Archive for category Kunst

Made in Switzerland (I) – Schweizer Design ist Weltklasse

Die Schweiz ist ein kleines Land. Sie ist ein reiches Land, ein sauberes Land. Ein Land mit wunderschöner Natur und eleganten Städten. Gut, vielleicht ist die Schweiz manchmal ein bisschen zu schön. Ein bisschen zu sauber. Vielleicht ist sie manchmal ein bisschen langweilig.

Kein bisschen langweilig ist jedoch Schweizer Design!

Aus der Schweiz kommen besonders viele international erfolgreiche Designer, Fotografen und Architekten: Le Corbusier, Herzog & de Meuron, die Gebrüder Freitag, René Burri…

Die deutsche Zeitschrift “Die Zeit” versucht in einem Artikel herauszufinden, warum das so ist. In der Schweiz gibt es eine lange Tradition für Handwerk und Technik. Ausserdem stehen Disziplin und Produktivität hoch im Kurs (Die Initiative “6 Wochen Ferien für alle” hatte keine Chance bei den Schweizern!).

“L’art pour l’art” ist nicht typisch für die Schweiz. Der Schweizer ist ein Ästhet, aber er ist auch ein “Homo Faber”. Deshalb gilt die Formel: Ästhetik + Funktionalität = Schweizer Design.

Die Schweizer Designerin und Bloggerin “Swiss Miss” lebt und arbeitet in New York. Sie erklärt in der “Zeit” den Erfolg des Schweizer Designs so:

“Ich wuchs in der Schweiz auf und war dabei von einer Ästhetik umgeben, die in anderen Ländern kaum so dicht zu finden ist. So etwas hat einen stetigen Einfluss.”

Die Schweiz kann also gar nicht schön genug sein – sie inspiriert mit ihrer Schönheit zu grossartigem Design und wird dadurch noch schöner.

Sie sind neugierig geworden auf Schweizer Design? Dann schauen Sie doch mal bei den Design Days Ende September in Renens vorbei und lassen sich inspirieren!

Design Days in Renens, vom 27.-30.09.2012

Kunst aus der Schweiz in  Renens

Worterklärungen:

  • Weltklasse f. – international erfolgreich
  • erfolgreich – Roger Federer ist Weltklasse im Tennis. Er ist international erfolgreich.
  • Handwerk n. – Bäcker, Elektriker, Schreiner, Uhrmacher… sind Handwerksberufe.
  • hoch im Kurs stehen – An der Börse steht eine Aktie hoch im Kurs, oder sie fällt im Kurs. Hier: Ich finde etwas wichtig und gut. Es steht bei mir hoch im Kurs.
  • gelten, gilt – es ist korrekt, es ist richtig
  • umgeben sein von – In einem Wald ist man umgeben von Bäumen.
  • dicht – Im Wald stehen die Bäume dicht nebeneinander, in der Stadt die Häuser.
  • stetig – immer
  • Einfluss m. – Die Landschaft inspiriert meine Arbeit. Sie hat Einfluss auf meine Arbeit.
  • grossartig = grandios
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Griechenland – Land der Ikonen (2)

Wenn man an griechische Kunst denkt, denkt man zuerst an antike Tempel und Statuen. Diese Statuen zeigen Personen aus der griechischen Götterwelt oder Athleten, z.B. Zeus, Minotaurus, oder der Diskuswerfer des Myron. Aber es gibt noch eine andere Seite der griechischen Kunst: die Ikonenmalerei.

Die Ikonen sind nicht einfach nur schöne Bilder. Die orthodoxen Christen glauben, dass Ikonen besondere Bilder sind. Wenn man eine Ikone betrachtet, gibt es eine spirituelle  Verbindung zwischen dem Betrachter und dem Heiligen auf der Ikone. In jeder orthodoxen Kirche gibt es eine Ikonostase. Das ist eine Wand, an der viele Ikonen hängen. Häufige Motive der Ikonen sind Jesus, Maria, Engel und Propheten.

Die Ikonenmalerei ist nicht einfach nur Malerei. Sie ist ein religiöses Handwerk. Deshalb spricht man auch von “Hagiographie”, “Ikonenschreiben”. Die meisten Ikonen sind Kopien von einem traditionellen Motiv. Es gibt feste Regeln, um eine Ikone zu malen:

– das Motiv ist zweidimensional

– der Hintergrund ist golden

– die Ikone muss mit dem Namen des Heiligen beschriftet sein

Katholische Kirchen sind voller Heiligenstatuen. Das ist in den orthodoxen Kirchen anders. Dort gibt es keine Statuen von Heiligen; es gibt nur Ikonen. Das liegt daran, dass es im antiken Griechenland viele Statuen von Göttern gab. Als Griechenland christlich wurde, wollte man die Tradition der Statuen beenden – und erfand die Ikonen!

Sie sind neugierig auf griechisch-orthodoxe Kirchen und Ikonen, haben aber keine Zeit (oder kein Geld) für eine Reise nach Griechenland? Dann schauen Sie doch einfach in der griechisch-orthodoxen Kirche in der Avenue Florimont in Lausanne vorbei.

Wenn Sie die Ikonenmalerei selbst ausprobieren möchten: im Atelier St. Luc nahe Place Chauderon gibt es regelmäßig Kurse in Ikonenmalerei.

Inspiration für die nächste Deutschstunde: 

Schauen Sie das Video über russische Ikonenmalerei. 

1. Welche Bedeutung haben Ikonen für die Studentinnen?

2. Ist die Ikonenmalerei in Russland ein Beruf mit Zukunft? Warum?

Worterklärungen:

  • Gott, Götter m. – Im Monotheismus gibt es einen Gott; im Polytheismus gibt es viele Götter.
  • besonders – speziell
  • betrachten – ansehen, anschauen
  • Verbindung f. – Mutter und Kind haben eine sehr enge …
  • Betrachter m. – Wenn ich ein Bild anschaue, bin ich ein …
  • häufig – oft
  • Handwerk n. – Berufe im Handwerk: Bäcker, Uhrmacher, Elektroinstallateur…
  • fest ≠ locker
  • beschriftet – In der Schweiz sind die Verpackungen im Supermarkt in mindestens drei Sprachen beschriftet: Deutsch, Französisch und Italienisch.
  • geben, gab, gegeben – In der Deutschen Sprache gibt es regelmäßige und unregelmäßige Verben.
  • erfinden, erfand, erfunden – Die Schweiz ist berühmt für ihre Erfindungen und Innovationen, z.B. das Schweizermesser oder die Schokolade.

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Das Ende der ersten Halbzeit

Damit haben weder seine Fans, noch Lucio Dalla gerechnet: das Konzert, das er vergangenen Mittwoch in Montreux gegeben hat, war sein letztes Konzert. Er starb am nächsten Morgen nach dem Frühstück an einem Herzinfarkt. Er wurde 68 Jahre alt.

Lucio Dalla zeigte schon als kleiner Junge musikalisches Talent. Mit sieben Jahren spielte er Akkordeon, mit dreizehn Jahren Klarinette. Seine Karriere startete er in einer Jazzband. In den 60er Jahren gab er Konzerte mit bekannten Jazz-Musikern wie Chet Baker oder Charlie Mingus. Später machte er eine Solokarriere als Sänger und Komponist.

Lucio Dalla war praktizierender Katholik und christliche Werte wie die Nächstenliebe waren ihm sehr wichtig. Er hatte ein Herz für die Armen. Jedes Jahr an Neujahr hat er die Obdachlosen seiner Heimatstadt Bologna in ein gutes Restaurant eingeladen.

Lucio Dalla glaubte daran, dass das Leben nach dem Tod weitergeht. Er sagte einmal: “Ich glaube nicht an den Tod. Er ist nur das Ende der ersten Halbzeit.”

Inspiration für die nächste Deutschstunde:

1) Welche Werte sind Ihnen wichtig? Disziplin, Gerechtigkeit, Pflichterfüllung, Nächstenliebe, Ehrlichkeit, Bescheidenheit … Nennen Sie drei Werte, die für Sie wichtig sind. Warum sind sie Ihnen wichtig?

2) Woran glauben Sie? Gibt es ein Leben nach dem Tod? Oder ist alles zu Ende, wenn wir sterben? Diskutieren Sie.

Wie immer freuen wir uns auch über Kommentare!

Worterklärungen:

  • erste Halbzeit – im Sport z.B. beim Fussball, gibt es eine erste und eine zweite Halbzeit
  • weder…noch – Im Supermarkt kaufe ich weder Äpfel noch Birnen. Ich kaufe Bananen.
  • mit etwas rechnen – glauben, dass etwas passiert
  • geben, gab, gegeben – Musiker geben Konzerte.
  • sterben, starb, gestorben – Das ist 100% sicher: jeder von uns wird eines Tages sterben.
  • Herzinfarkt m. – Daran sterben viele Menschen, besonders Männer.
  • Wert m. – Das, was uns im Leben wichtig ist. Werte sind z.B. Disziplin, Ehrlichkeit, Gerechtigkeit…
  • Nächstenliebe f. – Man soll zu allen anderen Menschen so gut sein wie zu sich selbst.
  • ein Herz für etwas / jemand haben – Etwas / jemanden besonders mögen.
  • Obdachloser m. – Jemand, der kein Haus oder eine Wohnung hat.
  • Heimatstadt f. – Die Stadt, aus der ich komme.
  • einladen – Ich lade dich ein. Ich zahle die Rechnung.

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Kunst unter freiem Himmel

Lausanne hat viele Facetten. Es ist die Hauptstadt des Kantons Waadt. Es ist die Stadt der Olympischen Spiele. Lausanne ist aber auch die Stadt der Parks. Von den vielen Parks in Lausanne ist einer schöner als der andere. Einer der schönsten, vielleicht der schönste Park in der Stadt ist Mon Repos. Dort gibt es Volieren mit exotischen Vögeln, romantische Pavillons und eine Grotte mit einem Wasserfall. Das alles sind schon gute Gründe, den Park zu besuchen.
Doch diesen Sommer gibt es siebenundzwanzig weitere Gründe, in Mon Repos spazieren zu gehen. Von April bis Oktober kann man dort Skulpturen von Schweizer Künstlern bewundern. Die meisten Kunstwerke findet man sofort: Neunzehn silberne Kanus aus Wellblech scheinen auf der Wiese zu schwimmen in Richtung Rue Bellefontaine, auf dem Weg in den Genfersee.

Einige Kunstwerke sieht man erst auf den zweiten Blick. Ein Tipp: öfter mal nach oben schauen!

Moderne Kunst ist nicht leicht zu verstehen. Manchmal ist es schwierig zu erkennen, was ein Kunstwerk ist und was nicht.

–       „Mir tun die Füsse weh. Lass uns auf die Bank setzen und ausruhen.“

–       „Aber das ist doch keine Bank, das ist eine Skulptur!“

–       „Siehst du die beiden roten Pferde hinter der Voliere? Das sind ja schöne Skulpturen!“

–       „Aber nein, das sind doch keine Skulpturen, das sind Schaukelpferde für Kinder!“

Moderne Kunst muss nicht schön sein. Sie will vor allem nachdenklich machen, wie die vielseitige Ausstellung in Mon Repos zeigt. Eines ist klar: diesen Sommer wird es im Park sicher nicht langweilig.

Aux Yeux de Tous. Skulpturen im Park Mon Repos. 2. April – 2. Oktober 2011

www.visartevaud.ch

Worterklärungen:

  • Grund, Gründe m. – Motiv, Motivation
  • Wasserfall m. – Die berühmtesten Wasserfälle der Welt sind die Niagara-Fälle in den USA
  • Kunstwerk m. – Bild, Skulptur, Installation, Sinfonie …
  • bewundern – etwas / jemanden sehr gut finden, ganz toll finden
  • die meisten – fast alle
  • scheinen + Infinitiv – aussehen wie / aussehen, als ob …
  • einige – ein paar, nicht so viele
  • öfter mal – oft, mehrmals
  • erkennen – sehen, verstehen
  • die beiden – zwei
  • Schaukelpferd n. – Kinder setzen sich darauf und schaukeln
  • nachdenklich – man denkt über etwas nach
  • vielseitig – viele Seiten, viele Aspekte
  • diesen Sommer – in diesem Sommer

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