2500 Franken im Monat – geschenkt!

Stellen Sie sich vor, Sie bekommen jeden Monat zweitausendfünfhundert Franken auf Ihr Konto gezahlt. Sie müssen nichts dafür tun. Sie müssen nicht dafür arbeiten. Niemand kontrolliert, was Sie mit dem Geld tun. Sie bekommen das Geld einfach so. Das ist die Idee der Initiative “Für ein bedingungsloses Grundeinkommen”.

Durch das Grundeinkommen hat jeder die Chance, das zu arbeiten, was ihm Spass macht. Man muss nicht mehr irgend etwas arbeiten, nur um Geld zu verdienen. Bisher unbezahlte Arbeit wie z.B. von einer Mutter und Hausfrau wird mit dem Grundeinkommen auch bezahlt.

Jeder bekommt das Grundeinkommen, egal, ob er mit seiner Arbeit viel oder wenig Geld verdient. Das funktioniert so: jemand verdient z.B. 4500 Franken. Dann bekommt er 2500 Franken Grundeinkommen vom Staat und 2000 Franken Salär von seinem Arbeitgeber. Das ist gut für die Firmen, weil die Lohnkosten sinken. Dann können sie in neue Arbeitsplätze investieren.

Aber wie finanziert der Staat das Grundeinkommen? Durch eine Konsumsteuer, die jeder zahlen muss, oder durch eine spezielle Steuer für Reiche.

Das klingt ja alles schön und gut. Aber ist es das wirklich? Kritiker befürchten, dass niemand mehr arbeiten will, wenn es ein Grundeinkommen für alle gibt. Dann  fahren keine Züge der SBB mehr, und im Winter kann niemand mehr Ski laufen, weil die Pisten geschlossen sind. Zum Einkaufen muss man nach Frankreich oder Deutschland fahren, weil in der Schweiz keine Geschäfte mehr offen sind…

Was meinen Sie? Ist das Grundeinkommen eine gute Idee? Oder glauben Sie, dass die Schweizer nicht mehr arbeiten wollen, wenn es ein Grundeinkommen gibt? Diskutieren Sie in der nächsten Deutschstunde. Wie immer freuen wir uns auch über Kommentare!

Worterklärungen:

  • bedingungslos – man bekommt etwas, ohne etwas dafür zu tun
  • Grundeinkommen n. – Basissalär
  • Staat m. – die Schweiz, Deutschland, Frankreich, Italien… sind Staaten
  • Arbeitgeber m. – jemand, der Angestellte hat
  • Lohnkosten f. – Salär + AHV + …
  • Lohn m. = Einkommen = Salär
  • Arbeitsplatz m. – wenn man arbeitet, hat man einen …
  • Steuer f. – der Staat braucht Geld, z.B. um Strassen zu bauen. Deshalb müssen die Bürger Steuern zahlen.
  • Reicher m. – jemand der reich ist, der viel Geld hat
  • befürchten – Angst haben
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  1. Was wäre, wenn… | Espace Allemand

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