5 Jahre Espace Allemand

Foto: Yvain Genevay / Le Matin

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Zum Jubiläum: Ein Gespräch mit Chefin und Unternehmensgründerin Irene Tsikonis

Espace Allemand feiert heute seinen 5. Geburtstag – herzlichen Glückwunsch! Sie sind Deutschschweizerin, aus einem kleinen Dorf bei Winterthur, Kanton Zürich, und leben seit 1998 in der Romandie. Wie kamen Sie dazu, hier eine Sprachschule zu gründen?

Eigentlich wollte ich gar nicht – ich dachte, ich sei nicht der Typ dazu, eine eigene Firma zu leiten. Aber eine Freundin hat stark motiviert. Jetzt bin ich sehr froh, dass ich es damals gewagt habe. Es ist eine bereichernde Arbeit!

Sprachschulen gibt es viele in Lausanne und der Region. Was lernen die Schüler bei Espace Allemand, das sie bei anderen Sprachschulen nicht lernen? 

Bei Espace Allemand sind die Kurse realitätsnah, und jeder Kunde kann sein Programm mitbestimmen. Die Kunden lernen, Deutsch oder Schweizerdeutsch auch anzuwenden. Unsere Kurse sind auch persönlicher als in anderen Schulen. Man spricht über persönliche Dinge und macht nicht einfach nur die Aufgaben aus dem Kursbuch.

Und was haben Sie gelernt in den 5 Jahren als Schuldirektorin?

Sehr, sehr viel. Vor allem über mich, aber auch über andere Menschen. Über Geld habe ich auch etwas gelernt: Der Wert des Geldes ist subjektiv. Mein Ziel war es immer, bezahlbare Kurse anzubieten. Zusätzlich war mir wichtig, dass die Mitarbeiter einen korrekten Lohn bekommen. Und ich wollte von Anfang an Schulen in Entwicklungsländern unterstützen. Denn auch wenn wir das Gefühl haben, wenig zu verdienen, haben wir immer noch mehr Luxus als viele andere Menschen auf dieser Erde. Diese drei Komponenten zu vereinbaren ist eine Herausforderung.

Foto: Yvain Genevay / Le Matin

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Man braucht viel Mut, um ein Unternehmen zu gründen. Woher haben Sie den?

Hauptsächlich geben mir meine Kunden den Mut. Denn beim Deutschunterrichten merke ich, dass das etwas ist, was ich gut kann. Dieses Wissen und meinen Enthusiasmus will ich auch anderen Lehrern weitergeben.

Was würden Sie jungen Unternehmensgründern mit auf den Weg geben?

Als Leiterin eines Unternehmens ist man oft sehr einsam. Berufsverbände, Co-Workingbüros und andere Vereine sind sehr wichtig, um Kontakte zu knüpfen und seine Probleme und Erfolge mit anderen besprechen zu können.

Was wünschen Sie dem Geburtstagskind für die nächsten 5 Jahre?

Den Mitarbeitern von Espace Allemand wünsche ich weiterhin, dass sie viel Spass in den Kursen haben. Freude am Unterrichten, am Vorbereiten der Kurse und an der Weiterbildung ist der Schlüssel zum Erfolg.

Worterklärungen

  • Unternehmensgründer m. – Jemand, der eine neue Firma startet
  • etwas wagen – Mut haben, etwas zu tun
  • bereichernd – Die Arbeit macht Spass und man lernt viel dabei.
  • mitbestimmen – In der direkten Demokratie der Schweiz können die Bürger in der Politik vieles mitbestimmen.
  • anwenden – eine Sprache anwenden = eine Sprache sprechen
  • vereinbaren – in Harmonie bringen
  • Herausforderung f. – eine schwierige Aufgabe; ein grosses Ziel, das man sich gesetzt hat
  • mit auf den Weg geben – gute Tipps geben
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