Unsere kleine Farm – auf dem Balkon!

violette Kohlrabi, Schnittlauch und anderesGemüse und Salat aus dem eigenen Garten… Für viele Menschen, die in der Stadt in einer Wohnung leben, ist das nur ein Traum. Denn wo soll man in der Stadt Gemüse anbauen? Man kann natürlich einen Schrebergarten mieten, aber das ist nicht immer praktikabel: Oft ist er weit von der Wohnung entfernt, und er ist arbeitsintensiv. Wenn man den ganzen Tag in einem Büro gearbeitet hat, möchte man abends nicht mehr viel Zeit und Arbeit in einen Garten investieren.

Doch viele Städter möchten trotzdem nicht auf frisches Gemüse aus eigenem Anbau verzichten. Seit einigen Jahren  gibt es deshalb einen neuen Trend: Urban Farming oder Urban Gardening. Dieser Trend kommt aus den USA, aber er hat sich heute in vielen Städten in Europa und natürlich auch in der Schweiz etabliert.

Die “kleinen Farmen” in der Stadt sind ganz unterschiedlich. Man findet sie auf Dächern, auf freien Flächen zwischen Häuserblocks, oder auf Balkonen. Ja, auch auf dem Balkon oder auf der Fensterbank kann man Gemüse anbauen: Salat, Tomaten und sogar Kartoffeln. Wenn man wenig Platz hat, sind Kräuter wie Basilikum, Thymian oder Rosmarin ein guter Kompromiss. Es müssen ja nicht immer Blumen sein!

In der Schweiz finden auch Universitäten die Stadtfarmen interessant. Dabei geht es nicht nur um Gemüse, sondern auch um Nutztiere. In Lausanne z.B. gibt es ein Projekt, um Bienen in der Stadt zu züchten. Das Unternehmen Urban Farmers hat in Kooperation mit der ZHAW Zürich spezielle Treibhäuser entwickelt, um auf Dächern Gemüse anzubauen und Fische zu züchten. Vielleicht kann man schon bald in der Migros Fische “aus der Region” kaufen, die auf einem Dach im Flon-Quartier geschwommen sind…

Inspirationen für die nächste Deutschstunde:

I. Schauen Sie das Video vom Urban Farming Projekt Landhof in Basel. Wie lange gibt es das Gartenprojekt schon? Wie viele Leute machen bei dem Projekt mit? Was sagen die Nachbarn zu dem Projekt? 

II. Wie finden Sie die Idee des Urban Farming? Haben Sie schon mal selbst Gemüse angebaut? Oder kaufen Sie das Gemüse lieber im Supermarkt? Diskutieren Sie.

Worterklärungen

  • Gemüse n. – Kartoffeln, Karotten, Brokkoli, Tomaten, Kürbis…
  • anbauen – In einem Garten kann man Gemüse anbauen.
  • Schrebergarten m. – kleiner Garten, Familiengarten
  • weit entfernt = nicht nah
  • Städter m. – Jemand, der in der Stadt lebt.
  • verzichten – etwas nicht haben
  • unterschiedlich = verschieden
  • Fläche f. – ein Stück Land
  • Häuserblock m. – Viele Häuser nebeneinander in der Stadt sind ein Häuserblock.
  • Fensterbank f. – Vor dem Fenster auf der … kann man Blumen hinstellen. Oder Salat anbauen!
  • Nutztier n. – Tiere, die nützlich für den Menschen sind. Kühe, Schafe, Hühner, Fische, Bienen…
  • Biene f. – Ohne Bienen hätten wir keinen Honig.
  • züchten – Tiere haben und vermehren
  • Treibhaus n. – Treibhäuser sind ganz aus Glas und haben ein warmes Klima. In Treibhäusern wächst Gemüse besonders gut.
  • schwimmen, schwamm, geschwommen – Im Genfersee schwimmen im Sommer nicht nur Fische, sondern auch Menschen!
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