Madeleine Lobach

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Sprachenstreit beendet – Frühfranzösisch künftig schon im Kindergarten

Foto: Rob Rhyne, flickr cc

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Die Frage nach dem Fremdsprachenunterricht in Primarschulen spaltet die Nation: einige Kantone wollten den Französischunterricht in Primarschulen abschaffen. In der Sekundarstufe sollte der Unterricht nur fakultativ sein. Diese Thematik hatte zu landesweiten Protesten und Debatten geführt.

Deshalb ergreift nun der Bund die Initiative: Bald sollen Kinder in der gesamten Schweiz schon im Kindergarten eine weitere Landessprache lernen. Muttersprachliche Erzieher sorgen für authentische Immersion auf Französisch, Deutsch oder Italienisch.

Die praktische Implementierung ist genial einfach: Erzieher aus der Romandie arbeiten in der Deutschschweiz; Erzieher aus der Deutschschweiz arbeiten in der Romandie.

Der Bund will in den kommenden Wochen eine landesweite Marketingkampagne lancieren, in allen grossen Schweizer Zeitungen, auf Plakaten, in TV, Radio und Internet.

Ein Sprecher der Helvetischen Kommission der kantonalen Erziehungsdirektoren (HKE) kommentiert die neue Strategie des Bundes:

„Eine Landessprache ist nicht irgendeine Fremdsprache. Es kann nicht sein, dass  Schweizer aus dem Waadtland und aus Bern in Zukunft gar nicht oder nur auf Englisch miteinander sprechen können! Diese Tendenz müssen wir sofort stoppen. Deshalb wird künftig die bilinguale Erziehung ab 4 Jahren obligatorisch.“

Das bilinguale Bildungskonzept wird in den Primar- und Sekundarschulen weitergeführt. Auch hier setzt man auf flexible Arbeitsmigration von muttersprachlichen Lehrern.

Die HKE ist von dem neuen Konzept überzeugt:

„Unser Land ist traditionell mehrsprachig. Dieser einmalige kulturelle Reichtum muss unbedingt für die Zukunft erhalten bleiben. Die bilinguale Bildung ist der optimale Weg, um dieses Ziel zu erreichen.“

Das bilinguale Bildungskonzept ist geplant für das kommende Schuljahr 2016/2017. Die neue Regelung tritt zum 31. Juni in Kraft.

Worterklärungen:

  • Streit m. – Debatte, Kontroverse
  • Frühfranzösisch n. – Französisch in der Primarschule
  • Unterricht m. – in der Schule lernen die Schüler im Unterricht: Mathematik, Biologie, Deutsch, Französisch…
  • spalten – dividieren
  • abschaffen – das gibt es nicht mehr
  • sorgen für – machen, dass…
  • man setzt auf … – man glaubt, dass … der richtige Weg ist
  • überzeugt – ich glaube daran
  • erhalten – konservieren; etwas bleibt so, wie es ist
  • in Kraft treten – die Regelung ist offiziell und obligatorisch

P.S. Wie viele Tage hat der Juni? 😉

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Gehirn-gerecht lernen mit der Birkenbihl-Methode

Foto: hellolapomme, flickr cc

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Vokabeln pauken und Grammatik üben… Wir alle kennen die „klassische“ Methode, um eine Sprache zu lernen. Leider ist sie mühsam, wenig effektiv und nicht sehr motivierend.

Doch es gibt zum Glück auch Alternativen, wie man eine Sprache lernen kann:

Die Birkenbihl-Methode funktioniert nach dem Prinzip, mit dem Kleinkinder ihre Muttersprache lernen. Diese hören erst einmal viele Monate passiv die Sprache, bis sie beginnen, Laute und Wörter zu imitieren.
Nach wenigen Jahren sprechen sie ihre Muttersprache perfekt und akzentfrei – ohne jemals Vokabeln oder Grammatik systematisch gelernt zu haben.

Kann das bei erwachsenen Lerner auch funktionieren? Auf jeden Fall ist es eine unterhaltsame  Methode und so können Sie es testen:

Die Birkenbihl-Methode funktioniert in vier Schritten:

1 De-kodieren. Jeder neue Text wird Wort für Wort übersetzt, „de-kodiert“. Das kann manchmal bizarr oder lustig klingen! Es geht aber nicht darum, eine „perfekte“ Übersetzung zu machen, sondern um die Charakteristika und Struktur der Fremdsprache zu verstehen.

2 Aktives Hören. Sie hören den Text in der Fremdsprache und lesen dabei die de-kodierte Version in Ihrer Muttersprache. Wiederholen Sie diesen Schritt so lange, bis Sie den Text ohne Übersetzung verstehen.

3 Passives Hören. Hören Sie den Text so oft wie möglich leise im Hintergrund, während Sie etwas ganz anderes machen, z.B. Kochen, einen Roman lesen oder einen Actionfilm schauen. Dabei lernt Ihr Unterbewusstsein korrekte Intonation, Grammatik und Wortschatz.

4 Aktivitäten. Je nachdem, was Ihr primäres Ziel ist (Sprechen, Lesen oder Schreiben) üben Sie jetzt die Sprache ganz bewusst. Mehr dazu finden Sie im Video unten.

Auch wenn die Birkenbihl-Methode besonders effektiv für Anfänger ist, können Sie auch als fortgeschrittener Deutsch-Lerner davon profitieren. Hier sind drei Tipps: 

1 Nutzen Sie Ihre Übungsbücher als Text-Material. De-kodieren Sie manuell die Texte der Lektionen. So gewinnen Sie ein neues, intuitives Verständnis für den Aufbau der deutschen Sprache.

2 Bitten Sie einen Muttersprachler, den sie kennen (Deutschlehrerin, Kollege, Freundin…), die Texte aus dem Übungsbuch laut vorzulesen und aufzuzeichnen. Diese Audiodatei können sie dann jederzeit aktiv oder passiv anhören.

3 Nutzen Sie die Audiodateien für Birkenbihl-Aktivitäten wie z.B. das Chor-Sprechen. Wenn es Ihr Ziel ist, flüssig und akzentfrei zu sprechen, sprechen Sie z.B. beim Chor-Sprechen mit Ihrem Audio-Text mit.

Natürlich ist auch die Birkenbihl-Methode kein Zaubermittel! Auch hier müssen sie aktiv sein und Zeit investieren. Aber durch den grossen Teil, den sie unbewusst lernen, kostet das Lernen weniger Zeit und ist effizienter und entspannter. Sie ist eine Alternative, die sich auszuprobieren lohnt.

Funktioniert es bei Ihnen? Lernen Sie gern mit dieser Methode? Sind Erfolge sichtbar?
Schreiben Sie mir einen Kommentar!

Worterklärungen:

  • pauken – ugs. viel lernen
  • mühsam – schwierig, anstrengend
  • Laut m. – Klang (einer Sprache)
  • Unterbewusstsein n. – wenn wir schlafen und träumen, ist unser Unterbewusstsein aktiv
  • aufzeichnen – mit dem Dictaphon können wir unsere Sprache aufzeichnen.
  • Zaubermittel n. – Asterix trinkt manchmal einen Zaubertrank, damit er magische Kräfte hat.
  • ausprobieren – etwas neues testen
  • es lohnt sich – Die neue Methode hat funktioniert! Es hat sich gelohnt, sie auszuprobieren.

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Nachhaltig leben mit Zero Waste

Foto: Simon Fraser University, flickr cc

Foto: Simon Fraser University, flickr cc

Zero Waste (= null Abfall) ist eine junge, konsumkritische Bewegung, die auch in der Schweiz mehr und mehr Anhänger findet. Zero Waste-Anhänger versuchen, so wenig Müll wie möglich zu produzieren.

Gar nicht so einfach, denn fast alles, was wir im Alltag brauchen und im Detailhandel kaufen können, ist heute verpackt: Shampoo, Waschmittel, Zahnpasta, Reis, Nudeln, Kaffee… und oft gibt es auch Obst und Gemüse nur noch in Plastikfolie.

Bei jeder Einkaufstour bringen wir unfreiwillig jede Menge Plastik und Karton mit nach Hause – und produzieren allein in der Schweiz pro Kopf und Jahr über 700 kg Abfall!

Das möchten die Zero Waste Anhänger ändern. Sie kaufen Lebensmittel und Drogerieartikel lose. Auf dem Wochenmarkt, im Bioladen oder in speziellen Läden. Kleidung soll entweder hochqualitativ sein, damit sie lange hält. Alternativ kauft man Second Hand-Kleidung oder tauscht mit anderen.

Die Pionierin der Bewegung, Bea Johnson, schminkt sich angeblich mit Kakaopulver und Kohle (!) weil es kein Make-up ohne Verpackung zu kaufen gibt.

Zugegeben, Zero Waste ist etwas radikal. Man muss sich fragen, ob Abfall wirklich so schlimm ist. Moderne Recyclingsysteme belasten die Umwelt kaum. Natürlich ist es trotzdem sinnvoll, nicht unnötig Abfall zu produzieren.

Hier sind fünf Tipps, wie Sie mit wenig Aufwand mehr Nachhaltigkeit in Ihren Alltag bringen:

1. Versuchen Sie, möglichst viel lose Ware zu kaufen, z.B. auf dem Wochenmarkt. Das spart unnötige Verpackung, und ausserdem ist die Ware frischer als im Supermarkt.

2. Kaufen Sie Nachfüllpackungen für Shampoo, Flüssigseife und Waschmittel.

3. Wenn Sie Dinge Bücher, DVDs… aussortieren, bringen Sie sie zur Armee de Salut oder zu den „Boîte d’échange“ in Genf, anstatt sie einfach wegzuwerfen.

4. Nehmen sie Stofftaschen mit zum Einkaufen.

5. Lassen Sie sich keinen Extra-Müll “andrehen”. Gratis-Proben, Werbegeschenke, Flyer – meistens brauchen wir diese Dinge sowieso nicht und sie landen irgendwann im Müll. Sagen Sie lieber gleich: „Nein danke!“

Worterklärungen:

  • nachhaltig – etwas wirkt auf längere Zeit, z.B. pflanzt man viele junge Bäume auf einer Wiese. In zwanzig Jahren steht dort ein Wald.
  • Müll, Abfall m. – das, was wir wegwerfen
  • Bewegung f. – viele Menschen haben ein gemeinsames Ziel, politisch oder ideell
  • Anhänger m. – SVP-Gegner haben sich über das Wahlergebnis letzten Sonntag gefreut. SVP-Anhänger waren enttäuscht.
  • lose – ohne Verpackung
  • angeblich – man sagt, dass es so ist
  • belasten – es ist schlecht für…
  • kaum – wenig
  • wenig Aufwand – es macht keine Mühe
  • andrehen – ugs. jmd etwas geben, das er nicht haben will

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Lern-Motivation: Besser lernen mit Routine

Foto: Per Gosche, flickr cc

Foto: Per Gosche, flickr cc

Die Motivation ist wie eine launische Diva: Sie ist voller Enthusiasmus, wenn wir mit einem neuen Lern-Thema beginnen.

Aber wenn wir für ein Examen pauken oder für lange Zeit kontinuierlich lernen müssen, sinkt unsere Motivation in den Keller.

Wir denken uns eine Ausrede nach der anderen aus: „Heute kann ich kein Deutsch üben, weil ich Kopfschmerzen habe / die Nachbarn eine Party feiern / ich noch ein Geschenk für Annas Geburtstag kaufen muss…”

Doch mit festen Routinen fällt es Ihnen leichter, regelmässig zu lernen, auch wenn Sie mal keine Lust haben.

Hier sind fünf Tipps für Ihre persönlichen Lern-Routinen:

1 Lernen Sie immer zur gleichen Zeit. Wenn Sie berufstätig sind, lernen Sie vielleicht am liebsten am frühen Morgen. Vielleicht finden Sie es aber auch entspannter, abends zu lernen. Egal, welcher Chronotyp Sie sind – wählen Sie Ihre Lern-Zeit so, wie es für Ihren Biorhythmus optimal ist.

2 Lernen Sie immer am gleichen Ort. Sie finden die internationale Atmosphäre bei Starbucks inspirierend? Oder lernen Sie am effektivsten zu Hause an Ihrem Küchentisch? Finden Sie den Ort, der am besten für Sie funktioniert: das kann ein Café sein, die Bibliothek oder Ihre Wohnung – Hauptsache, Sie fühlen sich dort wohl und können sich gut konzentrieren!

3 Erfinden Sie Rituale für Ihre Lern-Zeit. Am Anfang einer Lern-Lektion können Sie z.B. eine Tasse Kaffee kochen, ein bestimmtes Lied hören, einen Hut aufsetzen… Und wenn die Lern-Zeit vorbei ist: fünf Minuten meditieren, das Fenster öffnen, andere Kleidung anziehen…

4 Machen Sie Pausen. Wenn Sie eine Stunde Deutsch üben, machen Sie nach dreissig Minuten fünf Minuten Pause. Gehen Sie ein paar Schritte hin und her, schauen Sie aus dem Fenster, lesen Sie ein inspirierendes Zitat – und weiter geht’s mit neuer Energie.

5 Belohnen Sie sich. Motivieren Sie sich für Ihre Lern-Zeit mit etwas, das Sie gerne tun: „Wenn ich heute eine Lektion Deutsch geübt habe, fahre ich eine Runde mit dem Velo / gehe ich bei meinem Lieblings-Italiener essen / schaue ich den neuen Film von Woody Allen …”

Worterklärungen:

  • launisch – Meine Katze ist sehr launisch. Manchmal springt sie mir auf den Schoss und möchte gestreichelt werden – doch im nächsten Moment kratzt sie mich!
  • begeistert – enthusiastisch
  • pauken – ugs. viel lernen
  • in den Keller sinken – ugs. etwas geht nach unten
  • Ausrede f. – man will etwas nicht tun und findet Argumente, warum man es nicht tun kann
  • berufstätig sein – arbeiten
  • Hauptsache f. – es ist am wichtigsten
  • erfinden – sich etwas neues ausdenken

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Ist der Freitod wirklich freiwillig?

Foto: Paxson Woelber, flickr CC

Foto: Paxson Woelber, flickr CC

Hätten Sie das gewusst? In der Schweiz sterben jedes Jahr dreimal mehr Menschen durch Suizid als durch Verkehrsunfälle (ca. 1000 Personen p.a.). Trotzdem bleibt Suizid ein Tabuthema. Daran wird auch der Tod des Sterne-Gastronomen Benoît Violier nichts ändern.

Ein Suizid macht uns sprachlos. Der Gedanke daran erschreckt uns. Wir fragen uns wieder und wieder nach dem “Warum” – und finden keine Antwort.

Oft trifft ein Suizid Familie und Freunde völlig unerwartet. Psychische Probleme und Depressionen sind noch immer nicht „salonfähig“. Menschen sprechen lieber nicht darüber, denn sie wollen keine Schwäche zeigen.

Wenn sie es doch tun, hören sie oft Ratschläge wie: „Reiss dich zusammen! Es geht dir doch so gut im Leben! Denk an die armen Textilarbeiter in Bangladesh – die haben echte Probleme!“

Gewiss ist es sinnvoll, seine Perspektive einmal zu relativieren und sich selbst nicht so wichtig zu nehmen. Aber wenn man an einer Depression erkrankt ist, nützen solche Ratschläge meist wenig. Die Depression hat den Menschen im Griff. Es ist schwierig, sich alleine daraus zu befreien.

Im schlimmsten Fall endet eine depressive Phase dann in einem Suizid. Aber was können wir dagegen tun? Wie können wir wirklich helfen? Mit relativ einfachen Mitteln, z.B.:

Brücken sichern mit Netzen oder speziellen Geländern, wie am Pont du Bessières in Lausanne. Alle Armeewaffen aus Privathaushalten entfernen. Und vor allem: generell mehr aufeinander schauen.

In unserer Familie, bei unseren Freunden. Aber auch bei unseren Kollegen und Nachbarn. Und bei dem Fremden, den wir zufällig auf der Strasse treffen und das Gefühl haben, es geht ihm nicht gut. Ein freundliches Wort, ein echtes Interesse an meinem Mitmenschen kostet nichts. Es kann aber in einem bestimmten Moment unbezahlbar sein.

Artikel über eine schöne Initiative am Pont du Bessières (en français): http://www.bonnenouvelle.ch/bn2/index.php/k2/categories/item/651-veillee-sur-le-pont-bessieres

Worterklärungen:

  • Freitod m. – Suizid
  • freiwillig – ich mache etwas, weil ich es möchte
  • Verkehrsunfall m. – Wenn man von einem Auto angefahren wird, hat man einen …
  • sprachlos – wir haben keine Worte für etwas
  • erschrecken – es macht Angst
  • unerwartet – man hat es nicht kommen sehen
  • Schwäche f. ≠ Stärke
  • Ratschlag m. – ein Tipp, wie man ein Problem lösen kann
  • sich zusammenreissen – weitermachen und die eigenen Probleme nicht so wichtig nehmen
  • im Griff haben – unter Kontrolle haben
  • Geländer n. – Barriere
  • entfernen – wegnehmen
  • unbezahlbar – sehr wertvoll; man kann es mit Geld nicht bezahlen

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Virtuell Deutsch lernen – Mit Spass zum Ziel

Deutsch lernt man am besten im Kontakt mit anderen: Das ist effektiv – und macht Spass! Bei den aktuellen eisigen Temperaturen sind wir aber nicht so motiviert, aus dem Haus zu gehen und etwas zu unternehmen, z.B. in Bern oder Zürich. Auch den Wochenendtrip nach Berlin verschieben wir lieber auf den Frühling oder Sommer!

Trotzdem müssen wir nicht auf „lebendiges“ Deutsch verzichten. Im Internet gibt es spannende Alternativen, um aktiv Deutsch zu lernen: trainieren Sie mit Ihrem persönlichen Deutsch-Coach, lösen Sie einen Krimi, oder gehen Sie auf eine virtuelle Reise nach Berlin…  ganz nebenbei können Sie dabei auch neue Leute und andere Deutschlerner kennenlernen!

Hier sind fünf Ideen, wie Sie in der virtuellen Welt aktiv Deutsch lernen können. Alle Angebote sind gratis!

Voki: Wie sieht Ihr perfekter Deutschlehrer aus? Wie Yoda aus “Star Wars”? Oder wie eine blonde Prinzessin? Bei Voki können Sie Ihren ganz persönlichen Avatar kreieren, der Ihnen beim Deutsch lernen hilft.

Der Avatar spricht deutsche Texte, die Sie geschrieben oder ins Mikrofon gesprochen haben. Diese Clips können Sie per Email versenden oder in Blogs und Foren posten. Falls Sie mit Moodle lernen, können sie den Voki-Avatar auch dort nutzen – als persönlichen Deutsch-Trainer.

Goethe Institut: Das Goethe Institut bietet kreative Apps zum Deutschlernen, z.B. das Abenteuerspiel „Das Geheimnis der Himmelsscheibe“ (Niveau A2), oder das Krimi-Spiel „Ein rätselhafter Auftrag“ (Niveau B1), bei dem Sie gezielt Deutsches Wirtschafts- und Berufsvokabular trainieren!

Deutsche Welle: Auch DW hat ein virtuelles Abenteuer im Programm. Helfen Sie dem arroganten Briten Harry aus der Zeitfalle: jeden Tag ist für ihn Mittwoch, der 31. April – in Deutschland. Lernen Sie zusammen mit Harry Deutsch, damit er wieder aus der Zeitfalle herauskommt!

Deutsche Gastfamilie Videos: Lernen Sie den Alltag in Deutschland kennen – mit den Videos einer sympathischen deutschen Gastfamilie. Mit den Videos lernen Sie Vokabeln zu verschiedenen Themen, z.B. Energie sparen, Bio-Ernährung, deutsche Traditionen etc.

Second Life: Sie wollen nicht bis zum Frühling warten? Loggen Sie sich bei Second Life ins virtuelle „newBerlin“ ein und erkunden Sie mit Ihrem Avatar die Stadt – gute Reise!

Worterklärungen:

  • unternehmen – machen
  • verschieben – ich mache es später
  • verzichten – etwas nicht haben können
  • spannend – Der Roman, den ich gerade lese, ist so spannend – ich bin erst um zwei Uhr morgens schlafen gegangen!
  • Krimi m. – Kriminalroman / -film
  • nebenbei – Wenn ich Auto fahre, höre ich nebenbei Radio.
  • Zeitfalle f. – gefangen in einer Zeitperiode

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Die Kaizen-Methode – 5 Tipps, wie Sie Ihre (Lern-)Ziele für 2016 erfolgreich realisieren

Foto: Aaron Alexander, flickr

Foto: Aaron Alexander, flickr

Wie meistens zum Neuen Jahr haben wir auch für 2016 gute Vorsätze gemacht, z.B.:

– mehr Deutsch üben

– öfter Joggen gehen

– mehr Obst und Gemüse essen

Klingt gut, oder? Aber: Erinnern Sie sich noch an Ihre Vorsätze für 2015? Oh ja, ich erinnere mich noch genau an meine. Spätestens im März waren die guten Vorsätze aber leider schon passé…

Damit Sie nicht für 2017 wieder die gleiche Liste schreiben: Probieren Sie es doch mal mit Kaizen (japanisch 改善 Kai = Veränderung; Zen = zum Besseren).

Kleine, simple Schritte statt grosser radikaler Veränderungen. Das macht weniger Angst und führt zu mehr Erfolg.

Hier sind fünf Tipps, wie Sie mit der Kaizen-Methode wirklich erreichen können, was Sie sich vorgenommen haben:

1 Stellen Sie sich einfache Fragen Was ist der erste Schritt, um … zu tun? Wo könnte ich jeden Tag fünf Minuten Deutsch üben? usw. Das wichtigste ist, dass Sie sich in Gedanken auf die Reise machen – der erste Schritt auf dem Weg zum Ziel.

2 Nehmen Sie sich die Zeit Wenn Sie sich die Zeit für z.B. eine Deutschlektion nicht nehmen, wird keine Zeit dafür übrig bleiben. Denn Sie kennen das ja: Wir haben immer viel (zu viel) zu tun. Reservieren Sie also bewusst fünf Minuten vor dem Frühstück (nach dem Mittagessen…) exklusiv für Ihre Deutschlektion. Machen Sie in diesen fünf Minuten nichts anderes!

3 Bleiben Sie positiv Auf einer langen Reise kann es manchmal passieren, dass wir müde werden. Wir verlieren das Ziel aus den Augen. Wir denken: Ich habe ja noch gar nichts erreicht mit diesen kleinen Schritten… Blicken Sie von Zeit zu Zeit zurück statt nach vorn. Dann werden Sie sehen, wie weit Sie schon gekommen sind. Mit frischer Motivation geht es dann weiter!

4 Belohnen Sie sich Setzen Sie sich kleine Etappenziele und gönnen Sie sich etwas, wenn Sie sie erreicht haben. Wenn ich eine Woche lang jeden Tag fünf Minuten Deutschvokabeln geübt habe, gönne ich mir einen Cappucchino in dem netten kleinen Café an der Ecke.

5 Bleiben Sie dran Auch dieses Mal kann es wieder passieren. Die Motivation ist plötzlich weg und Sie haben die fünf Minuten Deutschlektion seit einer Woche nicht mehr gemacht. Wenn Sie auf Ihrem Weg das Ziel aus den Augen verlieren – resignieren Sie nicht! Stellen Sie sich vor, Ihr Weg führt gerade durch ein Tal, und hinter dem nächsten Berg können Sie Ihr Ziel wieder sehen. Gehen Sie weiter – machen Sie einen neuen ersten Schritt.

Auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt. Laotse

Worterklärungen:

  • erfolgreich – Er ist in seinem Beruf sehr erfolgreich. Letztes Jahr bekam er einen hohen Bonus gezahlt.
  • Vorsatz m. – Ziel
  • Veränderung f. – es bleibt nicht gleich; ich mache es anders
  • erreichen – Mein Ziel ist es, den Lausanne Marathon zu laufen. Wenn ich jeden Tag fünf Kilometer jogge, werde ich mein Ziel erreichen.
  • sich etwas vornehmen – Ich habe mir vorgenommen, den Lausanne Marathon zu laufen. Wenn ich jeden Tag fünf Kilometer jogge, …
  • übrig bleiben – Ich habe für sieben Personen gekocht. Es kamen aber nur fünf Personen. Es ist viel Essen übrig geblieben.
  • sich belohnen – Ich habe etwas gut gemacht. Dafür belohne ich mich mit einem Besuch im Kino.
  • sich etwas gönnen = sich belohnen
  • dranbleiben – ugs. weitermachen

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