kontingent für Dinge? Und muss ich damit immer bis zum Limit gehen?

Ich kenne einige Leute, die weniger Dinge haben als ich. Ich bewundere sie. Ich hätte auch gern weniger. Denn im Herzen bin ich Minimalistin. Aber in der Realität – eine notorische Sammlerin!

Sind Sie auch ein Sammler? Oder ist Ihr Keller leer? Fällt es Ihnen leicht auszumisten? Oder geht es Ihnen so ähnlich wie mir? Diskutieren Sie in der Deutschstunde – oder schreiben Sie uns auch gerne einen Kommentar!

Worterklärungen:

  • Sammler m. – hier: Jemand, der viele Sachen hat: CDs, Bücher, Fotos, Schuhe….
  • Ding n. = Sache
  • ausmisten (ugs.) – aussortieren, wegwerfen
  • könnte – Konj. II von können
  • umziehen – in eine andere Stadt oder eine andere Wohnung ziehen
  • spenden – schenken, z.B. an das Rote Kreuz, Terre des Hommes…
  • es scheint mir – ich glaube …
  • hätte – Konj. II von haben
  • bewundern – etw./jmd. gut finden
  • Keller m. – Unter einem Haus ist oft ein …

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