Archive for category Lernstrategien

Sprachkurse – mal anders (2)! Blockaden

Blockaden –  das kennen viele. Man will, aber es geht einfach nicht.

Wer hatte nicht schon einmal in seinem Leben Sprachunterricht : Grammatik, Aufgaben dazu und Wortschatz lernen… Klar, so kann man auch Sprachen lernen. Aber nicht nur!

Wir haben Erfahrungen aus unseren Deutschkursen gesammelt haben, wie man auch Sprachen lernen kann.

Sonja erzählt uns aus einem Kurs mit einem kleinen Jungen.

Der Junge und die Fehler

Dieser Junge, etwa 7 oder 8 Jahre alt, musst Deutsch lernen, weil es seinen Eltern so wünschten. Er wollte perfekt sein für seine Eltern und er hatte grosse Angst Fehler zu machen. Also sprach er nicht.

Eines Tages wollte er, dass ich einen kurzen Text auf Französisch schreibe und er den selben Text auf Deutsch. Ich erklärte ihm, dass ich das sehr gerne machen würde, aber dass er meinen Text korrigieren müsse, weil ich viele Fehler auf Französisch mache! Der Junge war sehr überrascht. Seine Lehrerin kann eingestehen, dass sie Fehler macht und nicht perfekt ist?!

Natürlich habe ich dann extra viele Fehler gemacht, sodass er viel zu korrigieren hatte. Er hatte grossen Spass dabei. Seit diesem Tag hat er angefangen zu sprechen, denn jetzt wusste er, dass Fehler machen gar nicht so schlimm ist.

Espace Allemand aus Fehlern lernen

Jeder lernt anders am besten. Viele Deutschlernende möchten spezifisch und praxisbezogen lernen. Unsere Lehrer kommen diesen Wünschen gerne nach und passen sich den Bedürfnissen der Schüler an. Die Lehrer entwickeln immer wieder eigene, kreative, aktive und so auch Kurse der etwas anderer Art.

Schon erschienen in dieser Reihe: Sprachkurse mal anders! Mit Yoga…

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Sprachkurse – mal anders! Mit Yoga…

Wer hatte nicht schon einmal in seinem Leben Sprachunterricht : Grammatik, Aufgaben dazu und Wortschatz lernen…

Klar, so kann man auch Sprachen lernen. Aber nicht nur! Es gibt viele Leute, denen eine solche Art zu lernen nicht unbedingt liegt. Diese Lernenden brauchen andere Methoden oder möchten spezifisch und praxisbezogen lernen. Unsere Lehrer kommen diesen Wünschen gerne nach und passen sich den Bedürfnissen der Schüler an. Die Lehrer entwickeln immer wieder eigene, kreative, aktive und so auch Kurse der etwas anderer Art.

Einige Erfahrungen, welche wir gesammelt haben, teilen wir gerne in den nachfolgenden Blogs.

Deutschlernen mit Yoga

Ein Text von Nadine, Deutschlehrerin bei Espace Allemand seit 2010.

Letztes Jahr hatte ich eine Schülerin, die in der Ausbildung zur Ergotherapeutin war. Ihr Ziel war, später in der Deutschschweiz zu arbeiten, also wollte sie ihr Deutsch verbessern. Wir begannen mit gemeinsamen Yoga-Übungen, die sie erklären sollte. Den Wortschatz hat sie vorher gelernt. Wir lachten viel (hauptsächlich wegen meinen komischen Figuren) und waren in ständiger Bewegung.

Einige Kurse später setzten wir das Gelernte in die Praxis um und inszenierten mögliche Situationen zwischen Therapeut und Patient, was wiederum sehr aktiv und mit viel Bewegung verbunden war.

Die Fortschritte waren schnell erkennbar, die Schülerin war motiviert. Das Gelernte war für sie von grossem Nutzen für ihren zukünftigen Alltag in der anderen Sprachregion.

Mir machte es Freude, die Fortschritte meiner Schülerin zu sehen und ich erhielt als positiven Nebeneffekt sogar ein besseres Gleichgewicht und etwas mehr Beweglichkeit.

Wortschatz:

die Ausbildung = la formation
hauptsächlich = principalement
in ständiger Bewegung sein = être constamment en train de bouger
umsetzen = mettre en pratique
der Fortschritt = le progrès
erkennbar = visiblezukünftiger Alltag = quoditien futurder Nebeneffekt = l’effet secondaire
das Gleichgewicht = l’équilibre

 

 

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Lerntipp: mit Radio hören Sprachen lernen

Während ich diesen Blog schreiben, höre ich Radio SRF3. raduio-app Ich könnte aber auch Radio Havanna hören oder Radio Mykonos! Mit meinem Smartphone geht es ganz einfach. Wie ich hört inzwischen jeder 5. Schweizer Radio über das Internet.
Ich habe die App von Radio SRF auf dem Handy. Fast jede Radiostation hat eine App oder man kann sie im Internet “live” hören.

Radio hören ist eine sehr entspannende Art eine Fremdsprache verstehen zu lernen: man hört gesprochene Sprache und wird immer wieder von Musik unterbrochen. Oder man wählt ein Programm : die Nachrichten, Musik, Hörspiele, Ratgebersendungen, Wirtschaftsnews, lustige Morgenshows, die Kinovorschau, …

Sie wollen Schweizerdeutsch verstehen lernen? Dann hören Sie doch den Wetterbericht auf Radio Bern1 in Berndeutsch oder Finanztipps in  Baseldeutsch auf Radio Basilik. Wenn Sie wenig Zeit haben können Sie eine 3-minütige Gameshow auf Radio Pilatus hören und wenn Sie viel Zeit haben ein Interview mit einer interessanten Person auf Radio Zürisee.

Meine Tipps:

  • Hören Sie Radio wie früher “live” – Sie hören, was gerade läuft.  Zum Beispiel im Auto mit dem Autoradio (SRF1) oder übers mobile Internet (Sender und Sendung  Ihrer Wahl). Man endeckt und erfährt viel Neues, Unbekanntes und Überraschendes!

  • Wählen Sie die Sendungen, die Sie interessieren und abonnieren Sie einen Podcast. Hören Sie diesen Podcast beim Joggen oder Kochen regelmässig. Gewöhnen Sie sich an die Stimme und AkzentDialekt des Moderators. Sie werden sehen: am Anfang verstehen 5 bis 20% und nach 3-4 Sendungen werden es 50 -70% oder mehr sein!

  • Wichtig ist Regelmässigkeit und dass Sie einer Sendung oder einem Sender ein paar Monate lang treu bleiben. Warum?  Weil Sie vergleichen können: wie viel habe ich am Anfang verstanden? Wie viel ist es jetzt nach 2 Monaten? Sie können Ihre Fortschritte sehen, das motiviert und macht glücklich. Sprache lernen hat viel mit Motivation zu tun (lesen Sie auch diesen Artikel (La motivation – clé de votre réussite) und dieses Interview zum Thema Motivation).

Noch mehr Empfehlungen und Beschreibungen von Radiosendern hier in diesem Artikel der Coopzeitung.

radio-horen

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Fehlerkultur – aus Fehlern lernen

Glücklicherweise hört man heutzutage in fast jedem Kurs den Satz: “Sie dürfen Fehler machen!” oder “Machen Sie Fehler, Fehler sind erlaubt!” Trotzdem macht keiner gerne Fehler.

Espace Allemand Fehler machen

aus Fehlen lernen

Wozu sind Fehler gut?
Fehler machen klug. Das ist nicht nur ein Spruch, es ist auch eine wissenschaftlich untersuchte und erwiesene Tatsache. Was man aber zuerst lernt, wenn man einen Fehler macht ist: so ist es falsch.
In der Fachsprache nennt man das “negatives Wissen”*. Negatives Wissen ist Wissen darüber, wie etwas nicht ist oder nicht funktioniert, welche Strategie nicht zum Ziel führt oder welche Theorie falsch ist. Dieses “nicht-Wissen” hilft uns den gleichen Fehler nicht zweimal zu machen. Und es kann uns motivieren so lange zu üben, bis wir etwas ohne Fehler schaffen. Es hat also verschiedene Funktionen:

  1. Schutz
  2. Fortschritt

Denken wir an die Höhlenmenschen.  Da sitzt ein Säbelzahntiger hinter dem Busch. Oskar erkennt sofort das Knurren dieses gefährlichen Tiers. Er hat es schon einmal gehört, als er ein kleiner Junge war. Kurz darauf war sein Onkel verschwunden. Seine Familie sagt ihm, sein Onkel sei von einem Säbelzahltiger gefressen worden.
1. Schutz: Das Erinnern an einen Fehler löst im Hirn einen Alarm aus: Mein Onkel wurde von einem Säbelzahntiger gefressen und eine Minute vorher, haben wir das gleiche knurrende Geräusch gehört.
2. Fortschritt: Das Lernen aus Fehlern motiviert uns so lange zu üben, bis es gelingt: Als Kind spielte Oskar mit seinen Freunden jeden Tag “Verstecken” (cache-chache).

Fehlerkultur

Um von diesen zwei Funktionen zu profitieren, braucht es eine besondere Haltung: die Fehlerkultur.
Der Fehler ist passiert – was machen wir jetzt und was machen wir das nächste Mal, wenn wir in eine ähnliche Situation kommen?
Wichtig ist die Gelegenheit zu bekommen, es besser zu machen.
Fehlertoleranz heisst also nicht das Falsche akzeptieren! Sondern die Fehler als Hilfsmittel zum Erfolg verstehen.

Konkret heisst das für  den Lernenden:
– keine negativen Emotionen
– den Fehler schätzen und nicht verschweigen
– versuchen es besser zu machen und üben, üben, üben

Konkret heisst das für die Lehrer:
– keine negativen Emotionen
Ermutigungen und Unterstützung
– Gelegenheit bieten zur Selbstkorrektur und zum Üben

Lesen Sie hier einige lustige Fehler, die im Deutschkurs passiert sind: Le bêtisier de Espace Allemand

* Quelle und mehr Informationen hier: Grundlagenartikel von Prof. Firtz Oser, Aus Fehlern lernen

 

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Dank Rosmarin-Duft grösserer Lernerfolg?

Rosmarin hilft beim Auswendiglernen, steigert die Konzentration und stärkt den Willen. Sogar gegen Desinteresse soll es helfen!

Espace Allemand

Rosmarin Duftöl

Im Lexikon der Aromatherapie  kann man das nachlesen. Aber auch das Schweizer Fernsehen hat einen kurzen Beitrag über diese wohlriechende Pflanze ausgestrahlt, als sie zur Heilpflanze des Jahres 2011 gekürt wurde. Und der Blick titelte dieses Jahr “Rosmarin ist gut für das Gedächtnis”.

Es tönt unglaublich: für einen Versuch hat man 150 Senioren (das sind Menschen über 65 Jahre)  in 3 Gruppen unterteilt. Die erste Gruppe löste einfache Gedächtnisaufgaben in einem Raum, wo es nach nichts roch. Die zweite machte dasselbe in einem Raum mit Lavendelduft und die dritte Gruppe löste die Aufgaben in einem Raum, wo es nach Rosmarin roch. Die Rosmarin-Gruppe war um durchschnittlich 15% besser!

Ich habe nun diese Duftsteine (siehe Foto rechts) und ein hochwertiges Rosmarinöl gekauft. Die Kursräume von Espace Allemand duften ab sofort nach … Lammbraten – wie in der Küche Schwiegermutter in Griechenland! Ja, mich erinnert Rosmarinduft an Fleisch. Aber das hat nichts mit diesem Thema zu tun.

Ich bin neugierig, ob es wirkt!

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Lieber Deutschlerner (der bei Espace Allemand Deutschkurse besucht)
Was denken Sie über den neuen Rosmarin-Duft? Haben Sie einen Unterschied bemerkt? Konnten Sie sich besser Konzentrieren während Ihrer Deutschlektion? Waren Sie geistig fitter?
Schreiben Sie uns!

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Was treibt mich an? – 5 Tipps für mehr Motivation beim Lernen

Lern Motivation

Macht wach – und motiviert für die nächste Lektion

Fällt es Ihnen auch manchmal schwer, sich zum Lernen zu motivieren? Sie schieben das Lernen vor sich her. Statt sich hinzusetzen und eine Lektion aus dem Übungsbuch zu machen, bügeln Sie Ihre Hemden. Statt Deutschvokabeln zu lernen, putzen Sie die Fenster.

Wenn uns die Motivation zum Lernen fehlt, finden wir tausend Ausreden, um nicht lernen zu müssen – und fühlen uns dabei meistens gar nicht gut.

Jeder braucht hin und wieder eine frische Portion Motivation. Aber wie können wir unsere Motivation wecken? Hier sind 5 Tipps:

1. Finden Sie heraus, was Sie besonders motiviert. Was ist Ihre Passion? Bei welcher Aktivität vergessen Sie die Welt um sich herum? Worin sind Sie richtig gut? Schreiben Sie Ihre Top-5 Aktivitäten bzw. Stärken auf.

2. Gibt es auch beim Deutschlernen Aspekte, bei denen Sie in Ihrem Element sind? z.B. beim Dialog üben mit einem Partner, oder wenn Sie auf Deutsch einen Brief schreiben, oder beim Hören von Audioclips etc. Notieren Sie Ihre Favoriten.

3. Belohnen Sie sich. Wenn Sie eine Grammatik-Lektion gemacht haben, gönnen Sie sich eine Tasse Kaffee oder eine Episode Ihrer Lieblingsserie. Sie können sich aber auch mit einer der Aktivitäten belohnen, die Sie lieben, z.B.: „Wenn ich fünf Grammatik-Übungen gemacht habe, höre ich einen Clip Deutsche-Welle-Nachrichten.“ oder „Wenn ich zehn Vokabelkärtchen geübt habe, treffe ich mich mit meinem Tandem-Partner zum deutsch-französischen Smalltalk in meinem Lieblingscafé!“

4. Visualisieren Sie Ihren Lern-Prozess und das positive Gefühl, wenn Sie eine Lektion geschafft haben. Stellen Sie sich vor, wie Sie sich diszipliniert zu einer festen Zeit an Ihren Küchentisch setzen und Deutschvokabeln üben. Stellen Sie sich vor, wie stolz Sie sind, wenn Sie die ersten zehn Kärtchen beherrschen und weglegen können! Die Technik des Visualisierens kann gut helfen, aus kleineren Motivationstiefs schnell wieder herauszukommen.

5. Sie haben nun eine gute Idee davon, was Sie motiviert und wann Sie motiviert sind. Integrieren Sie diese Motivatoren so oft wie möglich in Ihren Deutsch-Lernalltag – um dynamischer und mit mehr Spass zu lernen. Viel Erfolg!

Worterklärungen:

  • antreiben – Der Motor treibt das Auto an.
  • vor sich herschieben – eine Sache, die wir nicht gerne tun, immer weiter in die Zukunft verschieben.
  • Ausrede f. – Argument, weshalb man etwas nicht tun kann
  • hin und wieder – manchmal
  • sich etwas gönnen – sich etwas Gutes tun
  • schaffen – hier: ein Ziel erreichen
  • stolz – Ich bin stolz, weil ich etwas gut kann. Ich freue mich darüber!
  • beherrschen – etwas perfekt können
  • Motivationstief n. – wenn ich keine Motivation habe

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Deutsch lernen mit Kindle und Audible

„Max Frisch im Original lesen – ein Traum! Leider ist dafür mein Deutsch nicht gut genug…“

Haben Sie so etwas auch schon öfter gedacht? Kein Wunder… Denn bisher war es sehr mühsam, ein fremdsprachiges Buch zu lesen. Das Wörterbuch lag immer mit auf dem Tisch. Ständig mussten wir ein Wort nachschlagen.

Aber so macht Lesen keinen Spass! Bald haben wir das Buch weggelegt und – wenn uns die Geschichte wirklich interessiert hat – die übersetzte Version gekauft.

Doch dank E-Book-Readern wie Kindle ist es heute möglich, unkompliziert fremdsprachige Bücher zu lesen – auch ohne perfekte Sprachkenntnisse.

 

„Aber ich verstehe doch trotzdem nicht alle Wörter!“

Kein Problem: Wenn Sie ein Wort markieren, zeigt das integrierte Wörterbuch die Definition des Wortes auf dem Display.

Kindle App Wörterbuch

Falls Sie das Wort trotzdem nicht verstehen: Mit einem Klick öffnet sich Google und übersetzt das Wort. Ein Klick zurück – und Sie sind wieder in Ihrem E-Book!

Kindle App Übersetzer

 

Mit der Whispersync-Funktion kann man Bücher synchron mit Kindle lesen und als Audible-Hörbuch hören. Wir können einfach zwischen Lesen und Hören wechseln – oder wir lesen und hören das Buch parallel (siehe auch Video unten).

Dies verstärkt den Lern-Effekt: Wenn wir parallel lesen und hören, wird unser Gehirn doppelt stimuliert – so lernen wir effektiver.

Gleichzeitig verbessern wir unsere Aussprache, weil wir beim Lesen den Text von einem Muttersprachler hören. Leider ist die Auswahl der kompatiblen Bücher auf deutsch aktuell noch sehr begrenzt. Das wird sich aber hoffentlich bald ändern!

Sie möchten am liebsten sofort mit einem E-Book beginnen? So funktioniert es in 5 Schritten:

1. Wählen Sie im amazon Kindle-Shop ein E-Book, das Sie gerne lesen möchten. Wenn Sie das Buch auch hören wollen, achten Sie darauf, dass das Buch auch als Whispersync-Version existiert, z.B. „Der Schimmelreiter“ von Theodor Storm, “Homo Faber” von Max Frisch, “Siddharta” von Hermann Hesse etc.

Kindle Shop Schimmelreiter

2. Laden Sie das E-Book auf Ihren Kindle oder auf die Kindle App auf Ihrem iPhone/Smartphone.

3. Laden Sie ebenfalls das Audible-Hörbuch herunter. Falls Sie die App neu installieren: Audible können Sie für 30 Tage gratis testen.

4. Öffnen Sie das E-Book, markieren Sie ein Wort und aktivieren Sie das Wörterbuch für Deutsch.

5. Und nun: Viel Spass beim Lesen (und Hören)!

Tipp: Sie mögen klassische Literatur? amazon bietet viele Literatur-Klassiker gratis als E-Book an – einige gibt es auch in Kombination mit Hörbuch.

Worterklärungen:

  • mühsam – viel Arbeit
  • ständig – sehr oft
  • nachschlagen – in einem Wörterbuch nach einem Wort schauen
  • doppelt – zweimal
  • gleichzeitig – simultan
  • begrenzt – limitiert
  • auf etwas achten – genau hinschauen

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Deutsch am Meer – 5 unterhaltsame Tipps für Ferien in Norddeutschland

Deutsch am Meer

Strand auf Sylt

Mitte Mai – der Frühling ist da! Alles blüht und grünt; oft ist es schon sommerlich warm. Wir verbringen wieder mehr Zeit im Freien – und träumen von unseren Sommerferien.

Sie haben Lust auf „frischen Wind“ in den Ferien? Sie würden aber auch gerne etwas für Ihre Deutschkenntnisse tun? Wie wäre es dann mit einer Reise an die deutsche Nord- oder Ostseeküste?

Deutschlands Norden hat viel zu bieten: Im Westen die Nordseeküste mit der typischen flachen Landschaft mit Deichen und Schafen, dem Wattenmeer und den endlosen Sandstränden der Nordseeinseln wie z.B. Sylt oder Amrum.

Im Osten die idyllische Ostseeküste mit ihrer hügeligen Landschaft und der wild-romantischen Steilküste.

Wenn Sie mehr Trubel mögen, besuchen Sie die alten Hansestädte Lübeck oder Stralsund, oder erkunden Sie den Hamburger Hafen mit seinen grossen Containerschiffen.

Wenn Sie in Deutschland Ferien machen, können Sie ganz einfach etwas für Ihre Deutschkenntnisse tun. Hier sind fünf Tipps:

1. Sprechen Sie! Fragen Sie nach dem Weg, oder nach einem guten Restaurant. „Schnacken“ Sie mit der Verkäuferin in der Bäckerei, oder mit der alten Dame auf der Parkbank.

2. Bauen Sie kleine Lern-Lektionen in Ihren Ferienalltag ein, z.B. jeden Tag nach dem Frühstück eine halbe Stunde Deutsch üben. Lassen Sie deutsches Radio laufen oder schauen Sie abends eine Sendung im deutschen TV. „Baden“ Sie in der deutschen Sprache während Ihrer Ferien.

3. Sport macht Ihnen Spass? Machen Sie einen Kurs während der Ferien. An der Nord- und Ostsee gibt es viele Möglichkeiten für Wassersport, z.B. Surfen, Windsurfen oder Segeln.

4. Sie sind kulturell interessiert? Besuchen Sie Konzerte des Schleswig-Holstein Musikfestivals, die Kunstausstellung NordArt, oder die Kieler Woche – für jeden Geschmack ist etwas dabei.

5. Sie sind ein Naturfreund? Machen Sie eine Wattwanderung an der Nordsee, oder beobachten Sie  Kraniche an der Ostseeküste.

Egal, welche Ihre Priorität ist in den Ferien: Wenn Sie aktiv werden, haben Sie viel Gelegenheit, Deutsch zu sprechen – und lernen ganz nebenbei neue Leute kennen!

Worterklärungen:

  • Zeit verbringen – das, was wir mit unserer Zeit machen
  • im Freien – draussen, nicht im Haus
  • Küste f. – am Meer
  • bieten – offerieren
  • flache Landschaft – keine Berge
  • Deich m. – artifizieller Wall, der vor dem Wasser einer Sturmflut schützen soll
  • Wattenmeer n. – spezielle Küstenlandschaft an der Nordsee
  • Hügel m. – kleiner Berg
  • Steilküste f. – spezielle Küstenlandschaft an der Ostsee
  • Trubel m. – viele Leute, Stadtleben
  • schnacken – norddeutsch mit jmd. sprechen
  • laufen lassen – hier: einschalten
  • Geschmack m. – hier: das, was einem gefällt

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Motivierter Lernen mit Augmented Reality (1)

Die Realität – ist das, was wir vor uns sehen, oder? Natürlich nicht! Nur weil wir etwas nicht sehen oder wissen, heisst das ja nicht, das es nicht existiert.

Genau darauf basiert das Prinzip der „Augmented Reality“ (AR). AR-Apps liefern uns Informationen, die wir normalerweise nicht parat haben, wenn wir ein Buch lesen oder durch eine fremde Stadt gehen.

Auf Reisen können wir mit dem Smartphone und der Google Übersetzer App Schilder in einer fremden Sprache scannen und haben sofort die Übersetzung auf dem Display. Oder wir machen mit dem Wikitude World Browser ein Foto von einer Sehenswürdigkeit und haben sofort alle Infos z.B. zum Schiefen Turm von Pisa oder zur Mona Lisa.

Auch Kinder sind fasziniert von AR-Apps. Sie lernen z.B. mit einer interaktiven Landkarte etwas über Geografie, Tiere und die Kultur eines Landes (siehe Video unten).

Und auch zum (Sprachen) Lernen bietet AR neue kreative Möglichkeiten:

Die Personen im Übungsbuch (z.B. von Hueber) werden dank AR lebendig. In kurzen Videoclips sehen wir ihnen in ihrem Alltag zu. Wir begleiten sie zum Einkaufen, in die Schule oder zur Arbeit. Anstatt ihre Dialoge nur zu lesen, hören wir sie sprechen!

AR hat viele positive Effekte: Wir sind motivierter beim Lernen. Das, was wir lernen, wird „greifbar“ und wir können es uns besser merken. So erweitert die „erweiterte Realität“ auch unseren Motivations-Horizont.

Doch man kann AR auch kritisch sehen: die Bilder, die wir normalerweise beim Lesen in unserer Imagination „malen“, werden uns jetzt fertig präsentiert. Alle Informationen sind sofort auf dem Handy verfügbar – wir müssen nicht mehr aktiv in einem Lexikon nachschauen oder jemanden fragen. Ja, AR macht uns interaktiv – aber nur noch mit dem Smartphone, nicht mit anderen Menschen.

Trotzdem hat AR viel Potential, mit dem wir effektiver und motivierter z.B. eine Fremdsprache lernen können.

Haben Sie schon Erfahrungen gemacht mit AR? Mit Wikitude oder der Übersetzer App? Finden Sie AR eine tolle Innovation oder sehen Sie es skeptisch? Wir sind gespannt auf Ihren Kommentar! 

Worterklärungen:

  • genau – exakt
  • liefern – geben
  • fremd – man kennt es nicht
  • auf Reisen – unterwegs in einer fremden Stadt, einem fremden Land
  • Schild n. – darauf steht etwas geschrieben
  • Sehenswürdigkeit f. – touristische Attraktion
  • Landkarte f. – darauf kann man alle Strassen, Städte, Flüsse etc. sehen
  • Möglichkeit f. – Option
  • erweitern – grösser machen
  • toll – (ugs.) sehr gut

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Gehirn-gerecht lernen mit der Birkenbihl-Methode

Foto: hellolapomme, flickr cc

Foto: hellolapomme, flickr cc

Vokabeln pauken und Grammatik üben… Wir alle kennen die „klassische“ Methode, um eine Sprache zu lernen. Leider ist sie mühsam, wenig effektiv und nicht sehr motivierend.

Doch es gibt zum Glück auch Alternativen, wie man eine Sprache lernen kann:

Die Birkenbihl-Methode funktioniert nach dem Prinzip, mit dem Kleinkinder ihre Muttersprache lernen. Diese hören erst einmal viele Monate passiv die Sprache, bis sie beginnen, Laute und Wörter zu imitieren.
Nach wenigen Jahren sprechen sie ihre Muttersprache perfekt und akzentfrei – ohne jemals Vokabeln oder Grammatik systematisch gelernt zu haben.

Kann das bei erwachsenen Lerner auch funktionieren? Auf jeden Fall ist es eine unterhaltsame  Methode und so können Sie es testen:

Die Birkenbihl-Methode funktioniert in vier Schritten:

1 De-kodieren. Jeder neue Text wird Wort für Wort übersetzt, „de-kodiert“. Das kann manchmal bizarr oder lustig klingen! Es geht aber nicht darum, eine „perfekte“ Übersetzung zu machen, sondern um die Charakteristika und Struktur der Fremdsprache zu verstehen.

2 Aktives Hören. Sie hören den Text in der Fremdsprache und lesen dabei die de-kodierte Version in Ihrer Muttersprache. Wiederholen Sie diesen Schritt so lange, bis Sie den Text ohne Übersetzung verstehen.

3 Passives Hören. Hören Sie den Text so oft wie möglich leise im Hintergrund, während Sie etwas ganz anderes machen, z.B. Kochen, einen Roman lesen oder einen Actionfilm schauen. Dabei lernt Ihr Unterbewusstsein korrekte Intonation, Grammatik und Wortschatz.

4 Aktivitäten. Je nachdem, was Ihr primäres Ziel ist (Sprechen, Lesen oder Schreiben) üben Sie jetzt die Sprache ganz bewusst. Mehr dazu finden Sie im Video unten.

Auch wenn die Birkenbihl-Methode besonders effektiv für Anfänger ist, können Sie auch als fortgeschrittener Deutsch-Lerner davon profitieren. Hier sind drei Tipps: 

1 Nutzen Sie Ihre Übungsbücher als Text-Material. De-kodieren Sie manuell die Texte der Lektionen. So gewinnen Sie ein neues, intuitives Verständnis für den Aufbau der deutschen Sprache.

2 Bitten Sie einen Muttersprachler, den sie kennen (Deutschlehrerin, Kollege, Freundin…), die Texte aus dem Übungsbuch laut vorzulesen und aufzuzeichnen. Diese Audiodatei können sie dann jederzeit aktiv oder passiv anhören.

3 Nutzen Sie die Audiodateien für Birkenbihl-Aktivitäten wie z.B. das Chor-Sprechen. Wenn es Ihr Ziel ist, flüssig und akzentfrei zu sprechen, sprechen Sie z.B. beim Chor-Sprechen mit Ihrem Audio-Text mit.

Natürlich ist auch die Birkenbihl-Methode kein Zaubermittel! Auch hier müssen sie aktiv sein und Zeit investieren. Aber durch den grossen Teil, den sie unbewusst lernen, kostet das Lernen weniger Zeit und ist effizienter und entspannter. Sie ist eine Alternative, die sich auszuprobieren lohnt.

Funktioniert es bei Ihnen? Lernen Sie gern mit dieser Methode? Sind Erfolge sichtbar?
Schreiben Sie mir einen Kommentar!

Worterklärungen:

  • pauken – ugs. viel lernen
  • mühsam – schwierig, anstrengend
  • Laut m. – Klang (einer Sprache)
  • Unterbewusstsein n. – wenn wir schlafen und träumen, ist unser Unterbewusstsein aktiv
  • aufzeichnen – mit dem Dictaphon können wir unsere Sprache aufzeichnen.
  • Zaubermittel n. – Asterix trinkt manchmal einen Zaubertrank, damit er magische Kräfte hat.
  • ausprobieren – etwas neues testen
  • es lohnt sich – Die neue Methode hat funktioniert! Es hat sich gelohnt, sie auszuprobieren.

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